FC LUZERN: Thomas Schönberger ist erster FCL-CEO

Der FC Luzern professionalisiert seine Strukturen weiter. Der neue CEO war bisher Finanzchef. Und bleibt es auch.

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Thomas Schönberger (48) wird dem FCL ab 1. Juni als erster Geschäftsführer vorstehen. (Archivbild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Thomas Schönberger (48) wird dem FCL ab 1. Juni als erster Geschäftsführer vorstehen. (Archivbild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Für Walter Stierli, den Verwaltungsrats­präsidenten der FC Luzern Innerschweiz AG, ist der Fall klar: «Es gibt mindestens zwei gewichtige Gründe, warum wir auf Führungsstufe Veränderungen vornehmen müssen. Erstens: Die Geschäftsleitung war zu sehr von einer Person abhängig, von mir, und meine zeitliche Belastung ist zuletzt enorm hoch gewesen, nicht zuletzt, weil ich mich an vielen Details aufgerieben habe. Und zweitens: Durch die Entwicklung in der Stadionfrage hat mein Arbeitspensum für den FCL derart zugenommen, dass wir unsere Organisationsformen anpassen, optimieren müssen. Das lässt sich nicht mehr im Ehrenamt bewältigen, das muss professionell geschehen.»

Erfolgreicher Finanzchef
Die Lösung lautet, wie in vielen anderen Unternehmungen auch, Chief Executive Officer oder kurz CEO und eingedeutscht die Bezeichnung für den alleinigen Geschäftsführer oder Vorstand eines Unternehmens. Und sie heisst Thomas Schönberger. Der 48-jährige studierte Betriebswirtschafter führt beim FCL seit rund fünf Jahren die Finanzabteilung und hat wesentlichen Anteil daran, dass sich die in den letzten Jahren oft angespannte und bisweilen sehr kritische Finanzlage beruhigt hat und die Lizenzerteilung für die Teilnahme am Spielbetrieb der Super League jüngst keine Zitterpartie mehr gewesen ist für den FC Luzern.

FCL hat mehr als 60 Angestellte
Für Schönberger ist die Berufung zum FCL-CEO, die er ab sofort in einem Teilpensum von rund 40 Prozent und ab 1. Juni, wenn er seine Mandate bei der in Sursee beheimateten Truvag alle abgeschlossen haben wird, in einem 100-Prozent-Pensum wahrnimmt, «eine Riesenherausforderung» und «ein faszinierender Job, bei dem ich Hobby und Beruf unter einen Hut bringen kann.» Und letztlich ist es die Konsequenz einer Entwicklung, zu der er beim FC Luzern massgeblich beigetragen hat und die er so umschreibt: «Der FCL ist ein Unternehmen mit mehr als 60 Angestellten geworden, das nicht mehr im Milizsystem zu führen ist. Es kann ja nicht sein, dass der Verwaltungsrat im operativen Geschäft fast ertrinkt und nicht, wie er das müsste, auf strategischer Ebene aktiv sein kann. Wir haben bereits eine festangestellte Marketingleiterin, einen festangestellten Sportchef, einen festangestellten Leiter Administration und jetzt haben wir, wie etwa die Young Boys, Basel oder St. Gallen, eben auch einen vollamtlichen CEO, der die operative Gesamtverantwortung trägt.»

Marco von Ah

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.