Der FCL gewinnt zum dritten Mal in Folge unter Celestini, aber verliert Siegtorschütze Voca

Beim FC Luzern läuft es weiterhin wie am Schnürchen. Die Innerschweizer siegen auch im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Fabio Celestini und bezwingen Neuchâtel Xamax in dessen Stadion mit 1:0. Xamax scheitert immer wieder an Luzern-Torhüter Marius Müller.

Daniel Wyrsch
Drucken
Teilen

Die entscheidende Szene

Die 13. Minute hat gerade angefangen, als ein flach gespielter Eckball von Francesco Margiotta den knapp hinter dem Sechzehner lauernden Idriz Voca findet. Der Stansstader trifft mit seinem zweiten Saisontor zum 1:0-Vollerfolg.

Das hat zu reden gegeben

1:0-Torschütze Idriz Voca verletzt sich in der 25. Minute bei einem Zweikampf mit Gaëtan Karlen. Der Xamax-Stürmer tritt dem Luzerner Mittelfeldspieler auf den Knöchel. Sofort zeigt Voca an, dass er ausgewechselt werden muss. Doch er versucht es nach der Behandlung durch die Physiotherapeuten noch einmal. In der 35. Minute muss Voca dann doch durch den 18-jährigen David Mistrafovic ersetzt werden. Wie gravierend die Verletzung von Voca ist, wird wohl erst nach einer genauen Untersuchung am Montag bekannt. Betroffen ist das Fussgelenk, wahrscheinlich eine Kapselverletzung.

Das Ergebnis

Der 1:0-Sieg in Neuenburg ist der insgesamt vierte in Serie nach zuvor sechs Niederlagen in Folge, der Dritte unter Trainer Fabio Celestini. 

Die erste Halbzeit

Bescheidene erste 45 Minuten der Innerschweizer. Positiv sind nur zwei Szenen aufgefallen: In der 13. Minute der Eckball von Francesco Margiotta, den Voca mit einem Direktschuss von der Strafraumkante zum 1:0 einschiesst. Und dann in der 37. Minute ein Konter, welcher Darian Males mit einem Schuss knapp übers Tor abschliesst. 

Idriz Voca (Luzern) jubelt nach dem Tor zum 0:1.

Idriz Voca (Luzern) jubelt nach dem Tor zum 0:1.

Martin Meienberger/freshfocus

Sonst ist ganz klar Xamax tonangebend. Das Spiel der Neuenburger wird durch Geoffroy Serey Dié angekurbelt und vorne wirbelt Raphaël Nuzzolo. Nur ist der Xamax-Topskorer nicht mehr ganz so effizient wie in der Vorsaison. Er vergibt in der 16. Minute eine ausgezeichnete Ausgleichschance. Nur drei Minuten später trifft Nuzzolos Sturmpartner Karlen den Pfosten. Marius Müller wäre geschlagen gewesen. Die dritte grosse Torgelegenheit der Xamaxiens lässt Nuzzolo Sekunden später in der 20. Minute aus: Sein Kopfball streicht wenige Zentimeter am hinteren Pfosten vorbei. 

Die zweite Halbzeit

Die Luzerner bekommen mehr Platz zum kontern. Doch zum ersten Abschluss nach der Pause kommt der omnipräsente Nuzzolo (61.). Seinen Aufsetzer lenkt FCL-Goalie Müller glänzend zur Seite und zum Eckball. Der durchgebrochene Serey Dié taucht in der 64. Minute alleine vor Müller auf, aber der Hexer aus Teutonien (Deutschland) gewinnt auch dieses Duell. Bereits in der 61. Minute hat Fabio Celestini mit der Einwechslung von Christian Schwegler auf eine Fünferabwehr umgestellt.

Raphael Nuzzolo (Xamax) gegen Simon Grether (Luzern)

Raphael Nuzzolo (Xamax) gegen Simon Grether (Luzern)

Martin Meienberger/freshfocus

Endlich kombinieren sich die Luzerner mit ihren Angriff durch die Xamax-Abwehr. Zum ersten Mal in der 70. Minute, als Males eine Vorlage des eingewechselten Pascal Schürpf nicht zur Vorentscheidung verwerten kann. In der 78. Minute kann David Mistrafovic den steil laufenden Schürpf anspielen, doch auch der Ex-Captain verzieht eine erstklassige Chance. 

In den Schlussminuten hält Müller den Sieg mit Paraden gegen Serey Dié (88.), Nuzzolo (90. Flatter-Freistoss) und Ramizi (91.) fest. Ndiaye verfehlt das 2:0 in der 94. Minute und unmittelbar vor dem Abpfiff mit einem Schuss am leeren Tor vorbei. 

FCL-Torhüter Marius Müller zeigt einige, gute Paraden.

FCL-Torhüter Marius Müller zeigt einige, gute Paraden. 

Bild: Salvatore Di Nolfi / Keystone

Neuchâtel Xamax - Luzern 0:1 (0:1)

5270 Zuschauer. - SR San. - Tor: 13. Voca (Margiotta) 0:1.

Neuchâtel Xamax: Walthert; Neitzke, Djuric, Xhemajli; Serey Die; Gomes (80. Haile Selassie), Tafer (69. Ramizi), Araz, Seydoux; Karlen (62. Seferi), Nuzzolo.

FC Luzern: Müller; Grether, Lucas, Knezevic, Sidler; Ndiaye, Voca (35. Mistrafovic), Ndenge, Matos (68. Schürpf); Males, Margiotta (61. Schwegler).

Bemerkungen: Neuchâtel Xamax ohne Kamber (gesperrt), Doudin, Dugourd und Alic (alle verletzt). Luzern ohne Kakabadse, Schulz und Binous (alle verletzt). Voca verletzt ausgeschieden. 13. Pfostenschuss Karlen. Verwarnungen: 32. Xhemajli (Foul), 37. Matos (Ballwegschlagen), 63. Djuric (Foul), 66. Neitzke (Foul), 69. Grether (Foul), 74. Ramizi (Foul), 80. Ndiaye (Foul), 95. Schürpf (Foul).