FCL: Marco Schneuwly: Verlässt er Luzern?

Marco Schneuwly (32) und dessen Bruder Christian Schneuwly (29) möchten die Verträge mit dem FC Luzern vorzeitig verlängern. Noch ist die Zukunft der beiden ungewiss.

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17 und 16 Tore in zwei Saisons für den FCL: Marco Schneuwly
hat in seiner Entwicklung als Goalgetter einen Schritt nach vorne gemacht. (Bild: Nadia Schärli)

17 und 16 Tore in zwei Saisons für den FCL: Marco Schneuwly hat in seiner Entwicklung als Goalgetter einen Schritt nach vorne gemacht. (Bild: Nadia Schärli)

Ende nächster Saison laufen die Kontrakte aus, sie  wollen mindestens ein Jahr länger bis Sommer 2019 beim Super-League-Verein bleiben.

Doch bis dato haben sich der FCL und die Schneuwly-Brothers bei den Verhandlungen nicht gefunden. Im Fall von Aussenspieler Christian muss deswegen nicht gleich der Ausnahmezustand ausgerufen werden. Obwohl er gemäss Swiss Football League (SFL) in dieser Saison bereits neun Assists gegeben hat – beim FCL kommt nur Markus Neumayr auf die gleiche Anzahl.

Zu Besorgnis Anlass gibt dagegen die Personalie Marco Schneuwly. 13 Tore und 5 Assists stehen in der aktuellen Spielzeit – sechs Runden vor Schluss – auf dem Konto des Stürmers. 17 und 16 Treffer schoss er in den ersten beiden Saisons für Luzern. Er ist mit total 46 Ligatoren die Lebensversicherung des Teams.

FCL offeriert tieferen Lohn und sogar baldige Trennung

Trotz seines hohen Standings müssen die Vertragsgespräche für Schneuwly bislang enttäuschend verlaufen sein. Nach aussen gedrungen ist, dass ihm CEO Marcel Kälin und FCL-Mitbesitzer Marco Sieber ein im Verhältnis bescheidenes Angebot für das zusätzliche Jahr offeriert haben. Will Schneuwly über Mitte 2018 hinaus für Luzern spielen, muss er spürbare Einbussen beim Lohn und bei den Einsatzprämien akzeptieren. Dabei hat der Mann aus dem Kanton Fribourg trotz den Verdiensten nie zu den Spitzenverdienern beim FCL gezählt.

Kälin sagt nichts zu den Vertragsinhalten. Auf die Frage, ob der FCL Marco Schneuwly sogar eine vorzeitige Trennung per Saisonende offeriert habe, antwortet der CEO: «Richtig ist, dass wir mit ihm schon länger Gespräche führen. Vielleicht will er mal fort wie Hyka.» Jahmir Hyka (6 Ligatore) wechselte im Winter zu San Jose Earthquakes in die MLS.

Offensichtlich muss der FCL drastisch sparen. Kälin redet von einem Schnitt, erklärt dagegen: «Wir müssen das Budget nicht kürzen, sondern einhalten.»

Nicolas Haas (21) und Hekuran Kryeziu (24) liebäugeln, den FCL im Sommer zu verlassen.

Daniel Wyrsch
daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch