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Der FCL beweist endlich Effizienz

In der Schlammschlacht von Lugano zeigt sich der FC Luzern von seiner kaltschnäuzigen Seite. Er gewinnt gegen die Tessiner gleich mit 4:1 – auch weil der Gegner viele Chancen liegen lässt.
Raphael Gutzwiller, Lugano
Jubel im Tessiner Regen: Ruben Vargas (Mitte) trifft zum FCL-Sieg doppelt. (Bild: Pablo Gianinazzi/Keystone (Lugano, 10. November 2018)

Jubel im Tessiner Regen: Ruben Vargas (Mitte) trifft zum FCL-Sieg doppelt. (Bild: Pablo Gianinazzi/Keystone (Lugano, 10. November 2018)

Wenn man als Deutschschweizer die Augen schliesst und ans Tessin denkt, wird einem ein bisschen wärmer ums Herz. Die Gedanken schweifen zu schönem Wetter und Palmen. Die 2350 Zuschauer, die gestern den Weg ins Cornaredo in Lugano beschritten, fanden jedoch etwas ganz anderes vor: Regen, Nässe, Kälte. Und ehe die Partie zwischen dem FC Lugano und dem FC Luzern begonnen hatte, erhöhte auch der Regen sein Tempo, bis der Ball auf dem eigentlichen Grün immer häufiger stecken blieb. «Die Bedingungen waren sicher an der Grenze der Legalität», sollte Luzern-Goalie David Zibung später feststellen.

Der FCL besiegt Lugano: Ruben Vargas und Blessing Eleke jubeln nach dem Tor zum 0:3. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Blessing Eleke (links) und Marvin Schulz gegen Miroslav Covilo. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Die Freude der Luzerner nach dem Sieg ist gross. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Die Luzerner jubeln nach dem Tor zum 0:1. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Der erst 20-jährige Doppeltorschütze Ruben Vargas. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Christian Schneuwly und Ruben Vargas jubeln nach dem Tor zum 0:2. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Der Regen scheint den FCL-Spielern nichts auszumachen. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
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FCL siegt in Lugano mit 4:1

Das Spiel hat den Luzernern dennoch richtig Spass gemacht. Dies lag insbesondere an der Tatsache, dass die Luzerner endlich das bewiesen, was ihnen in den letzten Wochen immer wieder gefehlt hatte: Effizienz. Personifiziert kann dies in der Person des erst 20-jährigen Adligenswiler Offensivspielers Ruben Vargas werden. Er, der zuvor immer wieder als zu wenig kaltschnäuzig kritisiert worden war, ebnete im Regen von Lugano mit zwei Treffern den Weg zum Sieg. «Heute haben wir die Chancen endlich genutzt», zeigte er sich erfreut.

4:1 lautete am Ende das Resultat im Duell der beiden FCL. So einseitig das Resultat klingt, war die Partie jedoch nicht gewesen. «Wir sind diesmal der glückliche Sieger», meinte Goalie David Zibung. Der FCL siegte, weil die Luzerner ihre Chancen nutzten (Zibung: «Wir haben etwa sechs Schüsse aufs Tor, davon sind vier drin»), und zum anderen, weil Lugano seine Möglichkeiten teilweise kläglich liegen liess. Mit den Abschlüssen von Carlinhos, Sabbatini und Janko trafen die Tessiner nicht weniger als drei Mal die Torumrandung des FCL. Dazu kamen unzählige aussichtsreiche Möglichkeiten, die von der zuletzt gelobten Lugano-Offensive nicht gut zu Ende gespielt wurden. «Lugano hatte ‹brutal› viele Chancen», meinte auch FCL-Trainer René Weiler. Carlinhos traf für die Tessiner jedoch nur einmal.

Die Luzerner zeigten vor allem beim Tor zum 2:0 von Christian Schneuwly, wie gross der Siegeswille war. «Ich weiss nicht, ob letzte Woche gegen den FCZ jemand auf diesen Ball gegangen wäre», meinte Weiler. Nach einem Abschluss von Pascal Schürpf staubte Schneuwly ab. Fürs vierte Tor zeigte sich der eingewechselte Blessing Eleke verantwortlich.

Zibung: «Wir haben uns das Glück erarbeitet»

Das Resultat dürfte zwar zu hoch ausgefallen sein, dennoch ging der Sieg für die Luzerner in Ordnung. «Wenn man auswärts vier Tore schiesst, darf man zufrieden sein», fand Weiler. Zibung ergänzte: «Wir haben uns das Glück heute erarbeitet.» Tatsächlich hat der FC Luzern bei den schwierigen Bedingungen eine einwandfreie und kämpferische Leistung gezeigt. «Heute haben wir alles füreinander gegeben. Ich hatte das Gefühl, sogar unsere Bank hat mitgeholfen, den Sieg zu verteidigen», meinte Zibung.

Und so gehen drei Serien für den FC Luzern weiter: Er landet zum dritten Mal in Serie einen Auswärtssieg, er behält im FCL-Duell zum vierten Mal in Folge die Oberhand, und er gestaltet zum dritten Mal nacheinander die abschliessende Partie vor der Meisterschaftspause wegen Länderspielen erfolgreich. «Dass wir vor der Pause gewinnen, tut der Moral sicher gut», sagte Trainer Weiler. Gut tut dieser Erfolg auch deshalb, weil der FCL Tabellennachbar Lugano überholt – und somit scheint für den FCL die Sonne wieder ein bisschen mehr.

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