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FCL-Routinier Christian Schwegler ärgert sich

Christian Schwegler hat fünf Monate nach seiner letzten Pflichtpartie endlich wieder beim FC Luzern gespielt. Für den 34-jährigen Verteidiger war die Startniederlage gegen Xamax erst das elfte Super-League-Spiel.
Daniel Wyrsch
Christian Schwegler nach der Heimniederlage gegen Xamax: «Ich hasse es, zu verlieren.» (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 21. Juli 2018))

Christian Schwegler nach der Heimniederlage gegen Xamax: «Ich hasse es, zu verlieren.» (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 21. Juli 2018))

Nach dem Fehlstart in die neue Saison gab zu reden, dass Luzern trotz einem Cornerverhältnis von 10:0 gegen Xamax als 0:2-Verlierer vom Platz ging. Aber auch die personellen Dispositionen des neuen Trainers René Weiler wurden kontrovers diskutiert. So vermisste manch ein Fan Idriz Voca (21) auf dem Feld. Unter Weilers Vorgänger Gerardo Seoane war der defensive Mittelfeldmann ein Leistungsträger. Auch Aussenverteidiger Silvan Sidler hätten sich viele anstelle von Dren Feka links in der Viererabwehr statt auf der Ersatzbank gewünscht.

Keine Kontroverse löste dagegen das Comeback von Christian Schwegler als Rechtsverteidiger aus. Nach einer insgesamt fast neunmonatigen Verletzungspause wegen eines Innenbandrisses und der notwendig gewordenen Knieoperation kehrte der zähe 34-Jährige auf den Rasen zurück.

Schweglers Abneigung gegen Niederlagen ist gross

Zuletzt hatte der Abwehrmann Ende Februar zwischenzeitlich einen Match gespielt: Zum 2:1- Heimsieg gegen Thun trug er seinen Teil bei. Ansonsten hatte der Vorjahresrückkehrer von Red Bull Salzburg (mit den Bullen errang er in Österreich sechs Meistertitel und fünf Cupsiege) nichts zur herausragenden Rückrunde unter Seoane (17 Spiele, 34 Punkte) beisteuern können. Umso mehr störte sich Schwegler, dass sein erst elfter Super-League-Match für Luzern (zwischen 2001 und 2003 spielte er für die Blauweissen 24-mal in der damaligen Nationalliga A) zum veritablen Fehlstart in die neue Saison wurde. «Ich hasse es, zu verlieren», stellte er genervt fest.

Die Auftaktniederlage gegen die äusserst effizienten Neuenburger war übrigens erst die zweite Heimpleite des FCL im Kalenderjahr 2018. Zuletzt verloren die Gastgeber in der Swisspor-Arena am 15. April 0:1 gegen Sion.

Dass der Aufsteiger Xamax den angestrebten Vollerfolg in Luzern realisieren konnte, lag gewiss nicht an Schwegler. Er kämpfte wie eh und je um jeden Ball, sein Gegenspieler Geoffrey Tréand bekam den Eisenfuss aus dem Hinterland mehrmals schmerzhaft zu spüren. Doch am Ende jubelte der 32-jährige Romand: Er nutzte – wie Gaëtan Karlen beim 1:0 – eine Fehlerkette in Luzerns Abwehr zum 2:0-Endstand.

Routinier Schwegler war ebenfalls nicht freizusprechen von Mitschuld am zweiten Gegentor: Er verlor das entscheidende Kopfballduell gegen Assistgeber Charles André Doudin. «Das war der Plan der Neuenburger, sie lauerten auf unsere Fehler und schnappten dann sehr effizient zu», stellte Schwegler fest.

Lehren ziehen und Zusammenhalt beschwören

Dennoch durfte der gebürtige Ettiswiler, der heute mit seiner Familie in Schenkon lebt, mit seinem Comeback zufrieden sein. Auffällig waren seine schnellen und weiten Einwürfe – und die präzise Flanke auf den Kopf von Pascal Schürpf (32.) hätte ein Tor sein können. «Ich habe alles versucht», sagte Schwegler, «über die vollen 90 Minuten besteht ­natürlich schon noch Luft nach oben. Nach einer derart langen Zeit ohne Ernstkämpfe ist das absolut normal.» Entscheidend ist, dass er endlich schmerzfrei ist.

Wird er nach dem misslungenen Start mit seiner Erfahrung gefordert sein, um die jungen Mitspieler aufzurichten? Er glaubt nicht: «Alle sind gefordert, am gleichen Strick zu ziehen und die Fehler möglichst bald abzustellen.» Den Teufel müsse man nicht an die Wand malen. «Es ist erst ein Match von 36 Runden gespielt.»

Valeriane Gvilia (rechts) tröstet Filip Ugrinic. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Enttäuschung bei Luzerns Filip Ugrinic.
Gaetan Karlen von Neuchâtel Xamax (links) erzielt das 1:0. Yannick Schmid (Mitte) und Mirko Salvi bleibt das Nachsehen. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Luzerns-Trainer René Weiler beim ersten Auftritt in der Arena. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Luzerns Christian Schneuwly stolpert. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Laufduell zwischen Luzerns Pascal Schürpf (links) und Mike Gomes von Neuchâtel Xamax. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Luzerns Yannick Schmid (links) beim Kopfball. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Luzerns Ruben Vargas (rechts) im Duell mit Mustafa Sejmenovic von Neuchâtel Xamax. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Luzerns Pascal Schürpf (rechts) springt in die Höhe. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Am Boden: Luzerns Christian Schneuwly (unten) gegen Janick Kamber von Neuchâtel Xamax. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Neuchtel Xamax erzielt das 2:0, Mirko Salvi im Tor ist geschlagen. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Luzerns Francisco Rodriguez hadert nach einer verpassten Chance. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Das Resultat. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
Das Cornerverhältnis. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Juli 2018)
14 Bilder

FC Luzern verliert zum Saisonauftakt gegen Neuchâtel Xamax

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