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FC LUZERN: Markus Babbel zum Bernegger-Rauswurf: «So geht man nicht mit Menschen um»

FCL-Trainer Markus Babbel hat sich zur Trainerrochade bei Ligakonkurrent GC geäussert. Bei den Zürchern sind mit dem neuen Coach Murat Yakin und dem entlassenen Carlos Bernegger zwei von Babbels Luzerner Vorgängern involviert.
«Mit grossem Bedauern und Kopfschütteln habe ich von der Absetzung von Carlos Bernegger erfahren», sagt FCL-Trainer Markus Babbel. (Bild: Urs Flüeler / Keystone (Luzern, 20. Juli 2017))

«Mit grossem Bedauern und Kopfschütteln habe ich von der Absetzung von Carlos Bernegger erfahren», sagt FCL-Trainer Markus Babbel. (Bild: Urs Flüeler / Keystone (Luzern, 20. Juli 2017))

Markus Babbel ist bald drei Jahre beim FC Luzern engagiert, er ist der dienstälteste Trainer der Super League. Der Münchner sagt zum Trainerwechsel bei den Zürcher Grasshoppers, wo Murat Yakin für Carlos Bernegger übernimmt: «Mit grossem Bedauern und Kopfschütteln habe ich von der Absetzung von Carlos Bernegger erfahren. Das ist schade, sorry, so geht man nicht mit Menschen um.»

Sehr unglücklicher Zeitpunkt des Trainerwechsels

Der erfahrene Ex-Bundesliga-Coach Babbel weiss natürlich über die Härte des Geschäfts Bescheid. «Aber da steckt auch eine menschliche Seite dahinter, ohne jetzt genau die Details zu kennen.» Für ihn sei der Entscheid sehr fragwürdig, da GC erst im Sommer den Vertrag mit Bernegger verlängert hat. «Leute sprachen schon länger davon, dass Murat Yakin von Schaffhausen zu GC wechselt. Vom Zeitpunkt her finde ich den Wechsel sehr unglücklich.»

Rekordmeister GC hat nach fünf Runden vier Punkte und steht auf Platz 9, drei Zähler vor dem Tabellenletzten Lausanne, wo es am Samstag (19 Uhr) zum Direktduell kommt. Babbel: «Die Ergebnisse waren weder top noch katastrophal, sie waren ok.» Schon im Vornherein hätte man gewusst, dass der Umbruch etwas dauert. «Wir haben beim FC Luzern das Glück, dass es ein bisschen schneller ging», zeigt sich Babbel erleichtert.

Eitelkeiten und Respektlosigkeit

Über die zunehmend geschwächte Position der Trainer sagt der dienstälteste Coach der Liga in Bezug auf die Verantwortlichen: «Das sind reine Eitelkeiten, da ist kein Respekt vorhanden, jeder versucht seinen eigenen Arsch zu retten. In einem solchen Verein herrscht kein Miteinander, sondern ein Gegeneinander. Das ist eine traurige Entwicklung, aber nicht nur hier in der Schweiz, das stellt man mittlerweile leider überall fest, in sämtlichen Ligen.»

Für Carlos Bernegger, seinen direkten Vorgänger als FCL-Coach, bricht Babbel eine Lanze: «Man verlängert mit ihm, weil er einen super Job in der Rückrunde gemacht hat, und auf einmal ist er ein schlechter Trainer. Damit tue ich mich echt schwer.»

FCL empfängt am Sonntag Tabellenführer FC Zürich

Übrigens: Für den viertplatzierten FCL (acht Punkte aus fünf Spielen) geht die Meisterschaft am Sonntag um 16 Uhr mit dem Heimspiel gegen den Leader FC Zürich weiter. Die Zürcher sind der Aufsteiger aus der Challenge League und führen die Tabelle mit elf Punkten an. Mit einem Heimsieg könnten die Luzerner mit der Mannschaft von Uli Forte zählermässig gleichziehen.

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Elf Runden sind gespielt und noch kein Sieg auf dem Konto des FC Luzern. Der FCL reagiert und stellt wohl Cheftrainer Carlos Bernegger frei. (Bild: Philipp Schmidli)

Elf Runden sind gespielt und noch kein Sieg auf dem Konto des FC Luzern. Der FCL reagiert und stellt wohl Cheftrainer Carlos Bernegger frei. (Bild: Philipp Schmidli)

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