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FCL-Gala bei Häberli-Heimpremiere: Die Luzerner werfen Meister YB mit 4:0 aus dem Cup

Luzern ist bei der Heimpremiere von Trainer Thomas Häberli nicht wiederzuerkennen: Gleich mit 4:0 eliminiert der FCL im Cup-Viertelfinal das Topteam YB. Doppeltorschütze Pascal Schürpf sagt, warum.
Daniel Wyrsch
Pascal Schürpf und Ruben Vargas (rechts) feiern das 2:0. Zwei weitere Tore sollten noch folgen. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, Luzern, 6. März 2019)

Pascal Schürpf und Ruben Vargas (rechts) feiern das 2:0. Zwei weitere Tore sollten noch folgen. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, Luzern, 6. März 2019)

Überschwängliche Freude bei den Spielern und den Fans des FC Luzern am Aschermittwoch! Die Innerschweizer besiegten den Tabellenleader der Super League, die Young Boys, im Cup-Viertelfinal mit 4:0. Enthusiastisch feierten die Anhänger ihre Mannschaft, das war einer der grössten FCL-Siege der letzten Jahre. Denn YB ist nicht irgendwer, sondern der amtierende Meister, der die Liga 13 Runden vor Schluss fast uneinholbar mit 19 Punkten Vorsprung vor dem zweitplatzierten FC Basel anführt.

Zudem haben die Berner unter Ex-FCL-Coach Gerardo Seoane noch nie so hoch verloren. Zuletzt kassierte YB eine derart hohe Niederlage am 9. August 2017 gegen Thun (ebenfalls 0:4), damals noch mit dem nachmaligen Meistertrainer Adi Hütter (jetzt Eintracht Frankfurt).

Luzern hat Seoanes Young Boys nun schon zweimal bezwungen

Die Luzerner dürfen sich nach dem grossartigen Auftritt auf die Fahne schreiben, dass sie dieses sonst so überragende YB bereits zum zweiten Mal bezwungen haben. Sie sind gar der einzige nationale YB-Bezwinger in dieser Saison, nachdem ihnen das Kunststück Anfang Oktober bereits in der Meisterschaft mit einem 3:2 in Bern gelungen war.

Die FCL-Noten im Spiel gegen YB:

David Zibung, Torhüter, 5,5 Der zuletzt in die Kritik geratene Routinier bewahrt sein Team nach 31 Sekunden gegen Sow vor dem 0:1. Er spielt auch sonst tadellos. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 6. März 2019)David Zibung, Torhüter, 5,5
Der zuletzt in die Kritik geratene Routinier bewahrt sein Team nach 31 Sekunden gegen Sow vor dem 0:1. Er spielt auch sonst tadellos. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 6. März 2019)
Christian Schwegler, rechter Verteidiger, 5 Er ist gegen seinen Ex-Verein auf den Punkt bereit, lässt seinem Gegenspieler Ngamaleu kaum Raum, greift sehr aggressiv ein. (Bild: Claudio de Capitani/freshfocus, Luzern, 6. März 2019)Christian Schwegler, rechter Verteidiger, 5
Er ist gegen seinen Ex-Verein auf den Punkt bereit, lässt seinem Gegenspieler Ngamaleu kaum Raum, greift sehr aggressiv ein. (Bild: Claudio de Capitani/freshfocus, Luzern, 6. März 2019)
Lucas Alves (mitte), Innenverteidiger, 5 Erfüllt seine Aufgabe in der Abwehr, zeigt sich aber auch im Angriff mutig. In der 8. Minute foult in Mbabu im Strafraum penaltyreif. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 6. März 2019)Lucas Alves (mitte), Innenverteidiger, 5
Erfüllt seine Aufgabe in der Abwehr, zeigt sich aber auch im Angriff mutig. In der 8. Minute foult in Mbabu im Strafraum penaltyreif. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 6. März 2019)
Lazar Cirkovic, Innenverteidiger, 5 Agiert deutlich verbessert im Vergleich zu den letzten Partien. Stark sein Tackling gegen den einschussbereiten Nsame (41.) (Bild: Claudio de Capitani/freshfocus, Luzern, 6. März 2019)Lazar Cirkovic, Innenverteidiger, 5
Agiert deutlich verbessert im Vergleich zu den letzten Partien. Stark sein Tackling gegen den einschussbereiten Nsame (41.) (Bild: Claudio de Capitani/freshfocus, Luzern, 6. März 2019)
Silvan Sidler (rechts), linker Verteidiger, 5 Der U21-Nationalspieler lässt YB-Aussenangreifer Fassnacht nicht zur Geltung kommen, spielt und kämpft sehr diszipliniert. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 6. März 2019)Silvan Sidler (rechts), linker Verteidiger, 5
Der U21-Nationalspieler lässt YB-Aussenangreifer Fassnacht nicht zur Geltung kommen, spielt und kämpft sehr diszipliniert. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 6. März 2019)
Christian Schneuwly, rechtes Mittelfeld, 5,5 Der Captain ist glänzender Vorbereiter für Schürpfs 2:0 und trifft selbst per Freistoss zum 3:0. Er spielt unter Häberli wie befreit auf. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 6. März 2019)Christian Schneuwly, rechtes Mittelfeld, 5,5
Der Captain ist glänzender Vorbereiter für Schürpfs 2:0 und trifft selbst per Freistoss zum 3:0. Er spielt unter Häberli wie befreit auf. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 6. März 2019)
Idriz Voca, zentrales Mittelfeld, 5,5 Er hält in der ersten Halbzeit das Team mit einer starken Leistung zusammen, bereitet das 1:0 von Schürpf mit einem Steilpass vor. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 6. März 2019)Idriz Voca, zentrales Mittelfeld, 5,5
Er hält in der ersten Halbzeit das Team mit einer starken Leistung zusammen, bereitet das 1:0 von Schürpf mit einem Steilpass vor. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 6. März 2019)
Marvin Schulz (rechts), zentrales Mittelfeld, 5 Der Mann rackert im Mittelfeld für zwei, spielt einfach und zweckmässig. Der Deutsche performt erneut auf einem guten Niveau. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 6. März 2019)Marvin Schulz (rechts), zentrales Mittelfeld, 5
Der Mann rackert im Mittelfeld für zwei, spielt einfach und zweckmässig. Der Deutsche performt erneut auf einem guten Niveau. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 6. März 2019)
Pascal Schürpf, linkes Mittelfeld, 6 Grosser Auftritt des Baslers: Er schiesst Luzern mit einem Doppelpack (5./62.) 2:0 in Front. Die Fans feiern ihn mit seinem Lied. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 6. März 2019)Pascal Schürpf, linkes Mittelfeld, 6
Grosser Auftritt des Baslers: Er schiesst Luzern mit einem Doppelpack (5./62.) 2:0 in Front. Die Fans feiern ihn mit seinem Lied. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 6. März 2019)
Ruben Vargas (links), rechter Stürmer, 5,5 Ist agil und findet nach der Pause mehr Raum für seine Schnelligkeit. Beim Traumtor zum 4:0 schaut er zuerst, bevor er mit dem Innenrist ins Lattenkreuz trifft. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 6. März 2019)Ruben Vargas (links), rechter Stürmer, 5,5
Ist agil und findet nach der Pause mehr Raum für seine Schnelligkeit. Beim Traumtor zum 4:0 schaut er zuerst, bevor er mit dem Innenrist ins Lattenkreuz trifft. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 6. März 2019)
Blessing Eleke, linker Stürmer, 5 Setzt sich mit seinem robusten Körper immer wieder gut durch, kommt gefährlich vors Tor, lässt im Abschluss und beim letzten Pass die Präzision vermissen. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler, Luzern, 6. März 2019)Blessing Eleke, linker Stürmer, 5
Setzt sich mit seinem robusten Körper immer wieder gut durch, kommt gefährlich vors Tor, lässt im Abschluss und beim letzten Pass die Präzision vermissen. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler, Luzern, 6. März 2019)
Nicht bewertbar: Tsiy William Ndenge, Shkelqim Demhasaj und Olivier Custodio. Benotung: 6 Matchwinner 5 Leistungsträger 4 Normalform 3 Mitläufer 2 Schwachpunkt(Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, )Nicht bewertbar: Tsiy William Ndenge, Shkelqim Demhasaj und Olivier Custodio.
Benotung: 6 Matchwinner 5 Leistungsträger 4 Normalform 3 Mitläufer 2 Schwachpunkt
(Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, )
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Die FCL-Noten im Spiel gegen die Young Boys

Zu diesem Zeitpunkt war René Weiler noch FCL-Trainer. Er war es auch, der das Team in den Cup-Viertelfinal geführt hatte. Doch vor zweieinhalb Wochen kam das überraschend frühe Aus für Weiler nach der 12. Niederlage im 21. Ligaspiel. Sein Nachfolger Thomas Häberli ist offensichtlich bereit gewesen für den Job. Nach vier Punkten aus den beiden Ligapartien in Zürich gegen den FCZ (1:1) und GC (3:1) legte seine Mannschaft bei seinem Heimdébut los wie die Feuerwehr. Allerdings muss für die chronologische Richtigkeit festgestellt werden, dass YB die erste Chance der Partie hatte: Nach 31 Sekunden parierte Torhüter David Zibung den Abschluss des frei vor ihm auftauchenden Djibril Sow. «Das war ein Big Save von Dave», bedankte sich Häberli nach dem Match beim Keeper. Dieser konnte schliesslich seinen Kasten gegen ein YB rein halten, welches zuvor 63 nationale Pflichtspiele hintereinander immer mindestens ein Tor erzielt hatte. Zibung wusste, dass er gegen das Schweizer Topteam nur dichthalten konnte, weil das ganze Team dafür geschuftet hatte. «Das war ein hartes Stück Arbeit. Alle haben ihre Aufgaben erfüllt – und vorne waren wir brutal effizient.»

Angefangen bei Pascal Schürpf, der in der 5. Minute das 1:0 erzielte und in der 62. Minute mit einem Volleyschuss auf 2:0 erhöhte. Captain Christian Schneuwly traf per Freistoss zum 3:0 (69.) und Youngster Ruben Vargas setzte der Galadarbietung mit seinem Schlenzer ins Lattenkreuz zum 4:0-Endstand (75.) das Sahnehäubchen obendrauf.

Bedient war Seoane, der im 35. Pflichtspiel mit YB erst die sechste Niederlage bezog (vier in der Champions League, zwei gegen Luzern). «Ich muss eingestehen, dass Luzern verdient gewonnen hat, wir waren nicht auf den Punkt bereit, die Leistung zu bringen.» Häberli fand, dass Schürpfs 2:0 vorentscheidend war: «Nach diesem Tor haben meine Spieler unglaublich gespielt.»

Matchwinner Schürpf verriet das Erfolgsgeheimnis: «Der Trainer war überzeugt gewesen, dass wir gewinnen. Das hat uns enorme Energie gegeben.»

Luzern empfängt entweder am 24. oder 25. April Thun zum Cup-Halbfinal.

FCL-YB: Die Highlights im Video

Luzern – Young Boys 4:0 (1:0)

8110 Zuschauer. – SR Schärer.

Tore: 5. Schürpf (Voca) 1:0. 62. Schürpf (Schneuwly) 2:0. 69. Schneuwly 3:0. 75. Vargas 4:0.

Luzern: Zibung; Schwegler, Cirkovic, Alves, Sidler; Christian Schneuwly, Voca, Schulz, Schürpf (73. Ndenge); Vargas (85. Custodio), Eleke (79. Demhasaj).

Young Boys: Von Ballmoos; Mbabu (73. Schick), Wüthrich, Lauper, Benito; Fassnacht (73. Camara), Aebischer, Sow, Moumi (78. Garcia); Nsame, Assalé.

Bemerkungen: Luzern ohne Knezevic, Schmid, Kakabadse, Juric (alle verletzt). Young Boys ohne Von Bergen (gesperrt) Lotomba, Sulejmani, Hoarau (alle verletzt). Verwarnungen: 10. Schürpf (Foul). 32. Schulz (Foul). 45. Schwegler (Foul). 81. Alves (Unsportliches Verhalten).

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