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Am Schluss ist der Punkt ein Erfolg – FC Luzern mit Remis im Cornaredo

Der FC Luzern dominiert in Lugano die erste Halbzeit, doch danach geht fast nichts mehr – und es bleibt beim 1:1.
Daniel Wyrsch
Ein Kampf auf Biegen und Brechen: Ein enges Spiel zwischen dem FC Lugano und dem FC Luzern geht im Cornaredo mit 1:1 zu Ende. Hier zerrt Luganos Custodio am Dress des Luzerner Francesco Margiotta. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Lugano, 22. September 2019)Ein Kampf auf Biegen und Brechen: Ein enges Spiel zwischen dem FC Lugano und dem FC Luzern geht im Cornaredo mit 1:1 zu Ende. Hier zerrt Luganos Custodio am Dress des Luzerner Francesco Margiotta. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Lugano, 22. September 2019)
Die Luzerner starteten zwar besser, gingen aber dennoch früh in Rückstand. Bereits nach vier Minuten jubeln die Luganesi über ihre Führung. (Bild: Marusca Rezzonico/freshfocus, Lugano, 22. September 2019)Die Luzerner starteten zwar besser, gingen aber dennoch früh in Rückstand. Bereits nach vier Minuten jubeln die Luganesi über ihre Führung. (Bild: Marusca Rezzonico/freshfocus, Lugano, 22. September 2019)
Hier trifft Carlinhos zum 1:0. (Bild: Marusca Rezzonico/freshfocus, Lugano, 22. September 2019)Hier trifft Carlinhos zum 1:0. (Bild: Marusca Rezzonico/freshfocus, Lugano, 22. September 2019)
Lugano-Trainer Fabio Celestini konnte mit dem Start seines Teams zufrieden sein. Allerdings wurde der Gast aus Luzern schon bald stärker. (Bild: Marusca Rezzonico/freshfocus, Lugano, 22. September 2019)Lugano-Trainer Fabio Celestini konnte mit dem Start seines Teams zufrieden sein. Allerdings wurde der Gast aus Luzern schon bald stärker. (Bild: Marusca Rezzonico/freshfocus, Lugano, 22. September 2019)
In der 28. Minute wurden die Luzerner Mühen dann belohnt: Francesco Margiotta (ganz rechts) trifft zum 1:1. Seine Teamkollegen Pascal Schürpf, Idriz Voca, Marvin Schulz, Ibrahima Ndiaye und Stefan Knezevic (von links) jubeln mit. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Lugano, 22. September 2019)In der 28. Minute wurden die Luzerner Mühen dann belohnt: Francesco Margiotta (ganz rechts) trifft zum 1:1. Seine Teamkollegen Pascal Schürpf, Idriz Voca, Marvin Schulz, Ibrahima Ndiaye und Stefan Knezevic (von links) jubeln mit. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Lugano, 22. September 2019)
Thomas Häberli mit einer Jubelpose nach dem Ausgleichstreffer. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Lugano, 22. September 2019)Thomas Häberli mit einer Jubelpose nach dem Ausgleichstreffer. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Lugano, 22. September 2019)
Das Spiel bleibt aber weiterhin umkämpft. Hier sind der Lugano-Torschütze Carlinhos und Luzerns Abwehrspieler Lucas Alves im Zweikampf. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Lugano, 22. September 2019)Das Spiel bleibt aber weiterhin umkämpft. Hier sind der Lugano-Torschütze Carlinhos und Luzerns Abwehrspieler Lucas Alves im Zweikampf. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Lugano, 22. September 2019)
Kurz vor der Pause dann die Grosschance für Lugano: Jonathan Sabbatini verzieht aber knapp – und ärgert sich sichtlich. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Lugano, 22. September 2019)Kurz vor der Pause dann die Grosschance für Lugano: Jonathan Sabbatini verzieht aber knapp – und ärgert sich sichtlich. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Lugano, 22. September 2019)
Celestinis Equipe konnte in der zweiten Halbzeit zulegen. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Lugano, 22. September 2019)Celestinis Equipe konnte in der zweiten Halbzeit zulegen. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Lugano, 22. September 2019)
Dennoch schaffte es kein Team wirklich, aus ihrer jeweiligen Negativspirale auszubrechen. Sowohl der FCL als auch Lugano bleiben in der unteren Tabellenhälfte. Beide Teams werden sich von diesem Nachmittag mehr erhofft haben. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Lugano, 22. September 2019)Dennoch schaffte es kein Team wirklich, aus ihrer jeweiligen Negativspirale auszubrechen. Sowohl der FCL als auch Lugano bleiben in der unteren Tabellenhälfte. Beide Teams werden sich von diesem Nachmittag mehr erhofft haben. (Bild: Samuel Golay/Keystone, Lugano, 22. September 2019)
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1:1 im Cornaredo: Der FCL tritt auf der Stelle

Vor nur 3112 Zuschauern im Cornaredo war alles angerichtet für einen Luzerner Sieg. Die Gäste von ennet dem Gotthard agierten als das klar spielbestimmende Team. Sie kamen bis zur Halbzeitpause mit ihren unablässigen Offensivbemühungen zu zahlreichen Flanken. Doch die Zuspiele gerieten meist zu ungenau, sie verfehlten die Offensivleute im Angriffszentrum.

Dazu zeigten sich die Lugano-Tifosi unzufrieden mit ihrer Mannschaft. Mehrmals hallten Pfiffe durch das Stadion, weil die Spieler von Trainer Fabio Celestini offensichtlich zu wenig direkt nach vorne spielten. Die Zeiten des tschechisch-italienischen Trainer-Zampanos Zdenek Zeman (72), der in Lugano in der Saison 2015/16 ein Offensivfeuerwerk abbrennen liess, gehören definitiv der Vergangenheit an. Celestini, ursprünglich ein Verfechter des Vorwärtsfussballs, scheint nach zuletzt vier Liga-Niederlagen in Folge zum Resultattrainer mutiert zu sein.

Erster VAR-Entscheid überhaupt gegen den FC Luzern

Allerdings kamen dem angezählten Lugano-Coach zwei Dinge entgegen: Nach 22 Sekunden konnte Luzern-Stürmer Francesco Margiotta einen Ballverlust von Akos Kecskes an Pascal Schürpf nicht zur Führung ausnutzen, weil ein Tessiner Verteidiger den Schuss am Tor vorbeilenkte. Drei Minuten später nutzten die Luganesi den ersten Eckball zum ersten Tor der Partie. Fabio Dapréla köpfelte auf Carlinhos, der unbedrängt zum 1:0 einschoss.

Doch die Jubelschreie der Südschweizer verstummten, als Schiedsrichter Fedayi San auf seinen Assistenten Raffael Zeder schaute. Der hob die Fahne, weil er Schütze Carlinhos in Offsideposition gesehen hatte. Schnell reagierte der Video Assistant Referee (VAR) in der Person von Sascha Kever: Korrekterweise anerkannte dieser den Treffer, auf den TV-Bildern war deutlich zu erkennen, dass Ibrahima Ndiaye und Marvin Schulz auf ihren tiefen Positionen das Abseits aufhoben. Übrigens war dies der erste VAR-Entscheid gegen den FCL nach dreien zu Gunsten des Teams von Thomas Häberli (zweimal beim 2:0-Sieg in St. Gallen, einmal bei der 1:2-Niederlage in Sion). Häberli musste hernach erklären, warum seine Abwehr bereits das fünfte Gegentor (von insgesamt acht) auf eine Standardsituation kassiert hat. Der FCL-Coach antwortete genervt: «Das war unnötig, diese Fehler müssen wir abstellen.»

Trotz des Fehlstarts spielten die Innerschweizer unbeirrt weiter nach vorne. Belohnt wurden sie, nachdem Lugano-Verteidiger Dapréla einen Steilpass von Idriz Voca zwar abfing, aber den Ball dann unbedrängt verlor. Der Italiener Margiotta liess sich das grosszügige Geschenk nicht nehmen, sagte «Grazie» mit einem tollen Schuss unter die Latte zum 1:1-Ausgleich.

Luzern im Glück bei umstrittener Handsszene von Voca

Der attraktive Treffer von Margiotta, der bis zu seiner Auswechslung durch Blessing Eleke (79.) einen Aktivposten darstellte, bedeutete zugleich den Endstand. Dabei «wollten wir gewinnen», betonte Häberli nach dem Unentschieden. Doch dieser Plan war unter anderem nicht umsetzbar, weil die zweite Hälfte von Lugano dominiert wurde. Luzern hatte zwar durch Ndiaye (80.) die beste Torchance der zweiten 45 Minuten, aber sonst fehlte die Energie, um im Cornaredo mehr als einen Punkt zu ergattern. Glück hatten die Innerschweizer in der 62. Minute: Der eingewechselte Nicola Dalmonte wollte eine Hereingabe zur Mitte geben, doch Voca blockte den Ball am Boden liegend mit ausgestrecktem Arm. Bei der aktuellen Regelauslegung hätten wohl die meisten Schiedsrichter auf Handspenalty entschieden, Ref Fedayi San liess das Spiel weiterlaufen, der VAR-Unparteiische Kever griff ebenfalls nicht ein.

Wohl nicht zuletzt wegen dieser Szene fand Häberli vor der Heimfahrt durch den Gotthardtunnel: «Am Schluss müssen wir mit dem gewonnenen Punkt zufrieden sein.» In der Tabelle hat das Remis Auswirkungen für den FCL, weil der FCZ Thun 2:0 besiegte, überholte Zürich Luzern und ist nun auf Platz 6. Häberlis Team belegt neu Rang 7, mit erst einem Sieg und total nur sechs Punkten aus sieben Partien kommt der FCL nicht vom Fleck.

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