Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FC Luzern beendet Saison mit viel Moral

Der FC Luzern überzeugt auch im letzten Saisonmatch in Basel. Beim entthronten Serienmeister erringen die Innerschweizer ein 2:2. Passend gelingt der späte Ausgleich dem FCL-Basler Pascal Schürpf.
Daniel Wyrsch, Basel
Basler im FCL-Dress: Pascal Schürpf (Zweiter von rechts) erzielt den Ausgleich. | Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Basel, 19. Mai 2018)

Basler im FCL-Dress: Pascal Schürpf (Zweiter von rechts) erzielt den Ausgleich. | Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Basel, 19. Mai 2018)

FCL-Trainer Gerardo Seoane freute sich nach intensiven 93 Minuten beim FC Basel zu Recht über die Leistung seiner Mannschaft: «Wir haben Charakter gezeigt. Unsere Mentalität und unser Glaube haben dazu geführt, dass wir dieses Tor zum 2:2-Unentschieden am Schluss doch noch geschafft haben.» Der Coach wusste auch, bei wem er sich am meisten für den Punktgewinn beim entthronten Schweizer Meister zu bedanken hatte: bei Pascal Schürpf. Der beim FC Basel ausgebildete Angreifer köpfelte die Luzerner in der 85. Minute nach einem Corner von Filip Ugrinic zum Remis.

Darum schwärmte Seoane: «Es ist symptomatisch für die letzten Monate, dass es Pascal Schürpf gewesen ist, der dieses 2:2 erzielt hat.» Für den 28-jährigen Basler war diese Rückrunde die bislang erfolgreichste Zeit seiner Karriere. Er schloss die Saison mit seinem elften Saisontor ab, zehn davon schoss er in den 17 Partien unter Seoane. Dazu kommen 5 Assists – total kommt Schürpf auf 16 Skorerpunkte in 22 Einsätzen. Eine sehr effiziente Ausbeute. Mehr spielen konnte Schürpf nicht, weil er immer wieder durch muskuläre Probleme gestoppt wurde. Doch in seinem Heimatstadion biss sich der als Mentalitätsmonster bekannte Ur-FC-Basler gestern über die gesamte Spielzeit durch.

Luzern gelingt unter Seoane beste Halbsaison in Super League

Schürpf ist das kämpferische Vorbild für die anderen Luzerner. Er holt immer wieder alles aus seinen fussballerischen und körperlichen Möglichkeiten heraus. Seoane zog nach dem letzten Saisonspiel sichtlich stolz folgendes Fazit: «Das war ein schöner Abschluss für meine Mannschaft, die in der Rückrunde ein sehr positives Gesicht gezeigt hat.» In der «Seoane-Tabelle», in den 17 Partien, in denen der ehemalige U21-Trainer das Team geführt hat, holten die Luzerner 34 Punkte. Damit egalisierte Seoane den bisherigen FCL-Halbsaisonrekord aus der Rückrunde 2014/15 unter Markus Babbel und Assistent Roland Vrabec. Nur hatten die beiden Deutschen damals 18 Spiele gehabt, um auf eben diese 34 Zähler zu kommen. Mit anderen Worten hat Seoane noch erfolgreicher gearbeitet. In den 17 Runden unter dem Schweiz-Spanier belegte der FCL hinter Meister YB und vor Basel sogar Platz 2. In der effektiven Tabelle stehen die Innerschweizer auf Rang 3. Ob er mit einer solchen Platzierung vor Beginn seiner Mission gerechnet habe, wurde Seoane gefragt. Er antwortete, «dass ich Anfang Februar jeden für verrückt erklärt hätte, der mir gesagt hätte, wir würden Dritter».

Pascal Schürpf und Marvin Schulz (rechts) jubeln nach dem Tor zum 0:1. | Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Basel, 19. Mai 2018)
Luzerns Pascal Schürpf (rechts) im Duell mit Basels Michael Lang. | Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Basel, 19. Mai 2018)
Luzern Yannick Schmid (rechts) gegen Basel Mohamed Elyounoussi. | Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Basel, 19. Mai 2018)
Die Spieler des FC Luzern jubeln über das 1:0. | Bild: Georgios Kefalas / Keystone (Basel, 19. Mai 2018)
Luzerns Stefan Knezevic (links) im Kampf um den Ball gegen Basels Albian Ajeti. | Bild: Georgios Kefalas / Keystone (Basel, 19. Mai 2018)
Vor dem Match wird Basels Davide Calla verabschiedet. | Bild: Georgios Kefalas / Keystone (Basel, 19. Mai 2018)
Basels Konditionstrainer Marco Walker verabschiedet vor dem Spiel. | Bild: Georgios Kefalas / Keystone (Basel, 19. Mai 2018)
7 Bilder

FC Basel - FC Luzern 2:2

Weniger glücklich und zufrieden als Seoane sah am Samstag FCB-Coach Raphael Wicky aus. Er ärgerte sich, dass sein Team beide Gegentore bei Eckbällen kassierte. «So etwas ist uns die ganze Saison nicht passiert», stellte der Walliser fest. Die Luzerner waren in der 9. Minute durch den zweiten Saisontreffer von Marvin Schulz 1:0 in Führung gegangen, der deutsche Innenverteidiger brauchte einen Corner von Francisco Rodriguez beim zweiten Pfosten nur noch über die Linie zu drücken. Danach drehten die Basler auf. Eine präzise Flanke von Michael Lang netzte der später verletzt ausgeschiedene Mohamed Elyounoussi perfekt zum 1:1 (17.) ein. Der FCB dominierte in der Folge die Partie, hatte mehrere gute Chancen, die aber alle FCL-Goalie Jonas Omlin zunichtemachte. In der 82. Minute war der Obwaldner gegen den Hocheckschuss des neuen Super-League-Torschützenkönigs Albian Ajeti (17 Treffer) jedoch machtlos. Der Treffer zum 2:1 schien den Match zu Gunsten der Gastgeber entschieden zu haben. Doch wie erwähnt fand der nie nachlassende FCL, der immer wieder gefährlich konterte, einen Weg, sich zu belohnen.

Am Sonntag dürfen die FCL-Profis in die wohlverdienten Ferien. Am 13. Juni ist Trainingsstart für die neue Saison.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.