FCL hebt Sanktionen gegen Fans wieder auf

Der FC Luzern hat sich in der Winterpause mit den Fans geeinigt: Fahnen dürfen wieder ins Stadion mitgebracht werden. Vorerst.

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Der Sektor der FCL-Fans präsntierte sich in den letzten Spielen ohne Fahnen. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)

Der Sektor der FCL-Fans präsntierte sich in den letzten Spielen ohne Fahnen. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)

Die Vereinsleitung des FC Luzern hat mit sofortiger Wirkung das Fahnen- und Doppelhalterverbot aufgehoben. Der FC Luzern hat das Verbot am 11. Dezember letzten Jahres für die Sektoren B und C 6 der Swissporarena verhängt, nachdem es bei Auswärtsspielen zu Zwischenfällen mit Pyrofackeln gekommen war. Seither hat vor der Winterpause ein Spiel stattgefunden – nämlich jenes gegen Servette. Beim ersten Heimspiel der Rückrunde am Samstag gegen Zürich sind Fahnen wieder erlaubt. Wie die Vereinsleitung gestern gegenüber unserer Zeitung sagte, habe in der Winterpause ein intensiver Dialog mit den Fans stattgefunden. Mit dem Verzicht auf das Fahnenverbot wolle man nun wieder Vertrauen schaffen. Allerdings würden die Fans dadurch keinen Freipass erhalten. Gibt es irgendwelche Vorfälle mit Gewalt, Pyromaterial oder Petarden, werde innert 48 Stunden eine Sitzung einberufen, an der nebst Vereinsvertretern auch Fangruppierungen und Polizei teilnehmen werden.

FCL-Präsident Walter Stierli betont, dass der Club keinerlei Pyromaterial im Stadion dulden werde. Auch nicht bei Auswärtsspielen.

Die Luzerner Fans sind über die Aufhebung des Fahnenverbots glücklich. René Schwarzentruber von den United Supporters etwa hofft, «dass sich die Fans und der FCL künftig nicht mehr mit Cowboymethoden zu erpressen versuchen».

cb

FCZ-Fans nicht im Fan-Sektor

Die Fans des FC Zürich werden im Spiel gegen den FCL im Sktor neben der Gästekurve verfolgen. Die Tickets dazu hätten sie online erworben, so wie jeder freie Bürger das Recht dazu habe. Das schreiben die Fans des FC Zürich auf ihrer Homepage «Zürcher Südkurve». Das Eintrittsprozedere in den Gästesektor der neuen swissporarena sei sehr ungeschickt gelöst, begründen die FCZ-Fans ihre Massnahme. Obwohl bekannt sei, dass die Gäste-Fans gemeinsam an die Stadioneingänge gelangen, seien zu wenige Eingänge geschaffen worden. «Der Umstand, sich wie eine Herde Vieh durch die schmalen Eingänge zwängen zu müssen, um danach, trotz von uns organisierter frühzeitiger Ankunft, die ersten Minuten des Spiels zu verpassen, ist nicht akzeptabel», schreiben die FCZ-Fans weiter. Des weiteren sei die Sicht aus dem Gästesektor auf das Spielfeld ist eine Zumutung. Ein grosser Teil der Gästefans habe Sicht auf knapp ein Drittel des Spielfeldes, da ein Grossteil des Rasens durch die viel zu breiten Metallgitter verdeckt werde. Für den Preis des Gästetickets dürfe man zumindest freie Sicht auf das ganze Feld verlangen.

pd/zim

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