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FCL duselt sich in Cup-Achtelfinal

Einem Eigentor von Servette-Verteidiger Rouiller sowie den Paraden von Goalie Zibung und den Toren von Eleke verdankt Luzern das Weiterkommen im Cup. Der FCL siegt 5:4 im Penaltyschiessen.
Daniel Wyrsch, Genf
Am Ende bedanken sich die FCL-Spieler bei Dave Zibung. (Bild: Salvatore Di Nolfi/Keystone (Genf, 15. September 2018))

Am Ende bedanken sich die FCL-Spieler bei Dave Zibung. (Bild: Salvatore Di Nolfi/Keystone (Genf, 15. September 2018))

Was war das für ein verrücktes Cupspiel in Genf? Selbst die 34-jährigen Luzern-Routiniers Christian Schwegler und David Zibung mussten sich nach den 120 Minuten und dem Penaltyschiessen kneifen. Für Torhüter Zibung war der 5:4-Sieg im Elfmeterschiessen nach vorherigem 3:3 (2:2) nach Verlängerung etwas ganz Besonderes. «Weil ich in meiner Karriere noch nie ein Penaltyschiessen gewonnen hatte», sagte er. Dabei lachte er diebisch. Weshalb, das verriet er sogleich: «Den jungen Mitspielern hatte ich unmittelbar vorher Mut zugesprochen, indem ich ihnen erklärte, dass ich auch schon als Sieger aus solchen Penaltydramen hervorgegangen sei.»

Der Luzerner Stefan Wolf trifft im Penaltyschiessen. (Bild Keystone/Salvatore Di Nolfi)
Während die Genfer ihren Mitspieler Alexis Antunes trösten, der seinen Penalty nicht verwerten konnte, feiern die Luzerner mit den mitgereisten Fans. (Bild: Keystone/Salvatore Di Nolfi)
Blessing Eleke feiert den Sieg mit den Fans. (Bild: Keystone/Salvatore Di Nolfi)
Blessing Eleke (10), feiert sein Goal mit Valeriane Gvilia, links, Otar Kakabadze, Zweiter von rechts, und Ruben Vargas, rechts. (Bild Keystone/Salvatore Di Nolfi)
Am Ende haben die Luzerner Spieler gut lachen. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Blessing Eleke in action. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Zweikampf zwischen Luzerns Blessing Eleke und dem Genfer Steve Rouiller. (Bild Keystone/Salvatore Di Nolfi)
Servetteien Yoan Severin kämpft mit Luzerns Christian Schneuwly um den Ball. (Bild Keystone/Salvatore Di Nolfi)
Die Coaches unter sich: Luzerns Trainer Rene Weiler und Trainer Alain Geiger von Servette im Gespräch. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
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CUP: Der FCL besiegt Servette in dramatischem Spiel

Zibungs List hat bestimmt nicht geschadet. Ruben Vargas (20), Idriz Voca (21) und ganz zum Schluss Stefan Wolf (19) schossen die Elfer mit Überzeugung. Vor allem der in der Verlängerung als vierter FCL-Spieler eingewechselte Wolf wurde für seinen Mut in den höchsten Tönen gelobt. Zibung, Schwegler und auch Trainer René Weiler gratulierten dem jungen Morschacher für den Treffer zum 5:4. Nach Wolf kam als sechster Servette-Schütze Alexis Antunes zum Punkt. Er schoss den Ball übers Tor, damit schaffte der FCL in extremis den Einzug in den Cup-Achtelfinal.

Schlimmstes Cup-Aus seit 2012 in Delémont verhindert

Er duselte sich in die nächste Runde und verhinderte die grösste Luzerner Cup-Blamage seit dem 16. September 2012, als die Innerschweizer gegen die Amateure von Delémont (1. Liga Promotion) im Elfmeterschiessen ausgeschieden waren. Seither war frühestens in den Viertelfinals Endstation. FCL-Trainer Weiler beantwortete hinterher eine kritische Frage rhetorisch: «Dass wir mit einem blauen Auge weitergekommen sind, weiss ich nicht. Was im Cup zählt, ist einzig und allein, die nächste Runde zu erreichen.» Der frühere Servette-Profi Weiler machte seinem Ex-Klub ein Kompliment für die starke Challenge-League-Mannschaft. «Servette war ein schwieriges Los, da hätten sicher auch andere Super-League-Teams Mühe gehabt.» Und er bestätigte schliesslich, dass der Erfolg nicht ohne Dusel möglich gewesen wäre. «Wer im Penaltyschiessen weiterkommt, benötigt Glück.»

Fortune hatte der FCL bereits in der 68. Minute gehabt. Christian Schneuwly spielte im Strafraum einen Flachpass, Steve Rouiller rutschte beim Abwehrversuch der Ball über den Rist – und von dort in hohem Bogen über den eigenen Torwart Jeremy Frick zum 2:2 ins Tor. Dank dieses Slapstick-Eigentores schaffte es Luzern überhaupt in die Verlängerung.

Ausgerechnet FCL-Leihprofi Follonier scheitert an Zibung

Doch Goalie Zibung musste ebenfalls zwei Riesenparaden auspacken, um Sekunden nach dem Ausgleich einen Kopfball von Altmeister Alexandre Alphonse (Ex-FCZ) zu parieren und in der Nachspielzeit (91.) einen Freistoss von Luzern-Leihspieler Daniel Follonier über die Latte zu lenken.

Im Elfmeterschiessen begegneten sich Zibung und der 24-jährige Walliser wieder. Erneut gewann der langjährige FCL-Torhüter, der in dieser Saison bisher nur im Cup anstelle von Mirko Salvi zwischen den Pfosten gestanden ist, das Duell. Somit konnte Zibung den Fehlschuss des ersten Luzerner Schützen ­Simon Grether ausgleichen.

Fahnenschwinger aus Nigeria: Blessing Eleke, zweifacher Torschütze gegen Servette. (Bild: Salvatore Di Nolfi/Keystone (Genf, 15. September 2018))

Fahnenschwinger aus Nigeria: Blessing Eleke, zweifacher Torschütze gegen Servette. (Bild: Salvatore Di Nolfi/Keystone (Genf, 15. September 2018))

Der andere Matchwinner für Weilers Team vor nur 2400 Zuschauern im Stade de Genève war Blessing Eleke. Der 22-jährige Nigerianer erzielte mit einem Kopfball das 1:1 (24.), und er traf in der 102. Minute zum vermeintlichen 3:2-Siegtreffer. Antunes jedoch machte drei Minuten vor dem Ende der Verlängerung (117.) mit dem 3:3 das Penaltyschiessen nötig. Doppelt brutal für ihn, dass er am Schluss der an den eigenen Nerven scheiternde letzte Elferschütze war. Trotzdem durfte der eingewechselte Flügelspieler neben den anderen Servette-Torschützen Mychell Chagas und Sébastien Wüthrich sowie dem zweifachen Assistgeber Miroslav Stevanovic stolz über die eigene Leistung sein. So richtig feiern konnten aber nur die Luzerner, denn sie bleiben im Wettbewerb.

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