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FCL setzt sich historischen Auswärtssieg auf den Färöern-Inseln als Ziel

Europa-Reisen sind für die Fans ein Erlebnis, sportlich für den FC Luzern aber stets ein Graus. Das soll sich auf den Färöer-Inseln gegen Klaksvik ändern.
Raphael Gutzwiller
Wird im Rückspiel am Donnerstag kaum von Anfang spielen: Eric Tia Chef (links). (Bild: Urs Flüeler/Keystone, Luzern, 25. Juli 2019)

Wird im Rückspiel am Donnerstag kaum von Anfang spielen: Eric Tia Chef (links). (Bild: Urs Flüeler/Keystone, Luzern, 25. Juli 2019)

Der FC Luzern könnte am Schweizer Nationalfeiertag einen historischen Sieg landen. Gewänne er das das Auswärtsspiel auf den Färöer-Inseln gegen Klaksvik, wäre dies der erste Auswärtssieg der Vereinsgeschichte in einem europäischen Wettbewerb – abgesehen von Spielen im verblichenen UI-Cup.

Die Chancen, endlich ein europäisches Spiel auf fremdem Terrain zu gewinnen, stehen auf den Färöer-Inseln so gut wie lange nicht mehr. Im Hinspiel hatte der FCL aufgezeigt, wie gross der spielerische Unterscheid der Schweizer Super League und der färöischen Betri-Deildin ist. Der Schweizer Tabellenfünfte des Vorjahres schlug den Tabellenfünften von den Färöern wegen mangelnder Chancenverwertung – fünf Mal landete der Ball an der Torumrandung – aber nur mit 1:0. «Unser Ziel ist es, auch das Rückspiel zu gewinnen», sagt FCL-Trainer Thomas Häberli. Bereits ein Unentschieden würde zum Weiterkommen in der Europa-League-Qualfikation reichen. Etwas, was die Luzerner letztmals 1992 schafften.

Rund 120 FCL-Fans reisen auf die Färöer-Inseln

Der Hauptfokus des Teams von Thomas Häberli liegt derweil auf der heimischen Meisterschaft. Dies hat nicht zuletzt die Aufstellung in der Heimpartie gegen Klaksvik gezeigt, als Häberli mehrere Stammspieler für das Meisterschaftsspiel gegen Zürich geschont hatte. Auch im Rückspiel könnte es zu einigen Änderungen kommen. Häberli und mehrere Vereinsexponenten haben bereits darauf hingewiesen, wie schwierig der beschwerliche Weg bis in die Gruppenphase ist. Nach dem Klaksvik-Spiel träfe man auf Espanyol Barcelona, bei einem Weiterkommen müsste man noch in die Playoffs.

Dennoch ist sich Häberli bewusst, dass er sich auf den Färöer-Inseln keine Niederlage erlauben darf. Es ist anzunehmen, dass er diesmal auf Experimente, wie etwa im Hinspiel mit Eric Tia Chef auf dem Flügel, verzichten wird. Auch Sportchef Remo Meyer sagt: «Das Weiterkommen ist Pflicht.»

Für die Fans sind internationale Auswärtsspiele immer etwas Spezielles. Unvergessen bleibt etwa wie sich 2017 in Sassuolo rund 1000 Luzerner Fans im Gegensatz zum Team bei der 0:3-Niederlage europawürdig präsentiert hatten.

So viele werden am Donnerstag nicht dabei sein. Die Anreise auf die Färöer-Inseln ist schwierig und teuer. Car- oder Zugfahrten sind nicht möglich, Direktflüge gibt es keine. Trotzdem werden am Donnerstag rund 120 Luzerner Supporter im Stadion in Toftir erwartet. Die meisten davon treten mit Flügen über Kopenhagen die Reise nach Tórshavn an, einige wenige nehmen von Dänemark gar die Fähre. Von der Hauptstadt Tórshavn reisen sie gemeinsam per Fancar zum Spielort Toftir.

Während die Fans komplizierte Wege auf die Färöer-Inseln auf sich nehmen, hat der FC Luzern selber ein Kleinflugzeug gemietet. Mit jenem fliegt er von Zürich am Mittwoch um 12 Uhr direkt nach Tórshavn. Mit an Bord werden neben dem Staff und Vereinsmitgliedern 19 Spieler sein. Darunter jene 18, die im Aufgebot für die Partie stehen, dazu kommt David Zibung, der als dritter Torhüter mitreist.

Das Team logiert in Tórshavn und trainiert am Mittwoch dort. Am Matchtag reist es mit dem Car nach Toftir. Dort soll der FCL Geschichte schreiben und den ersten internationalen Auswärtssieg landen.

Luzerns europäische Auswärtsreisen

Bei 14 europäischen Auswärtsreisen (ohne UI-Cup) siegte der FCL noch nie, spielte lediglich dreimal 1:1-Unentschieden.

Meistercup

13. September 1989. 1. Runde: PSV Eindhoven – FC Luzern 3:0.

Cupsieger-Cup

28. November 1960. Viertelfinal: AC Fiorentina – FC Luzern 6:2 (0:3, 2:6)

16. September 1992. 1. Runde: Lewski Sofia – FC Luzern 2:1.

4. November 1992. 2. Runde: Feyenoord Rotterdam – FC Luzern 4:1.

18. September 1997. 1. Runde: Slavia Prag – FC Luzern 4:2.

Uefa-Cup, Europa League

17. September 1986. 1. Runde: Spartak Moskau – FC Luzern 1:0.

2. Oktober 1990. 1. Runde: MTK Budapest – FC Luzern 1:1.

7. November 1990. 2. Runde: Admira Wacker – FC Luzern 1:1.

5. August 2010. 3. Qualifikationsrunde: FC Utrecht – FC Luzern 1:0.

23. August 2012. Play-off-Runde: KRC Genk – FC Luzern 2:0.

27. Juli 2014. 2. Qualifikationsrunde: St. Johnstone – FC Luzern 1:1 (5:4 n.P.)

4. August 2016. 3. Qualifikationsrunde: US Sassuolo Calcio – FC Luzern 3:0.

12. Juli 2017. 2. Qualifikationsrunde: NK Osijek – FC Luzern 2:0.

9. August 2018. 3. Qualifikationsrunde: Olympiakos Piräus – FC Luzern 4:0.

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