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FCL-Keeper Marius Müller sorgt für Spass in der Garderobe und sagt: «Ich bin mega happy hier»

Marius Müller hat sich sofort beim FC Luzern zurechtgefunden. Der Goalie ist der Lichtblick beim Tabellensiebten.
Daniel Wyrsch
Marius Müller ist im ersten Saisonviertel ein sicherer Rückhalt für den FC Luzern. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus, Luzern, 1. September 2019)

Marius Müller ist im ersten Saisonviertel ein sicherer Rückhalt für den FC Luzern. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus, Luzern, 1. September 2019)

Der 26-jährige Torhüter Marius Müller tut dem FC Luzern gut. Er ist technisch und physisch ein hervorragender Schlussmann. Dank seiner Klasse konnte der 1,92 Meter grosse Modellathlet den Ex-FCL-Goalie Jonas Omlin (25) in der Innerschweiz vergessen machen. Denn nach dem Abgang des Obwaldners im Sommer 2018 zum FC Basel hatten weder Mirko Salvi (25, jetzt GC) noch der langjährige Stammkeeper David Zibung (35) es geschafft, für den FCL ein echter Rückhalt zu sein.

Müller gelang es dagegen auf Anhieb, der Innerschweizer Defensive Sicherheit zu geben. Der Deutsche tut seiner Mannschaft aber nicht nur mit seinen torhüterspezifischen Qualitäten gut. Er ist spätestens seit seiner Zeit bei RB Leipzig, wo ihn Stammkeeper Peter Gulacsi prägte, ein sehr vorbildlich arbeitender Profi. Und er strotzt vor Selbstvertrauen. Mit breiter Brust steht er auf dem Rasen, ob im Spiel oder Training strahlt er Winnermentalität aus. Trotz allem Eifer hat Müller ein Versprechen gehalten, das er in der ersten Woche in Luzern unserer Zeitung machte: «Wir werden viel Spass zusammen haben.»

Ein positiv Verrückter mit Humor

Mitspieler und Betreuer bestätigen den Eindruck, sagen über Müller, der in passenden Augenblicken stets einen motivierenden Spruch auf Lager hat: «Unser neuer Goalie Marius ist ein positiv Verrückter.» Der schlagfertige Ex-Leistungsträger des 1. FC Kaiserslautern lobte zum Beispiel seine Vorderleute nach dem 1:1 in Lugano mit folgendem Spruch: «Ich habe in den letzten beiden Spielen kaum Arbeit bekommen. YB hat beim 2:2 gegen uns zwar zweimal getroffen, aber wie gegen Lugano erlebte ich einen ruhigen Nachmittag. Das ist zum Kotzen.» Schallendes Gelächter ist ihm sicher. Sein Humor tut der zu grossen Teilen ruhigen und zurückhaltenden Truppe gut.

Gegen den Tabellenersten FC Basel war es am Sonntag aber um die Ruhe im FCL-Tor geschehen. Marius Müller hatte bei der klaren 0:3-Niederlage im St.-Jakob-Park viel zu tun. Allein Valentin Stocker und Kevin Bua beschäftigten ihn mit mehreren gefährlichen Schüssen aus kurzer Distanz. Müller hielt den FCL bis zur Pause mit teils unfassbaren Reaktionen im Spiel – erst 0:1 stand es. «Wir konnten uns bis zur Halbzeit am Leben halten», stellte der Keeper im Schweizer Fernsehen fest.

Allerdings wurde die Überlegenheit der Gastgeber vor knapp 24000 Zuschauern je länger, je augenfälliger. «Basel und die Young Boys sind in der Schweiz die Grossen, so wie es Bayern München in Deutschland ist», machte Müller den Vergleich mit der Bundesliga. Die Dominanz des Schweizer FCB setzte sich schliesslich durch, wobei in der vorentscheidenden Szene zum 0:2 sowohl Marius Müller wie auch Innenverteidiger Stefan Knezevic schlecht aussahen. Positiv ist zu werten, dass Knezevic und Müller mitunter Kritik an sich selbst übten. «Marius machte einen Schritt nach vorne», sagte «Kneze», er habe gedacht, dass der Goalie die Hereingabe im Fünfmeterraum pflückt. Doch Müller blieb stehen – und Knezevic griff nicht ein – Doppeltorschütze Arthur Cabral nahm das Geschenk zum 2:0 an. Ein klassisches Missverständnis. «Ich stehle mich nicht aus der Verantwortung, hätte auch besser reagieren können», fand Knezevic.

Nur sieben erzielte Tore in neun Spielen sind zu wenig

Müller ging von sich aus auf die Szene ein. Auf das Lob eines Reporters, der seine Leistung als überragend taxierte, meinte er: «Das ist mein Job.» Und: «Beim zweiten Gegentor bin ich zu spät dran gewesen.» Fehlerlos ist niemand, auch nicht Müller.

Nach einem Viertel der Saison zieht Müller eine positive Bilanz: «Grundsätzlich haben wir gute Spiele gemacht.» Er lobt die Verteidigungsarbeit, 11 Gegentore in 9 Partien ergeben einen Schnitt von 1,22 Toren pro Match. Das ist ein ganz ordentlicher Wert. Was dem Torhüter weniger gefällt, ist die Effizienz der eigenen Offensive: «Wir müssen mehr Tore schiessen, effizienter sein.» 7 Treffer – im Schnitt 0,77 pro Spiel, das ist mager. Marius Müller bereut seinen Transfer zum FCL trotzdem nicht: «Ich bin mega happy, kann hier 1. Liga spielen.»

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