FC Luzern lädt zum Spitzenkampf

Wie im vergangenen Jahr grüsst der FC Luzern nach einem Viertel der Meisterschaft von der Tabellenspitze der Axpo Super League. Nun lädt das Team von Murat Yakin am Sonntag Sion zum Spitzenkampf.

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Hatte im Sittener Tourbillon zu Jubeln: FCL-Stürmer Adrian Winter. (Bild: Keystone)

Hatte im Sittener Tourbillon zu Jubeln: FCL-Stürmer Adrian Winter. (Bild: Keystone)

Die Bilanz des FC Luzern nach einem Viertel der Meisterschaft ist eindrücklich: sechs Siege, drei Unentschieden, 15:4 Torverhältnis und bereits vier Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Sion. Von der Euphorie und der gestiegenen Erwartungshaltung im Umfeld der Zentralschweizer lässt sich Trainer Murat Yakin aber nicht beeindrucken. Von einer Revidierung der Zielsetzung will er trotz des starken Saisonstarts nichts wissen. «Es geht gleich weiter wie bisher», so der 37-Jährige.

Beim2:0 am Donnerstag in Genf gegen Servette boten die Luzerner einmal mehr taktisch eine vorzügliche Leistung. Gegen Sion erwartet Yakin allerdings ein ganz anderes Spiel. «Wir dürfen nicht so viele stehende Bälle zulassen», so Yakin, «dort ist Sion sehr gefährlich.» Yakin schätzt Sion als eine spielerisch starke und sehr kompakte Mannschaft ein. Mit den Wallisern haben sich die Luzerner in der jüngsten Vergangenheit schwergetan. Der letzte Sieg liegt knapp zweieinhalb Jahre zurück, die vier Begegnungen in der letzten Saison gingen alle verloren. «Die Zeit ist reif, sie zu schlagen», sagte Hakan Yakin. Der Captain hatte in Genf mittels Penalty seinen ersten Saisontreffer erzielt und war später von seinem Bruder ausgewechselt worden - zum siebten Mal in neun Spielen.

Sion ist auf fremdem Terrain noch ohne Niederlage in der laufenden Saison. Für die grossen Schlagzeilen sorgen seit Wochen aber nicht die guten sportlichen Leistungen, sondern Präsident Christian Constantins juristischer Kampf gegen die verschiedenen Verbände. Vielleicht auch deswegen ist der Trainer für einmal kein Thema im Wallis. Laurent Roussey arbeitet trotz der Wirren im Umfeld erfolgreich. Gegen Luzern muss der Franzose einige Umstellungen vornehmen, da die beiden Verteidiger Vilmos Vanczak und Adailton gesperrt sind. Mit den Abwesenden will sich Roussey aber nicht beschäftigen. Er freut sich auf die Partie in der wohl ausverkauften swissporarena: «Das sind die Spiele, für die man als Profi lebt.»

si

Luzernerzeitung.ch berichtet am Sonntag ab 16 Uhr direkt vom Spitzenkampf.