FC Luzern

Joker Yvan Alounga sorgt für Luzerner Jubel – verdienter FCL-Heimsieg gegen Sion

Der FC Luzern drückt die Gäste aus dem Wallis von Anfang an in die Defensive. Für die Belohnung und den 2:0-Sieg sorgt der eingewechselte Neuzugang Yvan Alounga.

Janick Wetterwald
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Matchbericht, Stimmen und die FCL-Noten

Kurzbericht

Der FC Luzern gibt in der ersten Halbzeit klar den Ton an. Filip Ugrinic, Louis Schaub und Co. kombinieren sich regelmässig durch die Sion-Verteidigung – es fehlt der krönende Abschluss. Die beste Chance vergibt Schaub nach einem super Pass von Ugrinic. Dieser hat selber auch eine gute Chance, doch sein Schuss wenige Meter vor dem Tor misslingt. Weil ihn Bamert regelwidrig stört? Nein, sagt Schiedsrichter Lionel Tschudi und auch der VAR greift nicht ein. Das 0:0 zur Pause ist für die Mannschaft nach der drückenden Überlegenheit zu wenig.

Der FCL, hier Louis Schaub, rennt im Heimspiel gegen Sion immer und immer wieder an.

Der FCL, hier Louis Schaub, rennt im Heimspiel gegen Sion immer und immer wieder an.

Bild: Martin Meienberger

Luzern hat auch in der zweiten Halbzeit mehr vom Spiel, aber Sion tritt taktisch verbessert auf. Der FCL versucht es darum auch vermehrt mit langen Bällen – ohne wirklichen Erfolg. Celestini bringt 20 Minute vor Schluss mit Ibrahima Ndiaye und und Yvan Alounga zwei frische Kräfte für die Offensive. Alounga sorgt nur Sekunden nach seiner Einwechslung mit seiner ersten Aktion für die FCL-Führung: Der 18-Jährige schiesst nach einem schönen Dribbling Sion-Verteidiger Jan Bamert an, der ins eigene Tor ablenkt.

Zehn Minuten vor Schluss legt der FCL-Youngster nach: Sorgic mit einem Geschoss aus kurzer Distanz, Alounga drückt den Abpraller über die Linie. Die Luzerner belohnen sich für ihre klare Überlegenheit und holen verdient den zweiten Saisonsieg. Der FC Sion enttäuscht nach der 1:4-Niederlage gegen Vaduz erneut.

Die Luzerner jubeln um den Joker Yvan Alounga (dritter von rechts).

Die Luzerner jubeln um den Joker Yvan Alounga (dritter von rechts).

Bild: Alexandra Wey / KEYSTONE

Die wichtigsten Szenen der Partie

Die FCL-Startelf gegen den FC Sion:

4. Minute: Schnelles, direktes Spiel der Luzerner über die rechte Angriffsseite. Varol Tasar kann in den Strafraum ziehen und spielt den Ball in die Mitte, wo ein Sion-Verteidiger klären kann.

9. Minute: Filip Ugrinic spielt Tasar frei, der versucht es mit einem Distanzschuss – einige Meter am Tor vorbei.

15. Minute: Tasar holt einen Eckball raus. Ho, Ho, Hopp Lozärn hallt es von der Tribüne aus den Kehlen der wenigen Fans – Balsam für die Fussball-Romantiker.

17. Minute: Stefan Knezevic will in der Verteidigung mit der Brust auf Mitspieler Alex Carbonell ablegen. Das misslingt und so kommt Gaëtan Karlen zur ersten Möglichkeit für Sion. Sein Schuss wird geblockt, Marius Müller im FCL-Tor muss nicht eingreifen.

21. Minute: Nach einer Flanke von Martin Frydek kommt plötzlich Ugrinic im Strafraum an den Ball und will schiessen, doch der Ball kullert dann langsam am Tor vorbei. Die Luzerner reklamieren, dass Ugrinic von Sion-Verteidiger Bamert am Fuss getroffen wurde, doch der Schiedsrichter pfeift kein Foul und der VAR greift nicht ein.

26. Minute: Louis Schaub vergibt die Führung! Nach einem genialen Pass von Ugrinic quer über das Feld steht die Luzerner Nummer 10 alleine vor Sion-Goalie Fickentscher. Der Österreicher schlenzt den Ball zu zentral auf das Tor.

32. Minute: Dejan Sorgic kann flanken und findet in der Mitte Ugrinic. Der Ball kommt allerdings etwas in den Rücken und so bringt Ugrinic den Ball nicht mit Druck auf das Tor.

34. Minute: Tasar lupft den Ball auf Marvin Schulz. Der Deutsche legt im Strafraum auf Schaub ab, dessen Schuss wird geblockt.

36. Minute: Sidler spielt scharf und flach in den Sion-Strafraum. Sorgic kommt knapp nicht an den Ball. Der folgende FCL-Corner bringt nichts ein.

+ Pause +

65. Minute: Gutes Durchspiel von Schaub und Carbonell. Der Österreicher will Frydek steil anspielen. Der Aussenverteidiger kommt knapp nicht an den Ball.

68. Minute: Schulz darf ein Freistoss aus grosser Distanz treten. Der Deutsche schlenzt das Leder nur knapp über das Lattenkreuz.

69. Minute: FCL-Trainer Fabio Celestini bringt zwei neue Offensivskräfte: Ibrahima Ndiaye und Yvan Alounga für Carbonell und Tasar.

69. Minute – Tor FCL: Der Youngster und Joker von Celestini sticht! Der 18-jährige Yvan Alounga dribbelt sich durch den Strafraum der Walliser und will den Ball in die Mitte spielen. Jan Bamert lenkt dort den Ball ins eigene Tor ab. Beim Torjubel hält Alounga das Trikot mit der Nummer 8 in die Höhe – es gehört dem erneut schwer verletzten Tsiy Ndenge.

81. Minute – Tor FCL: Sorgic kann den Ball vor dem Tor behaupten und aus kurzer Distanz schiessen. Den scharfen Schuss kann Sion-Goalie Fickentscher nur nach vorne abwehren. Dort steht Alounga bereit und staubt ab.

82. Minute: Anto Grgic lässt mit einem guten Distanzschuss den Puls von FCL-Keeper Marius Müller etwas höher schlagen. Der Deutsch muss aber nicht eingreifen – der Schuss zischt am Tor vorbei.

Telegramm

Luzern - Sion 2:0 (0:0)SR Tschudi

Tore: 70. Bamert (Eigentor) 1:0. 81. Alounga (Sorgic) 2:0.
Luzern: Müller; Sidler, Lucas, Knezevic, Frydek; Carbonell (69. Alounga), Schulz; Tasar (69. Ndiaye), Schaub (85. Schwegler), Ugrinic; Sorgic.
Sion: Fickentscher; Martic, Bamert (73. Ruiz), Ndoye, Iapichino; Tosetti (60. Khasa), Grgic, Araz; Clemenza (6. Serey Die); Itaitinga (73. Wakatsuki), Karlen (60. Uldrikis).
Bemerkungen: Luzern ohne Schürpf, Ndenge, Grether, Emini, Binous und Burch (alle verletzt). Sion ohne Hoarau, Luan, Kabashi und Andersson (alle verletzt). Clemenza verletzt ausgeschieden. Verwarnungen: 49. Carbonell (Foul), 64. Martic (Foul), 67. Bamert (Foul), 91. Araz (Foul).

Video-Zusammenfassung

Resultate und Tabelle

Lausanne schlägt Aufsteiger Vaduz im Heimspiel klar mit 3:0.

Servette gewinnt gegen Zürich dank einem Tor in der Schlussphase mit 2:1.

Ausblick

Am Sonntag um 16 Uhr folgt das nächste Heimspiel für den FC Luzern. Zu Gast in der Swissporarena sind die Young Boys aus Bern.