FCL-Präsident Studhalter ist mit den Liga-Entscheiden zufrieden – SCK-Präsident Baumgartner: «Die Vernunft hat gesiegt»

Die Super League wird die Meisterschaft ab dem 19. Juni mit Geisterspielen beenden und es gibt per kommender Saison keine Aufstockung der Liga. Luzern-Präsident Philipp Studhalter ist am heutigen Freitag allerdings nicht allein deshalb zufrieden.

Daniel Wyrsch und Turi Bucher
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FCL-Präsident Philipp Studhalter in der Swisspor-Arena.

FCL-Präsident Philipp Studhalter in der Swisspor-Arena.

Bild: Philipp Schmidli / PHILIPP SCHMIDLI | Fotografie (Luzern, 17.April 2020)

Für Philipp Studhalter war die ausserordentliche Generalversammlung der Swiss Football League (SFL) am Freitag ein erfolgreicher Tag. Der FCL-Präsident, der zudem Komiteemitglied der SFL ist, sagt zur beschlossenen Fortsetzung der Meisterschaft: «Aufgrund des in Aussicht gestellten Bundeskredits und den positiven Zeichen unseres Aktionariats sowie der gesamten FCL-Familie hat sich der FC Luzern dazu entschieden, der Wiederaufnahme des Spielbetriebs zuzustimmen.» Dies, obgleich die ausstehenden 13 Ligapartien (ab 19. Juni) und 3 Cuprunden (nach Beendigung der Meisterschaft im August) wegen des Coronavirus ohne Zuschauer ausgetragen werden müssen.

Explizit zum Thema Geisterspiele meint Philipp Studhalter:

«Natürlich waren auch sportliche Überlegungen massgebend für den Entscheid, sollen doch insbesondere auch die Spieler ihrer Arbeit nachgehen dürfen, und sich in einem sportlichen Wettkampf messen.»

Übrigens zählte Philipp Studhalter bei beiden Abstimmungen zur klaren Siegerseite. Anders als auch schon (Stichwort Video Assistant Referee), hatte sich der Luzerner seiner Stimme am Freitag nicht enthalten. Beim 17:2-Entscheid zugunsten der Fortsetzung der Meisterschaft wie auch beim 14:5-Entscheid gegen eine Aufstockung der Super League per nächster Saison auf zwölf Mannschaften enthielt sich je ein Clubpräsident der Stimme. Studhalter war es nicht. Bei beiden Abstimmungen gehörte der FCL-Präsident zur deutlichen Mehrheit, wie er gegenüber unserer Zeitung bestätigt hat.

Deutliche Haltung gegen mögliche juristische (Constantin-)Klagen

«Ich freue mich für den Schweizer Fussball, die Spieler, Trainer, alle Beteiligten und Fans, die neusten Entscheide sind sehr positive Signale», findet Studhalter. Auf die Frage, ob er mit einer Klage von Sion-Präsident Christian Constantin gegen die Weiterführung der Meisterschaft rechnet, antwortet der FCL-Präsident: «Wer immer diese klaren Mehrheitsentscheide anfechtet, der handelt aus Eigeninteresse und nicht solidarisch, er schadet damit auch seiner eigenen Mannschaft.»

Am Donnerstag informiert der FC Luzern zu den Saisonabos

Froh ist Studhalter dagegen, dass dem FCL-Team von Fabio Celestini total fünf Wochen Vorbereitung zur Verfügung stehen. «Der Entscheid war richtig, eine Woche früher mit dem Training zu beginnen.» Luzern dürfte ab 6. Juni zwei bis drei Testspiele absolvieren. Zugelassen sind bis zu 300 Personen wie zum Ligastart. Übrigens: Saisonabo-Besitzer dieser Spielzeit werden am nächsten Donnerstag vom FCL über das weitere Vorgehen im Ticketing informiert.

SCK-Präsident Baumgartner: «Die Vernunft hat gesiegt»

Werner Baumgartner, Präsident des SC Kriens, fotografiert im Stadion Kleinfeld.

Werner Baumgartner, Präsident des SC Kriens, fotografiert im Stadion Kleinfeld.

Bild: Jakob Ineichen (18. September 2019)

Aus der Sicht des SC Kriens verlief die Versammlung der Swiss Football League (SFL) am Freitag zufriedenstellend. Beim SCK hatte man stets dafür plädiert, die Saison zu Ende zu spielen, wenn es die gesundheitlichen Umstände zulassen würden. Kriens-Präsident Werner Baumgartner sagte bei der Heimfahrt aus Bern: «Es ist sehr erfreulich, dass wieder Fussball gespielt wird.» Zuletzt hatte Kriens am 23. Februar in Aarau 4:4 gespielt. Nun dürfte am Samstag, 20. Juni, die Heimpartie gegen den FC Schaffhausen als nächstes Spiel auf dem Programm stehen. Danach folgt ein weiteres Heimspiel gegen Stade Lausanne-Ouchy. Die genauen Daten wird die SFL nächste Woche bekanntgeben. Baumgartner zeigte sich auch froh darüber, dass der Modus mit je 10 Klubs in den beiden Ligen bestehen bleibt: «Die Vernunft hat gesiegt. Der Entscheid bedeutet ja nicht, dass dieser Modus in alle Ewigkeit so bleiben muss.»

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