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FCL-Goalie Müller spricht Klartext: «Unser Ziel gegen Klaksvik? Ein klarer Sieg zu null»

Der neue FCL-Goalie Marius Müller will schon im Hinspiel der Europa-League-Qualifikation gegen Klaksvik die nächste Runde sichern.
Raphael Gutzwiller
Steht vor seinem ersten FCL-Heimspiel: Marius Müller. Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Biel, 9. Juli 2019)

Steht vor seinem ersten FCL-Heimspiel: Marius Müller. Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Biel, 9. Juli 2019)

Heute will der FC Luzern endlich den Grundstein zu einem grossen Ziel legen, das er in den letzten Jahren nie schaffte: Endlich europäisch eine Runde überstehen. Auf dem Papier sind die Innerschweizer gegen Klaksvik von den Färöer-Inseln die haushohen Favoriten. Dessen ist sich auch der neue Luzerner Goalie Marius Müller bewusst. Der 26-jährige Deutsche, der in der letzten Saison für RB Leipzig gegen das schwedische Team BK Häcken (1:0) schon ein Europa-League-Qualifikationsspiel bestritten hat, sagt:

«Wir wollen einen diskussionslosen, hohen Sieg zu null. Unser Ziel muss es sein, dass wir das Weiterkommen schon im Hinspiel regeln. Ein 3:0 oder 4:0 wäre gut.»

Anders als noch am Samstag soll Marius Müller heute nicht im Mittelpunkt stehen. In seinem ersten Ernstkampf für den FCL hat er in St. Gallen mit starken Paraden dazu beigetragen, dass der späte und glückliche 2:0-Sieg möglich wurde.

«Für mich war es natürlich ein idealer Einstand. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich kein Gegentor erhielt.»

Heute läuft Müller erstmals in seinem neuen Heimstadion, der Swisspor-Arena, auf. «Dass das erste Heimspiel gleich ein internationales ist, macht es natürlich nochmals spezieller. Auch wenn es noch nicht die grosse Bühne ist, wie es das etwa in der Gruppenphase wäre.» Der FC Luzern erwartet heute gegen Klaksvik lediglich rund 6000 Zuschauer. Dies trotz der Tatsache, dass Saisonkartenbesitzer gratis und andere Zuschauer vergünstigt ins Stadion können.

Marius Müller und seine neuen Teamkollegen wurden vom FCL-Staff bereits via Videoanalysen mit dem Gegner vertraut gemacht. «Das Stadion, in dem wir spielen, liegt ja gleich am Meer, das ist sicher eindrücklich und sehr speziell», freut sich Müller bereits auf das Auswärtsspiel. Wenn es nach ihm ginge, wäre dieses Rückspiel bloss noch eine schöne Reise. Was braucht es, damit man die Halbprofis aus Klaksvik tatsächlich zu Hause hoch besiegen kann?

«Der Gegner wird sicher sehr defensiv spielen. Darum müssen wir auch für Konter gewappnet sein. Unser Ziel muss es ein, den Gegner auseinander zu kombinieren und so unsere Tore zu erzielen.»

Würde der FC Luzern die Färöer ausschalten, wäre es das erste Mal seit 1992, dass der FC Luzern eine europäische Hürde übersteht. Damals kam der FCL in der 1. Runde des Cupsieger-Cups dank der Auswärtstorregel gegen Lewski Sofia weiter. Auch schon 1990 hat der FCL eine erste Runde überstehen können, damals im Uefa-Cup gegen MTK Budapest mit einem Gesamtskore von 3:2. Seit jenen beiden «Erfolgen» startete der FCL nicht weniger als sieben Mal in eine internationale Kampagne und scheiterte jeweils sogleich in der ersten Runde.

Dass es mit Luzern und Europa so eine Sache ist, hat auch der neue Goalie mitgekriegt.

«Dann ist es ja höchste Zeit, dass wir endlich eine Runde überstehen.»

In der 3. Qualifikationsrunde könnte der FCL zudem mit Espanyol Barcelona auf einen attraktiven Gegner treffen.

Müller fühlt sich in Luzern bereits vor seinem ersten Heimspiel wohl, schwärmt davon, wie er im Team aufgenommen wurde. «Der Teamspirit 
ist wirklich toll.» Dazu beigetragen 
hat nun auch der Startsieg gegen St. Gallen, die Freude in der Kabine sei gross gewesen. «Für eine Mannschaft sind solche knappen und vielleicht unverdienten Siege fast schöner. Ich denke, der Sieg gibt uns nochmals mehr Selbstvertrauen.» Privat will er sich 
ab dem Freitag so richtig einleben, dann erhält er den Schlüssel zu seiner neuen Wohnung in Hergiswil am Vierwaldstättersee. Seine Frau und seine beiden Hunde folgen ihm in die Innerschweiz.

Häberli will 
die Startelf verändern

Zunächst aber steht das Heimspiel gegen Klaksvik an. Dass Müller dabei wieder im Tor steht, ist ausser Diskussion. Andere Veränderungen im Team des FC Luzern scheinen aber wahrscheinlich, auch wenn Trainer Thomas Häberli seine Taktik gegen die Färöer nicht preisgeben will.

«Klar ist, dass die besten Spieler auflaufen werden. Jedoch unterscheidet sich die Spielidee von Klaksvik deutlich von derjenigen des FC St. Gallen. Wir brauchen mehr Tiefe, müssen schneller spielen und wollen mit unserer individuellen Klasse zu Tore kommen. Dementsprechend braucht es auch andere Spielertypen.»

Änderungen könnte es auch geben, weil Häberli trotz Sieges in St. Gallen 
alles andere als zufrieden war. «Einige Spieler haben enttäuscht», sagt er, ohne Namen zu nennen. Möglich ist, dass etwa Christian Schneuwly oder Stefan Knezevic gegen Klaksvik heute in die Startelf rücken.

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«Durch schnelles Passspiel zum Erfolg» – der Fussballtalk rund um den FC Luzern vor den Heimspielen gegen Klaksvik und den FC Zürich

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