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FCL fällt unter René Weiler erstmals tief

Enttäuschend uninspiriert und konzeptlos tritt der FC Luzern gegen den bisherigen Tabellenletzten FC Sion vor 13'626 Zuschauern in der Swisspor-Arena auf. Mit der 1:3-Niederlage ist Luzern noch gut bedient.
Daniel Wyrsch
Kann sich nicht durchsetzen: der Luzerner Christian Schneuwly (links) gegen Sions Xavier Kouassi. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 30. September 2018))

Kann sich nicht durchsetzen: der Luzerner Christian Schneuwly (links) gegen Sions Xavier Kouassi. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 30. September 2018))

Schwere Zeiten für den FC Luzern. Die 1:3-Heimniederlage gegen das bisherige Schlusslicht FC Sion ist zum Ende einer englischen Woche die dritte Pleite in Folge. Die Innerschweizer haben dabei nach den bereits unbefriedigenden Auftritten in Basel (1:2) und beim FC Zürich (0:1) noch einen draufgesetzt. Trainer René Weiler sagte nach der blutleeren und spielerisch konzeptlosen Darbietung gegen Sion zur Gesamtlage: «Unser Situation ist herausfordernd. Das gibt es im Fussball.» Er versprach: «Es werden wieder andere Zeiten kommen.»

Allerdings müssen bei den FCL-Verantwortlichen nach der gestrigen Leistung die Alarmglocken läuten. Kaum einer der Spieler hat seine Normalform erreicht, von Harmonie im Zusammenspiel war nichts zu sehen, kämpferisch ist nicht mancher Profi positiv aufgefallen. Die Solidarität, die im Frühling unter Ex-Coach Gerardo Seoane noch den Geist des Teams beherrschte, scheint wie weggeblasen zu sein. Obwohl mit Mittelfeldspieler Hekuran Kryeziu und Torhüter Jonas Omlin im Sommer zwei Leistungsträger den Verein verliessen, ist ein derartiger Leistungsabfall innert dreier Monate unerwartet gekommen.

Yakin hat gegen überforderte Luzerner das Rezept gefunden

Luzern hat zum Abschluss des ersten Saisonviertels in neun Runden bereits die sechste Niederlage bezogen. Das ist die doppelte Anzahl verlorener Spiele (3) wie unter Seoane in 17 Runden.

Gestern stand dem FCL mit Sion ein sehr zielstrebiger Gegner gegenüber. Die Walliser waren selber in massive Schieflage geraten, hatten zuletzt fünf Mal hintereinander verloren. Auch Murat Yakin unterlag gleich in den ersten beiden Partien. Doch gestern fand er die richtige Aufstellung und Taktik, um überforderte Luzerner vor 13626 Zuschauern – darunter 5000 Junioren und deren Trainer aus allen 89 Innerschweizer Fussballklubs – in enorme Schwierigkeiten zu bringen. Mit einem 4-3-3-System liess der Ex-FCL-Coach angreifen und, wenn Luzern im Ballbesitz war, hoch pressen. Weilers Team konnte sich in den ersten 20 Minuten kaum aus der Umklammerung lösen, erst nach 23 Minuten kam der FCL zum ersten Corner, zu diesem Zeitpunkt hatte Sion schon deren sechs getreten. Der fünfte Eckball in der 14. Minute brachte den Wallisern die 1:0-Führung. Goalie Mirko Salvi unterlief den Cornerball von Bastien Toma, Moussa Djitté köpfelte unbedrängt ins Netz. «Auf dem schwer bespielbaren Terrain spielte uns der frühe Vorsprung in die Karten», meinte Yakin später. Dies war übrigens die letzte Partie auf dem alten Geläuf, ab heute ist der FCL an der Arbeit, damit am 20. Oktober beim nächsten Heimspiel gegen Thun ein spielfreundlicher Rasen im Stadion liegt.

Freude am Spiel bewies gestern nur der Gast: In der 54. Minute musste Toma nach einer gelungenen Kombination mit Ermir Lenjani den Ball nur noch zum 2:0 über die Torlinie drücken. Luzerns Defensive sah dabei erneut schlecht aus.

Hoffnung kam kurzzeitig in der 62. Minute auf, als Filip Ugrinic eine Vorlage von Christian Schneuwly mit einem platzieren Schuss zum 1:2-Anschlusstreffer abschloss. Doch Sion schoss mit dem nächsten Angriff knapp 100 Sekunden später bereits das entscheidende 3:1-Siegtor. Schütze Yassin Fortune durchschnitt mit seinem Antritt die FCL-Abwehr, als ob sie aus Butter bestehen würde.

Bei Schlussmann Salvi konnten sich die Innerschweizer Mitspieler bedanken, dass die Walliser ihren ersten Sieg unter Yakin nicht mit einem noch höheren Skore krönten. Der FCL ist in dieser englischen Woche erstmals tief gefallen unter Weiler. Der 45-jährige Winterthurer sagte, angesprochen auf die drei Niederlagen innert acht Tagen: «Das ist unglücklich für uns gelaufen, die Ausbeute ist schlecht.» Sein Team versagte allerdings nicht nur im Abschluss, der Spielaufbau ist zu ungenau, vieles entspringt dem Zufall – und hinten lädt Luzern die Gegner mit Offenheit ein. Der nächste Gegner ist nächsten Samstag Leader YB in Bern.

Luzern - Sion 1:3 (0:1)
13'626 Zuschauer. - SR Tschudi. - Tore: 14. Djitté (Toma) 0:1. 54. Toma (Lenjani) 0:2. 62. Ugrinic (Schneuwly) 1:2. 64. Fortune (Toma) 1:3.
Luzern: Salvi; Kakabadse (80. Demhasaj), Knezevic (73. Juric), Schulz, Grether; Gwilja, Voca; Schneuwly, Ugrinic, Schürpf (60. Vargas); Eleke.
Sion: Fickentscher; Ndoye, Neitzke, Raphael; Maçeiras, Kouassi, Toma, Lenjani; Fortune (71. Kasami), Itaitinga (65. Adryan), Djitté (87. Song).
Bemerkungen: Luzern ohne Cirkovic, Lustenberger, Rodriguez, Ndenge (alle verletzt), Schmid, Sidler und Feka (alle nicht im Aufgebot). Sion ohne Mitrjuschkin, Carlitos, Kukeli, Abdellaoui, Grgic, Acquafresca, Angha, Zock (alle verletzt), Philippe, Baltazar und Nasser (alle nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 45. Toma (Foul), 53. Djitté (Foul), 87. Raphael (Foul).

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