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FCL-Captain Pascal Schürpf: «Wir müssen wieder aktiver sein»

Für FCL-Captain Pascal Schürpf ist Christian Schneuwlys Abgang ein «grosser Verlust». Der Fokus gilt aber Espanyol (Donnerstag, 21.00, SRF 2).
Daniel Wyrsch
Schürpf-Schüsse: Das wollen die FCL-Fans am Donnerstagabend sehen. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus, Luzern, 28. Juli 2019)

Schürpf-Schüsse: Das wollen die FCL-Fans am Donnerstagabend sehen. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus, Luzern, 28. Juli 2019)

Der Saisonstart ist dem neuen Luzerner Captain Pascal Schürpf (30) nicht gelungen. Für einen wie ihn, der in den vergangenen beiden Saisons allein in der Meisterschaft insgesamt 20 Tore schoss und 14 Assists gab, sind null Skorerpunkte nach fünf Pflichtspielen und 368 Minuten Einsatzzeit eine Enttäuschung. Der Basler bestätigt: «Mir ist auch aufgefallen, dass ich weder ein Tor geschossen habe noch einen Pass zu einem solchen gegeben habe.»

Doch Schürpf ist ein Kämpfer, der nie aufgibt. So gibt er sich auch im Gespräch. Er wehrt sich für seine Leistungen: «Meine Spiele waren nicht grottenschlecht. Ich habe meinen Kollegen Bälle aufgelegt, daraus hat es halt keine Treffer gegeben.» Er bestätigt allerdings, dass er selber nicht in den Abschluss gekommen ist. Doch sei dies schwierig gewesen gegen Klaksvik von den Färöer-Inseln, welches nur verteidigt habe. Eine seiner Stärken sei zudem, die Bälle zu verlängern. Das hat Schürpf wie schon früher gut gemacht. Er bleibt positiv, sagt: «Ich mache mir keinen Kopf, habe immer mal wieder in meiner Karriere solche Phasen ohne Zählbares erlebt.» Um sogleich trotzig zu betonen: «Mein Anspruch ist dennoch, in jedem Match zu skoren. Darum kann und will ich mit dem Saisonbeginn nicht zufrieden sein.»

Die Bedeutung des Captainamts unterschätzt

Anfang Saison ist Pascal Schürpf beim FCL vom stellvertretenden zum ersten Captain aufgestiegen. Könnte womöglich die Binde am Arm schwerer wiegen als vorerst angenommen? Der linke Aussenangreifer meint, dass die neue Rolle eine Umstellung gewesen sei, er die Bedeutung des Amtes zuvor weniger hoch eingestuft habe. «Ich war ja noch nie Captain, doch je länger umso mehr passe ich mich dem Amt an, es wird besser.»

Schürpfs Vorgänger war Christian Schneuwly (31). Dieser hatte vor der laufenden Saison das Captainamt zur Verfügung gestellt. Schneuwly hatte dies bekanntgegeben, nachdem er am Dienstag der vergangenen Woche den FCL nach dreieinhalb Jahren Knall auf Fall verlassen, den Vertrag mit dem Verein aufgelöst hatte. Trainer Thomas Häberli und auch Pascal Schürpf hatten vor dem Saisonstart versichert, dass Schneuwly mit der Situation klarkomme. Dabei hatte der Freiburger nach seinem plötzlichen Abgang klargestellt, dass er nicht mehr Captain sein wollte, weil ihm vom Sportchef Remo Meyer weniger Spielzeit und keine Verlängerung des auslaufenden Vertrags in Aussicht gestellt wurde. Gerade torgefährliche Angreifer wie Schürpf hatten immer wieder von Schneuwlys Qualitäten profitiert: Der polyvalent einsetzbare Mittelfeldmann bereitete einen Drittel der Schürpf-Tore vor.

Was sagt er zum Abgang des Assist-Königs Schneuwly? «Ich finde es sehr schade, hat er uns verlassen. Im Fussball ist es immer schwer, mit Spielern persönliche Beziehungen aufzubauen.» Eine solche Beziehung habe sich früher in Vaduz zu Markus Neumayr und danach in Luzern zu Christian Schneuwly ergeben. Der aktuelle Captain sagt über seinen Vorgänger: «Für uns ist er vor allem auf dem Platz ein grosser Verlust.» Doch müsse man den Entscheid akzeptieren. Für Schneuwly hoffe er, dass er möglichst bald eine neue (Club-)Lösung finde. Bis jetzt hat der Familienvater keinen neuen Verein gefunden. Für den FCL hofft Schürpf, «dass wir schon bald einen Spieler mit ähnlich grossen Qualitäten, die Chrigu hat, finden».

Am Donnerstagabend müssen Schürpf und Kollegen parat sein für das Hinspiel der 3. Runde in der Qualifikation zur Europa League. Espanyol Barcelona ist ein harter Brocken. Anders als bei der 0:1-Niederlage bei Servette «müssen wir wieder aktiver agieren», betont Schürpf, «von Anfang an ins Spiel investieren. Lieber nach 70 Minuten platt sein, als nicht von Anfang an draufgehen.» Schürpf gibt sich und dem Team einen Ratschlag mit in die Begegnung: «Wir dürfen keine Angst haben. Die haben auch nur elf Männer auf dem Feld.»

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