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FC Luzern für gute Leistung gegen Basel schlecht belohnt

Für den FC Luzern endet ein intensives und hart geführtes Heimspiel gegen den FC Basel bitter: In der 95. Minute kassieren die Innerschweizer den späten 1:1-Ausgleich. Für Diskussionen sorgt die Leitung von Schiedsrichter Bieri.
Daniel Wyrsch
David Zibung - Torhüter - Note 4,5
Er erfüllt seinen Job, muss nicht oft eingreifen, weil ihm die Vorderleute fast alle Arbeit abnehmen.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))
Christian Schwegler - Rechter Verteidiger - Note 4,5
Der Routinier tritt sehr bissig und kämpferisch auf, zeigt sich aber auch offensiv recht abgeklärt.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))
Stefan Knezevic (links) - Innenverteidiger- Note –
Nach Foul von Van Wolfswinkel renkt er sich das Schienbeinköpfchen aus und muss verletzt raus.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))
Lazar Cirkovic (rechts) - Innenverteidiger - Note 4
Kommt für Knezevic (27.), fällt mit seiner Kopfballstärke positiv auf, macht aber auch Fehler.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))
Lucas Alves (zweiter von links) - Innenverteidiger - Note 4,5
Der Brasilianer liefert solide Arbeit ab, dank seiner Grösse ist er mit Flanken nicht überwindbar.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))
Silvan Sidler (rechts) - Linker Verteidiger - Note 4
Er fällt durch seinen enormen Einsatz auf. Wertvolle Spielpraxis für den U21-Nationalspieler.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))
Idriz Voca (zweiter von links) - Zentrales Mittelfeld - Note 4,5
Eine ruhige, abgeklärte Leistung im Zentrum. Muss kurz vor Schluss (80.) verletzt vom Feld.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))
Marin Schulz (rechts) - Zentrales Mittelfeld - Note 5
Kommt im Mittelfeld einmal mehr gut zur Geltung, seinen Schuss lenkt Omlin an den Pfosten (88.).
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))
Pascal Schürpf - Rechtes Mittelfeld - Note 5
Mit einer perfekten Direktabnahme mit dem leicht schwächeren rechten Fuss trifft er. Er ist engagiert und auch sonst gefährlich.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))
Christian Schneuwly (links) - Offensives Mittelfeld - Note 4,5
Statt Krönung der Teamleistung vergibt er das 2:0 (91.), beim Kopfball (96.) rettet Omlin.
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))
Blessing Eleke - Linkes Mittelfeld - Note 4
Der Nigerianer ist sehr engagiert, doch auf dem Flügel kann er seine Klasse nicht so recht zeigen.
(Bild: Alexandra Wey / Keystone (Luzern, 25. November 2018))
Shkelqim Demhasaj - Stürmer - Note 5
Gute Leistung nach drei Spielen auf der Bank; ist agil und gibt den Assist. Xhaka reisst ihn zurück, sieht aber nur die gelbe Karte (37.).
(Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))
Nicht bewertbar: Olivier Custodio und Tomi Juric.
6 Matchwinner
5 Leistungsträger
4 Normalform
3 Mitläufer
2 Schwachpunkt
1 Totalausfall
(Benotet von Daniel Wyrsch)
Bild: Nadia Schärli (Luzern, 25. November 2018)
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Die FCL-Noten gegen Basel

Handshake zwischen Jonas Omlin (zweiter vo rechts) und den Luzernern Silvan Sidler, Christian Schneuwly und Lazar Cirkovic. (Bild: Alexandra Wey / Keystone (Luzern, 25. November 2018))
Pascal Schürpf trifft in der 7. Minute zum 1:0. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))
Spieler geraten aneinander. (Bild: Alexandra Wey / Keystone (Luzern, 25. November 2018))
Duell zwischen Marvi Schulz (rechts) und dem Noah Okafor. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))
Die Luzerner Christian Schneuwly und Shkelqim Demhasaj gegen den Basler Eder Balanta (von links). (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))
Eray Coemert erzielt in der Nachspielzeit das 1:1. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))
Luzerns Pascal Schürpf (links) enteilt dem Basler Blas Riveros. (Bild: Alexandra Wey / Keystone (Luzern, 25. November 2018))
Luzerns Stefan Knezevic (rechts) im Kampf mit Basels Albian Ajeti um den Ball. (Bild: Alexandra Wey / Keystone (Luzern, 25. November 2018))
Luzerns Christian Schneuwly (hinten), bremst Blas Riveros. (Bild: Alexandra Wey / Keystone (Luzern, 25. November 2018))
Zweikampf zwischen Luzerns Lucas Alves (hinten) und Basels Albian Ajeti. (Bild: Alexandra Wey / Keystone (Luzern, 25. November 2018))
Luzerns Idriz Voca (links) versucht dem Basler Luca Zuffi den Ball zu stehlen. (Bild: Alexandra Wey / Keystone (Luzern, 25. November 2018))
Luzerns Shkelqim Demhasaj (rechts) gegen Basel Eder Balanta. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))
Luzerns Idriz Voca (hinten) wird von Basels Luca Zuffi gestoppt. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))
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FC Luzern - FC Basel 1:1

Obwohl aus dem dritten Heimsieg der Saison wieder nichts geworden ist, verabschiedeten die FCL-Fans die Mannschaft mit einem warmen und aufmunternden Applaus in die Garderobe. 10702 Zuschauer waren in der Swisspor-Arena Zeugen einer hart geführten und intensiven Partie zwischen Luzern und Basel. FCL-Captain Christian Schneuwly brachte es auf den Punkt: «Das war ein sehr guter Match, aber der späte Ausgleich ist sehr bitter für uns.»

Lange hielten die kompakt verteidigenden Innerschweizer dem Druck der Basler erfolgreich stand. Immer wieder versuchten die Basler das FCL-Bollwerk mit hohen Flanken zu überwinden, doch die gross gewachsenen Abwehrspieler klärten fast mühelos mit Kopfbällen. Bis zur 95. Minute: Albian Ajeti konnte im Strafraum angespielt werden, seine Hereingabe lenkte Goalie David Zibung zur Seite, wo aber der aufgerückte Innenverteidiger Eray Cömert den Ball zum 1:1-Endstand über die Linie drückte.

Luzerner geben selbst nach dem späten Ausgleich nicht auf

Doch dieses rassige, unterhaltsame Spiel war damit noch nicht entschieden. Die Mannschaft von Luzern-Trainer René Weiler hielt den Kopf hoch, liess sich selbst durch das späte Gegentor nicht unterkriegen. Der eingewechselte Tomi Juric flankte vors Tor, wo Schneuwly platziert köpfelte. Dort stand mit Jonas Omlin allerdings ein Goalie, der mit einer mirakulösen Parade den Ball noch aus der Torecke lenkte. Und den Nachschuss von Blessing Eleke machte der Ex-FCL-Keeper aus Obwalden mit einer weiteren Abwehr unschädlich. Dann pfiff Schiedsrichter Alain Bieri die Partie ab.

Der Unparteiische war nach Spielende Hauptgesprächsthema bei den Beteiligten und Zuschauern. FCB-Trainer Marcel Koller meinte: «Es war viel Hektik in diesem Match, ich glaube, der Schiedsrichter hat viel dazu beigetragen.» Dabei wurde seine Mannschaft weit weniger benachteiligt als jene von Antipode René Weiler. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand eine höchst umstrittene Szene in der 37. Minute: Shkelqim Demhasaj wurde im Mittelkreis angespielt, der Luzern-Stürmer legte sich den Ball vor, während Taulant Xhaka ihn als letzter Basler Feldspieler zurückriss. Demhasaj hätte allein auf das Basler Tor ziehen können. Doch statt der roten Karte für das Vereiteln einer klaren Torchance zeigte Bieri dem aggressiven FCB-Mittelfeldmann Xhaka nur den gelben Karton. Bieri erklärte später FCL-Captain Schneuwly seine Argumentation des Sachverhalts: Sinngemäss soll der Ref die Verwarnung statt dem Platzverweis mit der weiten Entfernung (50 Meter) von Demhasaj bis zum Tor begründet haben. Mit anderen Worten traute Bieri dem Luzerner nicht zu, allein mit dem Ball am Fuss bis vor Omlin und das Tor zu stürmen. Eine sehr umstrittene Begründung auf diesem Niveau des Profifussballs.

Allerdings fand Weiler zu Recht, dass seinem Team auch die Überzahl ab der 37. Minute den Sieg nicht garantiert hätte. Luzern war bereits in der 7. Minute durch das sechste Saisontor von Pascal Schürpf 1:0 in Front gegangen. Der gebürtige Basler hatte eine Flanke von Demhasaj ungedeckt volley eingenetzt.

Nach drei Heimniederlagen in Serie verpassten die Luzerner den Befreiungsschlag im eigenen Stadion nicht nur wegen Bieri, sondern auch wegen der mangelnden Chancenauswertung. Gegen einen Weitschuss von Marvin Schulz standen Omlins Fingerspitzen im Weg, die den Ball an den Pfosten (88.) lenkten. In der 91. Minute hätte Schneuwly mit dem 2:0 jedoch alles klar machen können, der offensive Mittelfeldspieler verzog seinen Schuss aus bester Position.

Die von FCB-Coach Koller angesprochene Hektik zeigte sich besonders nach dem Foul von Ricky van Wolfswinkel an Stefan Knezevic. Bevor der FCL-Verteidiger in der 26. Minute verletzt aus der Partie musste, knöpfte sich Christian Schwegler den Täter van Wolfswinkel vor – und auch Lucas Alves liess gegen diverse Basler seine Muskeln spielen.

Am Ende waren die Streitigkeiten kein grosses Thema mehr. Der FCL musste mit dem ersten Unentschieden der Saison leben, aber auch Basel geht’s nicht viel besser: Der Rückstand auf Leader YB ist eine Woche vor dem Direktduell auf 16 Punkte angewachsen.

Hohn und Pfiffe für den starken Omlin

Jonas Omlin (24) muss etwas dazwischen gekommen sein, dass er nicht mehr vor die wartende Journalistenschar zurückkehrte. Dabei hatte er versprochen, dass er Red und Antwort stehen würde nach seinem ersten Auftritt überhaupt gegen seinen Ausbildungsverein FC Luzern. Sportliche Gründe, den Termin zu schwänzen, gab es für den Sachsler keine. Omlin gehörte auch in seinem 13. Pflichtspiel für den FC Basel zu den herausragenden Akteuren. Kurz vor dem 1:1 der Gäste lenkte er einen harten Schuss von Marvin Schulz, mit dem er als Freund verbunden geblieben ist, an den Pfosten. Nach dem Basler Ausgleich hielt er den Punktgewinn mit einem Riesenreflex gegen den Kopfball von Christian Schneuwly fest. Es darf spekuliert werden, ob Omlin die Pfiffe und das höhnische Gelächter (nach seinem Abschlag ins Aus) der FCL-Ultras zusetzten. Der Obwaldner wollte wegen eben solcher Reaktionen, dass seine Eltern auf den Spielbesuch verzichteten. (dw)

Luzern - Basel 1:1 (1:0)

10'702 Zuschauer. - SR Bieri. - Tor: 7. Schürpf (Demhasaj) 1:0. 95. Cömert (Ajeti) 1:1.

Luzern: Zibung; Schwegler, Lucas, Knezevic (26. Cirkovic), Sidler; Voca (80. Custodio), Schulz; Schürpf, Schneuwly, Eleke; Demhasaj (80. Juric).

Basel: Omlin; Widmer, Cömert, Balanta, Riveros; Xhaka (69. Serey Die), Zuffi (82. Pululu); Van Wolfswinkel, Stocker, Okafor (73. Kalulu); Ajeti.

Bemerkungen: Luzern ohne Lustenberger, Ndenge, Grether, Kakabadse, Schmid und Salvi (alle verletzt). Basel ohne Frei (gesperrt), Bua, Campo, Suchy, Zambrano (alle verletzt). 87. Pfostenschuss Schulz. Verwarnungen: 26. Van Wolfswinkel (Foul). 26. Schwegler (Unsportlichkeit). 37. Xhaka (Foul). 51. Cömert (Foul). 58. Sidler (Foul). 58. Ajeti (Unsportlichkeit). 73. Balanta (Foul). 93. Schneuwly (Foul).

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