FC LUZERN - FC KRIENS: Sechs Treffer aber keinen Sieger im Derby

In einem Testspiel in Küssnacht trennten sich der FC Luzern und der SC Kriens mit einem leistungsgerechten 3:3-Unent­schieden.

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Joao Paiva war einen der FCL-Torschützen gegen Kriens. (Archivbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Joao Paiva war einen der FCL-Torschützen gegen Kriens. (Archivbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Einen Sieger hätte die Partie zwischen Dem FC Luzern und dem SC kriens nicht verdient gehabt. Fehlzuspiele und technische Unzulänglichkeiten, wiederum auf die schweren Beine zurückzuführen, standen auf hüben wie drüben auf dem Tagesprogramm. Kriens hatte zu Beginn der Partie mehr Anteile und beanspruchte durch Shalaj auf herrliche Weise die Führung. Der Bogenball aus spitzem Winkel, abgegeben nach einem Zweikampf mit Lukmon und in der Nähe des Cornerfahnens, überraschte Keeper Wüthrich und fand sein Ziel schlussendlich in den Maschen. Das erste Ausrufezeichen in blau-weiss setzte Daniel Gygax, der mit seinem Geschoss dem Krienser Schlussmann mehr Mühe bereitete, als diesem lieb war. Die Basis für den FCL-Ausgleich ein paar Minuten später legte dann der hünenhafte Daniel Fanger. Der Rückkehrer setzte sich auf seiner Seite eindrücklich durch und servierte Serientorschütze Cristian Ianu das Spielgerät pfannenfertig auf den Rist, was sich der Rumäne in bekannter Manier natürlich nicht entgehen liess.

Impulse durch Nelson Ferreira
Nach dem Seitenwechsel brachte Rolf Fringer anstelle des ausgelaugten Daniel Gygax den zu Beginn auf der Bank sitzenden Nelson Ferreira. Mit dem Elan des Berner Oberländers erkämpfte sich der FCL nun minütlich die Spielhoheit zurück. Davor aber düpierte Unternäher von der Nachbarsgemeinde Luzerns Goalie Wüthrich unmittelbar vor dem eigenen Gehäuse und reüssierte das 2:1 für den Challenge League Verein vom Kleinfeld. Der besagte Ferreira leitete eine Viertelstunde später den erneuten Ausgleich ein, den der ebenfalls in der Pause eingewechselte Paiva vollzog. Einige Minuten vor der Egalisation hatte der Luisitanier mit der 14 auf dem Rücken bereits eine vielversprechende Gelegenheit, die anstatt im, neben dem Geviert landete. Nur knapp 300 Sekunden durften die Luzerner erneut jubeln. Arben Buqaj aus der FCL-Nachwuchsschmiede umspielte die gegnerische Verteidigung mit einem Doppelpass von Paiva und erledigte den Abschluss dann wieder in Eigenregie – auf äusserst abgebrühte Art. Für den Schlussstand zeigten sich wieder die Kleinfeld-Boys verantwortlich, Deigendesh realisierte diesen nach 72 Minuten. Obwohl die Mehrheit der schwitzenden Anwesenden und der Luzerner Mannschaft dachten, die Partie sei unterbrochen, der Treffer zählte jedenfalls und dem FCL gelang in der Folge nichts mehr zählbares.

zim

FC Luzern - SC Kriens 3:3 (1:1)
Sportplatz Luterbach Küssnacht am Rigi. – 450 Zuschauer. – SR Huwiler (A1 Bühlmann /A2 Räber)

FC Luzern: Wüthrich; Fanger, Kibebe, Lukmon, Zverotic; Wiss (61. Buquai), Renggli (C) (61. Koller); Prager (61. Wiget); Pacar (46. Paiva), Ianu (73. Nimi), Gygax (46. Ferreira).

SC Kriens: Djukic (46. Grasseler), Souto (75. Stadelmann), Ribeiro, Djuric (46' Zahnd), Imholz, Mehmeti, Stadelmann (46. Kim), Rizanovic (46. Deigendesch), Shalaj (70. Baosic), Schiendorfer (46. Demerali), Boussou (46? Unternährer).

Tore: 31. Shalaj 0:1, 41. Ianu (Fanger) 1:1, 47.Unternährer 1:2, 62. Paiva (Ferreira) 2:2, 67. Buquai (Paiva) 3:2, 72. Deigendesh 3:3.

Verwarnung: 69. Paiva (Unsportlichkeit/Ball wegschlagen)

Bemerkungen: FCL ohne Yakin (abwesend), Lustenberger, Lambert, Kukeli, Veskovac, Büchli und Sorgic (alle rekonvaleszent oder geschont), SC Kriens ohne Foschini, Imbach, Tadic und Karanovic (rekonvaleszent oder abwesend).