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FC LUZERN: Heimkehr eines Aggressivleaders

Christian Schwegler (32) kehrt im Sommer aus Salzburg zum FC Luzern zurück. Der rechte Verteidiger aus Ettiswil hat einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Er sagt, warum ihm der FCL wichtig ist und ob sein Bruder Pirmin bald auch zurückkehrt.
Christian Schwegler (links) im Einsatz für Red Bull Salzburg. (Bild: Krugfoto/Keystone (Salzburg, 25. Februar 2017))

Christian Schwegler (links) im Einsatz für Red Bull Salzburg. (Bild: Krugfoto/Keystone (Salzburg, 25. Februar 2017))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Schon im Herbst haben es die Spatzen von den Dächern gepfiffen: Christian Schwegler (32) kehrt zum FC Luzern zurück. Seit Montag ist nun offiziell, dass der gebürtige Ettiswiler zur neuen Saison hin wieder für seinen früheren Klub spielt. Einen Zweijahresvertrag hat der rechte Aussenverteidiger unterschrieben, mindestens bis zum 30. Juni 2019 spielt Schwegler in Luzern.

Beim FCL war er einst Junior, ehe er am 17. November 2001 zu seinem Debüt bei den Profis kam. Im St. Galler Espenmoos spielte Schwegler erstmals in der höchsten Klasse, «Nationalliga A lautete ihr Name damals noch», erinnert er sich an dieses persönlich sehr wichtige Ereignis. Für Christian Schwegler ist diese Premiere bis heute die stärkste Erinnerung an seine erste Zeit beim FCL. Er spielte 90 Minuten im rechten Mittelfeld. Die bekanntesten Mitspieler in jenem Team waren Patrick Foletti, André Wiederkehr, Giorgio Contini, Ronny Hodel und Thomas Wyss. Raimondo Ponte coachte an der Seitenlinie, der Brasilianer Gian schoss den FCL zum 1:1-Unentschieden.

«Ich lebe von meiner körperlichen Power»

Schwegler holte sich in der ersten von total 40 Partien für Luzern gleich eine Verwarnung. Er stand schon immer für höchsten Einsatz, ist quasi ein Agressivleader auf der Aussenseite. «Nicht, dass ich technisch nicht mithalten kann, aber ich lebe vor allem von meiner körperlichen Power», sagt der Luzerner aus dem Hinterland.

Auf die Saison 2005/06 hin wechselte Schwegler zu Arminia Bielefeld, wo er in der Oberliga Westfalen zum Einsatz kam. In der Winterpause derselben Saison kehrte er in die Schweiz zurück und spielte fortan beim BSC Young Boys, ehe er am 15. Juni 2009 im Champions-League-Qualifikationsspiel gegen Bohemians Dublin seinen Einstand bei Red Bull Salzburg gab. Acht Jahre später wird er dort seine erfolgreiche Zeit mit bis dato fünf Meistertiteln und vier Cupsiegen beenden.

Den Bullen aus Salzburg ist Schwegler dankbar für eine tolle Zeit. Im Juni zieht er mit seiner Ehefrau Jenny (28), Sohn Colin (3,5) und Tochter Malia (1,5) in die Innerschweiz zurück.

Beim FCL freut sich CEO Marcel Kälin über die Verstärkung aus der eigenen Region: «Es entspricht unserer neuen Vision 2021, ehemalige Spieler auf und neben dem Platz in unsere FCL-Familie zu integrieren.» Mit seiner internationalen Erfahrung und den vielen Erfolgen «bringt Christian unsere jungen Spieler weiter», ist Kälin überzeugt. Sportkoordinator Remo Gaugler schwärmt von Schwegler: «Ein toller Typ mit einer ausgesprochenen Siegermentalität, der auf und neben dem Platz immer ein Vorbild für Teamkollegen, Fans und Öffentlichkeit ist.»

Christian Schwegler kommt tatsächlich sympathisch und nahbar rüber. Für ihn schliesst sich ein Kreis, wenn er zum Klub zurückkehrt, bei dem er seine Karriere begonnen hat. «Ob in Bielefeld, bei YB oder in Salzburg habe ich immer als Erstes wissen wollen, welches Resultat der FCL gespielt hat.» Darum sei es stets sein Ziel gewesen, fit zu bleiben und die Laufbahn in Luzern abzuschliessen. «Ich will die neue sportliche Herausforderung annehmen und die jungen Spieler weiterbringen», verspricht Schwegler seine Qualitäten als Führungsspieler einzubringen.

Bruder Pirmin Schwegler hat sich noch nicht entschieden

Nachdem der Luzerner Hinterländer zu Beginn der laufenden Saison einen Innenbandanriss am Knie erlitten hatte, verpasste er zahlreiche Spiele. In der österreichischen Liga bestritt er bis jetzt lediglich fünf Partien. Nicht zuletzt wegen des bevorstehenden Wechsels heim in die Schweiz hat Schwegler seinen Stammplatz als Rechtsverteidiger an den österreichischen Neo-Nationalspieler Stefan Lainer (24) verloren. Mit weiteren Einsätzen rechnet Schwegler dennoch, um zum sechsten Titel mit Salzburg seinen Teil beizutragen.

Ob Bruder Pirmin Schwegler (30, Vertrag in Hoffenheim läuft aus) auch gleich zum FC Luzern zurückkommt, sei offen. «Der FCL sollte seine Chance ausloten, Pirmin hat sich noch nicht entschieden.» Der zentrale Mittelfeldspieler dürfte vorerst aber eher in der Bundesliga bleiben oder in die nordamerikanische MLS wechseln.

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