FC LUZERN: FCL-Präsident Ruedi Stäger wird abgesetzt

Obwohl der FC Luzern mit einem imposanten Schlussspurt den dritten Rang in der Super League und damit die Qualifikation für die Europa League erreicht hat, gibt es in der Klubführung eine Änderung: Klubpräsident Ruedi Stäger muss sein Büro räumen.

Drucken
Teilen
Muss den Sessel räumen: FCL-Präsident Ruedi Stäger. (Bild: Keystone)

Muss den Sessel räumen: FCL-Präsident Ruedi Stäger. (Bild: Keystone)

Unter Einhaltung der Schweigepflicht sind die Mitarbeiter am Donnerstag über den Beschluss der FCL Holding AG informiert worden, die Medien werden am Montag zu einer Info-Veranstaltung eingeladen. Die Beendigung des Arbeitsverhältnis mit dem geschäftsführenden Präsidenten Ruedi Stäger, der im Dezember 2013 zum Nachfolger von Mike Hauser gewählt worden ist, wird vor allem mit dem finanziellen Misserfolg begründet.

Seit Jahren weist die FCL Innerschweiz AG einen Verlust von rund zwei Millionen Franken per annum aus, in Tat und Wahrheit beträgt das Minus aber in etwa das Doppelte. «Finanziell ist alles aus dem Ruder gelaufen. Deshalb werden von den Investoren einige schöne Beträge gespendet, um das Loch auf zwei Millionen zu reduzieren», bestätigt ein FCL-Insider. Stäger war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Die bisher von Ruedi Stäger in einem 60-Prozent-Pensum wahrgenommenen Aufgaben Geschäftsführung und Vereinspräsidium werden aufgeteilt, wie der FCL mitteilt. Neu übernimmt ein zu 100 Prozent angestellter CEO die Geschäftsführung des Clubs, gleichzeitig werden das Präsidium des Clubs und der FCL Holding AG zusammengelegt. Dadurch werden die regelmässigen Verwechslungen der beiden Präsidien aufgehoben und die Zusammenarbeit zwischen Verwaltungsrat und Clubleitung verstärkt.

Philipp Studhalter wird neuer FCL-Präsident

Der FC Luzern Holding-Präsident Philipp Studhalter wird somit neu auch Club-Präsident. Die neugeschaffene CEO-Position wird ausgeschrieben.

Andreas Ineichen / Daniel Wyrsch
 

<strong>Mehr zum Thema lesen Sie am 4.6.16 in der Neuen LZ.</strong>