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FC LUZERN: Puljic entscheidet sich für FCL

Tomislav Puljic (33) ist seit sechs Jahren beim FCL. Der grosse Kroate will bleiben. Das hat er kundgetan, als er kürzlich ein verlockendes Angebot von St. Gallen ablehnte.
Daniel Wyrsch
Gregoire Defrel (links) von Sassuolo Calcio muss die Lufthoheit von Tomislav Puljic anerkennen. (Bild: EQ/Marc Schumacher)

Gregoire Defrel (links) von Sassuolo Calcio muss die Lufthoheit von Tomislav Puljic anerkennen. (Bild: EQ/Marc Schumacher)

Daniel Wyrsch

Tomislav Puljic wirkte am Freitagvormittag müde und enttäuscht. Das Europa-League-Qualifikationsspiel gegen US Sassuolo Calcio (1:1) vom Vorabend spürte er in den Knochen. Ausserdem war ihm einer der Italiener auf den Fuss getreten. «Doch diese leichte Blessur wird mich nicht davon abhalten, für den Match am Sonntag um 16 Uhr zu Hause gegen GC fit zu sein», versprach Puljic. Dem 33-jährigen Kroaten machte mehr zu schaffen, dass es gegen Sassuolo in der Swissporarena nicht zum Sieg im Hinspiel gereicht hat. «Markus Neumayr mache ich wegen des vergebenen Penaltys keinen Vorwurf. Er hat gut gespielt, und im Fussball ist ein Fehlschuss vom Punkt immer möglich.»

Puljic hadert dennoch mit zwei Negativ-Premieren. «Markus Neumayr hat erstmals beim FCL einen Penalty nicht verwertet, und Jahmir Hyka verursachte erstmals einen Penalty.» Tatsächlich, für den seit über fünf Jahren bei den Zentralschweizern spielenden Albaner Hyka war der Schubser gegen Marcello Gazzola das erste Penaltyfoul im Luzern-Dress. Hyka bekam eine Verwarnung, weil er gegen den Entscheid lautstark beim Schiedsrichter reklamiert hatte. Er musste später sogar ausgewechselt werden, da er nach weiteren Fouls gefährdet war, die gelb-rote Karte zu sehen.

Erstaunliche Penaltyserie gerissen

Zum Scheitern von Neumayr im Duell mit Sassuolo-Schlussmann Andrea Consigli gibt es bemerkenswerte Fakten: Der FCL hat in den letzten 13 Pflichtspielen nicht weniger als 9 Elfmeter zugesprochen erhalten. Acht Penaltys hintereinander verwerteten die Spieler von Trainer Markus Babbel souverän; die erfolgreichen Schützen waren Neumayr (3), Jakob Jantscher (4) und zuletzt beim 2:1-Sieg in Lugano Marco Schneuwly zum zwischenzeitlichen 2:0.

Trotz der gerissenen Penaltyserie und der für das Rückspiel am nächsten Donnerstag (20.30, live Tele 1) in Reggio nell’Emilia nicht gerade idealen Ausgangslage könnten sich einige FCL-Profis als Sieger fühlen. Wie 1:0-Schütze Marco Schneuwly. Tomislav Puljic gehört ebenfalls dazu. Er und der neue Portugiese Ricardo Costa (35) bildeten gegen Sassuolo eine sichere Innenabwehr. Puljic fällt an Costas Spiel auf, «wie einfach und schnörkellos Ricardo agiert». Sowohl in Lugano wie gegen Sassuolo habe sein Compagnon keinen Fehler gemacht. «Er geht zudem immer sehr konsequent in die Zweikämpfe.»

Costa und Puljic passen zusammen

Costa (1,83 Meter) und Puljic (1,92 Meter) sind ein Innenverteidigerpaar, das sich bis dato sehr gut ergänzt. «Ricardo ist hauptsächlich für die Arbeit am Boden zuständig, Tomi für jene im oberen Stockwerk», erklärt Sportkoordinator Remo Gaugler. Sehr zufrieden ist er mit Neuzugang Costa, «auf einem guten Weg, seine Bestleistung abzurufen, ist Tomislav Puljic». In Lugano waren ihm zu Beginn Fehler unterlaufen.

Wie schon der legendäre Manchester-United-Trainer Sir Alex Ferguson stets betont hat, ist das Fundament eines erfolgreichen Teams die Innenverteidigung. Statistisch hat Luzerns zentrale Abwehr nach zwei Pflichtpartien mit zwei Gegentoren aus Standards (je ein Freistoss und ein Penalty) und null aus dem Spiel heraus einen guten Job gemacht.

Puljic hatte während der Sommerpause eine attraktive Offerte vom FC St. Gallen erhalten. Die Ostschweizer boten ihm einen Zweijahreskontrakt mit Option. «Ich lehnte das Angebot ab, weil ich mich nach sechs Jahren beim FCL als Luzerner fühle, meine Frau, ich und die drei Kinder gerne hier leben.» Zudem laufe es dem Team sportlich gut, und untereinander stimme es.

«Ein wichtiges Zeichen war natürlich, dass mich Markus Babbel, Patrick Rahmen und Remo Gaugler behalten wollten», sagt Puljic. Die Konsequenz: Der FCL hat den bis Ende Saison laufenden Vertrag mit Puljic mit einer Option für ein weiteres Jahr aufgewertet.

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