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Vor Match gegen Xamax: Der FCL hofft wieder auf Pascal Schürpf

Der FC Luzern beklagt vor dem Meisterschaftsstart vom Samstag (19 Uhr) zu Hause gegen Aufsteiger Neuchâtel Xamax mehrere verletzte Titulare. Die grosse Frage ist, wer für die Innerschweizer die Tore erzielen könnte.
Daniel Wyrsch
Sein Einsatz am Samstag im Heimspiel gegen Neuchâtel Xamax ist ungewiss: FCL-Topskorer Pascal Schürpf. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 12. August 2017))

Sein Einsatz am Samstag im Heimspiel gegen Neuchâtel Xamax ist ungewiss: FCL-Topskorer Pascal Schürpf. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 12. August 2017))

Die personelle Situation beim FC Luzern ist angespannt. So angespannt, dass gestern Trainer René Weiler und Assistenzcoach Michael Silberbauer im Training mitspielen mussten, damit ein interner Match elf gegen elf Spieler überhaupt möglich wurde. Captain und Aussenverteidiger Claudio Lustenberger sowie die Innenverteidiger Lazar Cirkovic und Stefan Knezevic fallen zum Saisonstart gegen Xamax aus – aber auch Stürmer Tomi Juric, der seit seinen total 94 Einsatzminuten für Australien an der WM und der Rückkehr nach Luzern Mitte letzter Woche noch kein einziges Training mit dem Team absolvieren konnte. «Es ist nicht absehbar, dass Juric bald wieder trainieren kann», stellt FCL-Trainer René Weiler ziemlich ernüchtert fest. Juric leidet an einer Knieverletzung.

Weiler jammert nicht. «Wir wussten, die Saison beginnt früh, und unser Kader ist dünn besetzt.» Sehr schmerzen könnte der drohende fünfte Ausfall: Pascal Schürpf fehlte gestern im Training, den Basler plagen einmal mehr muskuläre Probleme. «Es ist möglich, dass auch Schürpf ausfällt», sagt Weiler.

Das Bangen um den effizienten Schürpf

Der Ausfall des Goalgetters mit dem exzellenten Torriecher und dem grossen Durchsetzungsvermögen im Strafraum wäre gegen Xamax nur schwer wett zu machen. Der 29-jährige Aussenangreifer war in der sehr erfolgreichen letzten Rückrunde der FCL-Torgarant. Zehn Treffer hat er in elf Partien erzielt, seine Effizienz war Gold wert für den Tabellendritten. Aber eben: Bei Schürpf geht es nur mit Effizienz, da er immer mal wieder wegen seines fragilen Körpers ausfällt. «Ich habe mir vorgenommen, meine Vorsaison zu bestätigen, wieder viele Tore zu schiessen», sagt er. Und: «Ich muss trainieren und üben, es bleibt mir nichts anderes übrig.»

Schürpf weiss, wie er sich im richtigen Moment in Form bringt. Vielleicht hat er sich darum in den Testspielen bei den Abschlüssen für einmal zurückgehalten – und nicht getroffen. Der Publikumsliebling soll treffen, wenn es zählt.

Weiler ist nicht zu beneiden. Er kann nicht nur darauf hoffen, dass Schürpf morgen fit ist, wie Phönix aus der Asche steigt und gegen Xamax trifft. Das Toreschiessen ist derzeit das offensichtlich grösste Problem beim FCL. «Wir müssen unsere Defizite im Angriff miteinander kompensieren, dazu brauchen wir das allgemeine Verständnis, wir sind auf dünnem Eis unterwegs», erkennt Weiler. Shkelqim Demhasaj ist nach dem Ausfall von Juric der einzige übrig gebliebene nominelle Stürmer. Der neue Coach hat beim sechsfachen Torschützen der Vorsaison jedoch grosse körperliche Defizite festgestellt. «Ich will Demhasaj helfen, damit er im Zweikampfverhalten durchsetzungsstärker wird.» Doch ihn trotzdem einfach im Sturmzentrum einsetzen, das will er nicht.

Eher denkt Weiler darüber nach, Christian Schneuwly als Mittelstürmer aufzustellen. Das hat er in den letzten beiden Testspielen gegen Dynamo Kiew (1:1) und Sochaux (1:0) bereits getan. «Der Trainer muss etwas probieren, weil wir nur wenige Stürmer im Kader haben», sagt Schneuwly, «ich bin ein polyvalent einsetzbarer Spieler, habe fast auf jeder Position schon gespielt.» Weiler wäre natürlich lieber, wenn er den Flankenspezialist und besten Assistgeber des FCL auf einer Aussenposition ins Spiel gegen Xamax schicken könnte.

FC Luzern Saison 2018/19

Trainer: René Weiler.
Torhüter: Mirko Salvi, David Zibung, Loïc Jacot.
Verteidiger: Lazar Cirkovic, Stefan Knezevic, Marvin Schulz, Yannick Schmid, Lucas Alves, Claudio Lustenberger, Simon Grether, Christian Schwegler, Silvan Sidler.
Mittelfeldspieler: Olivier Custodio, Valeriane Gvilia, Idriz Voca, Filip Ugrinic, Christian Schneuwly, Stefan Wolf, Dren Feka, Pascal Schürpf, Ruben Vargas, Francisco Rodriguez.
Stürmer: Tomi Juric, Shkelqim Demhasaj.
Testspiele: FCL – Winterthur 3:1 (Torschützen Luzern: Schmid, Follonier, 2). FCL – Vaduz 0:0. FCL – Lugano 1:1 (Torschütze Luzern: Schneuwly). FCL – Dynamo Kiew 1:1 (Torschütze Luzern: Grether). FCL – Sochaux 1:0 (Torschütze Luzern: Grether).

Meyer dementiert die Ausleihe von Lazio-Stürmer Rossi

Sportkoordinator Remo Meyer sucht im Ausland nach einem neuen Mittelstürmer. Aber den von diversen italienischen und Schweizer Onlineportalen gemeldeten leihweisen Transfer von Alessandro Rossi (21) von Lazio Rom zu Luzern bestätigt er nicht.

Auch andere FCL-Profis neben Schneuwly könnten auf Positionen zum Einsatz kommen, auf denen man sie nicht unbedingt erwarten würde. So wird Simon Grether aller Voraussicht nach rechts im Mittelfeld spielen, dort wo meistens Schneuwly im Einsatz ist. Grether ist gegen Dynamo Kiew und Sochaux jeweils als einziger Luzerner Torschütze aufgefallen. Zuvor hat er in 47 Super-League-Partien für Luzern nur einmal getroffen, dafür allerdings mit einem traumhaften Siegestor gegen Zürich im vergangenen April.

Überraschenderweise könnte der zentrale Mittelfeldspieler Idriz Voca (21) morgen zu Beginn auf der Ersatzbank sitzen. Weiler stellt jedoch klar, dass er vom grossen Talent und unumstrittenen Aufsteiger unter Vorgänger Gerardo Seoane (jetzt YB) viel hält: «Idriz werden wir in Luzern weiterentwickeln.»

Weiler erwartet Xamax als topmotivierten Aufsteiger: «Das wird ein enges Spiel, wir benötigen sicher auch das sogenannte Quäntchen Glück.»

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