FC Luzern
FCL-Verteidiger Lucas Alves: «Ich habe das Virus nicht aus Brasilien mitgebracht»

Das Team des FC Luzern hat heute Mittwochnachmittag erstmals seit den vielen Coronafällen wieder trainiert: Auf dem Kunstrasen standen Trainer Fabio Celestini 18 Spieler zur Verfügung. Trotzdem gibt es eine Erklärung, warum der FCL am Samstag gegen Vaduz nicht spielt.

Daniel Wyrsch
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Die Fahrer von drei Schneeräumungs-Fahrzeugen der Stadtgärtnerei leisteten ganze Arbeit. Sie sorgten bei Schneefall auf der Allmend für einen Kunstrasen, auf dem die Mannschaft von Fabio Celestini unter annehmbaren Verhältnissen trainieren konnte.

Trainings-Restart des FCL nach der grossen Quarantäne mit Lucas Alves (vorne links), Dejan Sorgic (links dahinter), Louis Schaub, Marvin Schulz, Simon Grether, Marco Bürki und Christian Schwegler.

Trainings-Restart des FCL nach der grossen Quarantäne mit Lucas Alves (vorne links), Dejan Sorgic (links dahinter), Louis Schaub, Marvin Schulz, Simon Grether, Marco Bürki und Christian Schwegler.

Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 27. Januar 2021)

Spieler und Trainer betraten den Trainingsplatz mit Schutzmasken. Mehrere Spieler trainierten sogar mit einer über den Mund und die Nase getragenen Sportmaske. Das waren noch mehr als vor den zahlreichen Covid-19-Fällen, welche ein vollständiges Mannschaftstraining beim FC Luzern in den vergangenen 15 Tagen verhindert hatten. Deshalb mussten auch die drei Meisterschaftsspiele gegen Lugano, St. Gallen und Vaduz verschoben werden.

Der FCL hat vor dreieinhalb Wochen mit der Vorbereitung auf die Rückrunde begonnen, muss nun aber nach der Rückkehr der meisten Spieler aus der Quarantäne praktisch wieder auf Feld 1 beginnen.

Eine wettkampftaugliche Elf inklusive sieben Ersatzleuten

18 Spieler nahmen an diesem Restart-Training teil. Aus ihnen könnte man problemlos eine kompetitive Elf mit sieben Ersatzspielern bilden. Zum Beispiel mit folgender Aufstellung: Marius Müller im Tor, Christian Schwegler, Lucas Alves, Stefan Knezevic und Silvan Sidler in der Abwehr, Lorik Emini, Marvin Schulz und Louis Schaub im Mittelfeld sowie links am Flügel entweder Filip Ugrinic oder Pascal Schürpf, rechts am Flügel entweder Varol Tasar oder Ibrahima Ndiaye und in der Sturmspitze Dejan Sorgic.

Warum das aktuell neuntplatzierte Luzern am Samstag dennoch nicht auswärts auf das Schlusslicht Vaduz trifft, das Kellerduell am Dienstag von der Swiss Football League (SFL) auf einen noch nicht bestimmten Termin verschoben wurde, ist eine berechtigte Frage. FCL-Medienchef Markus Krienbühl hat die klärende Antwort parat:

«Gemäss den Return-to-Play-Vorgaben müssen die positiv getesteten Spieler fünf Tage Trainingszeit vor dem nächsten Spiel haben.»

Die meisten Luzern-Profis kommen bis Samstag allerdings nur auf drei Vorbereitungstage. Also ist der Antrag zur Spielverschiebung von der SFL zu Recht gutgeheissen worden.

Lucas Alves wehrt sich

FCL-Innenverteidiger Lucas Alves stellte vor dem Training fest: «Ich habe das Coronavirus nicht aus Brasilien mitgebracht. In den vergangenen Tagen musste ich solche Dinge lesen.» Weil der Brasilianer mit einer Ausnahmebewilligung des Klubs über die Festtage in seine Heimat reisen durfte, wurde über ihn als ersten Virusträger im Team spekuliert. Dann war er der Erste, bei dem Symptome auftraten – und der dann auch noch positiv getestet wurde.

FCL-Kommunikationschef Markus Krienbühl sagt: «Es steht nicht fest, warum es bei uns zu einer Häufung der positiven Fälle gekommen ist. Alles ist Spekulation.» Beim Covid-19 im Kader und beim Staff der Luzerner handle es sich auch nicht um eine Mutation, «weder um eine brasilianische, noch um eine andere», wie Krienbühl feststellt.

Einmarsch auf den verschneiten Trainingsplatz mit Maske: Dejan Sorgic (vorne) und Varol Tasar.

Einmarsch auf den verschneiten Trainingsplatz mit Maske: Dejan Sorgic (vorne) und Varol Tasar.

Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 27. Januar 2021)
Den Allmend-Kunstrasen hatten zuvor die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei mit Räumungsfahrzeugen vom Schnee befreit.

Den Allmend-Kunstrasen hatten zuvor die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei mit Räumungsfahrzeugen vom Schnee befreit.

Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 27. Januar 2021)