FCL schliesst Jahr mit einem Defizit

Die Generalversammlung der FC Luzern-Innerschweiz AG sprach am Dienstagabend in der swissporarena dem Verwaltungsrat das Vertrauen aus. Mike Hauser wurde als Präsident wiedergewählt. Es resultierte aber auch ein Verlust von über 400'000 Franken.

Sara Häusermann
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Fans wollen, dass Mike Hauser bleibt. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Fans wollen, dass Mike Hauser bleibt. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Die Generalversammlung der FC Luzern-Innerschweiz AG vom Dienstagabend wurde mit viel Spannung erwartet. Die neusten Umstrukturierungen innerhalb des FCL gaben im Voraus viel zu reden. Man konnte erwarten, dass der eine oder andere noch etwas zu sagen hatte dazu, dass Mike Hauser nur noch ein Jahr Präsident sein wird. Schliesslich verlief die GV dann aber erstaunlich ruhig.

Hauser erntet Applaus für seine Worte

Vor der Wiederwahl des Verwaltungsrates musste die Versammlung darüber entscheiden, ob die Amtsdauer in den Statuten auf ein Jahr festgelegt wird (bis jetzt waren es zwei Jahre). Einige Kleinaktionäre stellten sich entschlossen gegen diesen Vorschlag, hatten aber kein entscheidendes Gewicht. Schliesslich stellten sich sowohl Thomas Schönberger als auch Marco Castellaneta - und Mike Hauser zur Wiederwahl.

Vor dem Wahlprozedere nahm Mike Hauser Stellung zu den aktuellen Berichterstattungen zu seiner Person. Er erläuterte nochmals, warum es für ihn nicht in Frage kam, das Präsidentenamt als Vollzeitjob auszuüben. "Ich führe mit meinem Bruder zusammen einen Familienbetrieb mit einer langen Tradition. Das war für mich keine Frage", so Mike Hauser.

5,2 Mio. Franken für Spieler-Löhne

Entgegen der Befürchtungen resultierte im vergangenen Jahr kein Millionenloch. CEO Thomas Schönberger konnte bei einem konsolidierten Umsatz von 25 Millionen Franken (FC Luzern-Innerschweiz AG und swissporarena events ag) einen Betriebsgewinn von 40‘000 Franken bekanntgeben. Aufgrund von ausserordentlichen Aufwendungen für freigestelltes Personal im sportlichen Bereich resultierte jedoch insgesamt ein Unternehmensverlust von 407‘000 Franken.

Schönberger präzisierte noch, dass die letztjährige erste Mannschaft nicht die teuerste aller Zeit beim FC Luzern war. "Insgesamt kosteten uns die Spieler-Löhne 5,2 Mio. Franken. Damit war dies die zweitteuerste Mannschaft", so Schönberger.