FC Luzern im freien Fall

Der erschreckend harmlos aufspielende FC Luzern verliert auch das dritte Meisterschaftsspiel in Folge. Gegen GC hält das Luzerner Abwehr-Bollwerk knapp bis in die zweite Hälfte hinein.

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Stephan Andrist kommt nach einem Zweikampf mit GCs Veroljub Salatic zu Fall. (Bild: Keystone)

Stephan Andrist kommt nach einem Zweikampf mit GCs Veroljub Salatic zu Fall. (Bild: Keystone)

Verkehrte Welt im Letzigrund: Vor einem Jahr führte Luzern die Rangliste der Super League an, GC war im neunten Rang klassiert. Nach zehn Runden der Saison 2012/13 sind die Grasshoppers erster Verfolger des Leaders. Und Luzern kämpft auch unter Ryszard Komornicki verzweifelt um den Anschluss an die Ränge im Mittelfeld. Zwischen den beiden Teams klafft nicht nur punktemässig (nunmehr 17 Zähler Differenz) ein grosser Unterschied.

Kaum Aufwand beim FCL

Die Grasshoppers betrieben massiv mehr Aufwand als der Gegner und wurden dafür gerechterweise auch entschädigt. Es dauerte aber bis zur 57. Minute, ehe Toko Bundebele das klar überlegene Heimteam in Führung brachte. Der defensive Mittelfeldspieler schloss eine Kombination über mehrere Stationen mit einem Flugkopfball ab. Eine Viertelstunde später nahm Michael Langs wunderbares Weitschuss-Tor Luzern den letzten Funken Hoffnung und verlief den Grasshoppers einen weiteren Schub Selbstvertrauen. Seit mittlerweile 540 Minuten ist die Mannschaft von Uli Forte ohne Gegentor. Torhüter Bürki kann am Montag beim Spitzenspiel gegen St Gallen gar den Allzeit-Rekord von David Zibung mit 617 Minuten aus dem Jahr 2008 übertreffen. GC darf den besten Lauf eines GC-Equipe seit dem Saisonstart 2002/03 geniessen.

Luzerns Sally Sarr (links) gegen GCs Toko. (Bild: Keystone)
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Luzerns Daniel Gygax (rechts) gegen Stéphane Grichting. (Bild: Keystone)
FCL-Trainer Ryszard Komornicki. (Bild: Keystone)
Luzerns Sally Sarr gegen GCs Toko. (Bild: Keystone)
GCs Stéphane Grichting setzt vor dem FCL-Tor zum Kopfball an. (Bild: Keystone)
Luzerns Stephan Andrist im Duell mit Veroljub Salatic. (Bild: Keystone)
Luzerns Florian Stahel (unten) gegen GCs Steven Zuber. (Bild: Keystone)
Finstere Miene: Ryszard Komornicki. (Bild: Keystone)
GCs Michael Lang zieht ab und erzielt unter den Augen von Stephan Andrist das 2:0. (Bild: Keystone)
Jubel nach Michael Langs 2:0 für GC. (Bild: Keystone)
GCs Toko jubelt nach seinem 1:0. (Bild: Keystone)
Jubel bei GC nach dem 1:0. (Bild: Keystone)
Schweigeminute vor dem Spiel für den verstorbenen GC-Präsidenten Sepp Outry. (Bild: Keystone)
Schweigeminute vor dem Spiel für den verstorbenen GC-Präsidenten Sepp Outry. (Bild: Keystone)
GC-Trainer Uli Forte. (Bild: Keystone)

Luzerns Sally Sarr (links) gegen GCs Toko. (Bild: Keystone)

Erste Schuss nach 49 Minuten

Die Luzerner Harmlosigkeit bewies die Tatsache, dass der FCL nach 49 Minuten zum ersten Abschlussversuch kam. Daniel Gygax' Schuss ging weit am Tor vorbei und war sinnbildlich für den misslungenen Auswärtsauftritt. Wettbewerbsübergreifend hat Luzern seit Komornickis Amtsantritt mit dem 2:0 in Genf alle fünf Partien verloren. In den Europa-League-Playoffs und im Schweizer Cup scheiterte Luzern auf ebenso klägliche wie ärgerliche Weise. Unter Komornicki sind im Vergleich mit der Entwicklung unter dessen Vorgänger Murat Yakin kaum Fortschritte zu erkennen. Ob erneuter Handlungsbedarf besteht, wird die Luzerner Führungscrew in den nächsten Tagen und Wochen zu eruieren haben. Bereits am Sonntag treffen die Luzerner auf den FC Thun (Swissporarena, 13.45 Uhr, live auf luzernerzeitung.ch).

Grasshoppers - Luzern 2:0 (0:0)

Letzigrund. - 5400 Zuschauer. - SR Wermelinger. - Tore: 57. Toko (Ben Khalifa) 1:0. 72. Lang (Ben Khalifa) 2:0.

Grasshoppers: Bürki; Lang, Vilotic, Grichting, Pavlovic; Salatic; Hajrovic (82. Feltscher), Toko (75. Paiva), Xhaka (82. Abrashi), Zuber; Ben Khalifa.

Luzern: Zibung; Sarr, Stahel, Puljic, Lustenberger; Wiss (61. Hyka), Muntwiler; Gygax (77. Thiesson), Hochstrasser, Andrist; Rangelov (58. Winter).

Bemerkungen: Grasshoppers ohne Adili, Coulibaly und Hossmann (alle verletzt), Luzern ohne Bento, Lezcano, Renggli, Ruiz und Sorgic (alle verletzt). 40. Kopfball von Vilotic an die Latte. Keine Verwarnungen.

si/rem

Einen ausführlichen Matchbericht und Stimmen zum Spiel lesen Sie am Freitag in der Neuen LZ und im E-Paper.