FC Luzern spielt auswärts als «weisses Ballett»

Der FC Luzern hat am Sonntag mit rund 2000 Fans die Saisoneröffnung gefeiert. Die Mannschaft präsentiert das neue weisse Auswärtsdress. Derweil fordert Trainer René Weiler klar und deutlich Verstärkungen für sein Team.

Daniel Wyrsch
Drucken
Teilen
Stefan «Goofy» Wolf (vorne) präsentiert vor FCL-Goalie-Urgestein David Zibung (links) und Yannick Schmid das neue Luzerner Auswärtsdress.  (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Juli 2018))

Stefan «Goofy» Wolf (vorne) präsentiert vor FCL-Goalie-Urgestein David Zibung (links) und Yannick Schmid das neue Luzerner Auswärtsdress.  (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Juli 2018))

Die Stimmung vor der Swisspor-Arena erreichte ihren Höhepunkt bei der Vorstellung der Mannschaft. Als erster Spieler durfte das FCL-Urgestein David Zibung auf die Bühne treten. Der 34-jährige Torhüter bewies einmal mehr, wie eloquent er ist. Von Moderator Thomas Erni auf die sportliche Postur im neuen Goaliedress angesprochen, antwortete Zibung schlagfertig: «Die Figur sollte schon stimmen, solange ich noch tschutte!»

Vielleicht ist es die letzte Saison für Zibung als Profi. Der Vertrag des langjährigen Luzerner Stammtorwarts läuft Ende Saison aus. Auf seinem Trikot steht immer noch die Nummer 1, doch der FCL hat nach dem Abgang von Jonas Omlin (24) zum FC Basel einen neuen Hauptanwärter für den Platz zwischen den Pfosten verpflichtet: Mirko Salvi (24). Die frühere Lugano-Torwart kam via Basel und den Grasshoppers aus Zürich nach Luzern.

Salvi ist zum FCL gekommen, um zu spielen

Salvi hatte vor seinem leihweisen Wechsel zum FCL bei GC einen Dreijahresvertrag unterschrieben und bestritt dort Testspiele. Auf die Schnelllebigkeit im Business angesprochen, meinte der sympathische Profi aus Yverdon: «Im Fussball kann es schnell gehen. Es war für mich ein etwas komischer Sommer, aber ich bin sehr froh, jetzt hier in Luzern zu sein.»

Auch auf die Frage, ob er am nächsten Samstag (19 Uhr) im ersten Saisonmatch zu Hause gegen Aufsteiger Neuchâtel Xamax das Luzerner Tor hüten werde, hatte Salvi eine klare Antwort: «Das sollten Sie den Trainer fragen, aber sicher bin ich zum FCL gekommen, um zu spielen.»

Mirko Sali: «Ich bin gekommen, um zu spielen»

In Luzern hat Salvi die Nummer 14, das Goalieshirt ist orange mit roten Streifen. Ihm gefällt’s, er mag leuchtende Farben. Das neue Auswärtsdress der Feldspieler steht im Kontrast dazu. Captain Claudio Lustenberger (31) freut sich über das modische Trikot: «Endlich ist es wieder weiss.» Und: «Zu Hause spielen wir ganz in Blau, auswärts ganz in Weiss, wir vertreten unsere Farben», stellt er vor seiner 13. Saison beim FCL fest.

Christian Schneuwly (links) und Pascal Schürpf präsentieren das neue FCL-Auswärtsdress. (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Juli 2018))
20 Bilder
Francisco Rodriguez posiert für einen Fan (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Juli 2018))
Stefan «Goofy» Wolf (vorne) präsentiert vor FCL-Goalie-Urgestein David Zibung (links) und Yannick Schmid das neue Luzerner Auswärtsdress. (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Juli 2018))
FCL-Urgestein David Zibung (hinten) feiert seinen Teamkollegen Loïc Jacot bei der Präsentation der Mannschaft an. (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Juli 2018))
Die Mannschaft des FC Luzern in den neuen Auswärtsleibchen (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Juli 2018))
Valeriane Gvilia posiert mit einem Fan (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Juli 2018))
Innenverteidiger Stefan Knezevic posiert mit einem jungen FCL-Fan vor dem Smartphone dessen Mutter. (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Juli 2018))
(Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Juli 2018))
(Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Juli 2018))
(Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Juli 2018))
(Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Juli 2018))
Mirko Salvi ist der neue Torhüter des FC Luzern (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Juli 2018))
FCL-Trainer René Weiler (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Juli 2018))
(Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Juli 2018))
(Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Juli 2018))
(Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Juli 2018))
(Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Juli 2018))
(Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Juli 2018))
(Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Juli 2018))

Christian Schneuwly (links) und Pascal Schürpf präsentieren das neue FCL-Auswärtsdress. (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 15. Juli 2018))

Für Trainer René Weiler (44) ist es die erste Spielzeit in der Innerschweiz. Er ist der Nachfolger von Gerardo Seoane (39), der neu den Meister YB trainiert. Bei der Präsentation von Weiler ist spürbar, dass er zuletzt in Nürnberg und vor allem bei Anderlecht erfolgreich gearbeitet hat. Moderator Erni spricht davon, dass die komplette Mannschaft im neuen Dress vor Weiler stehe. Der neue Coach meint sofort: «Ich hoffe nicht, dass dies bereits das komplette Team ist.» Natürlich würde er mit dem bestehenden Kader gerne arbeiten, aber Weiler fordert trotzdem mindestens zwei Verstärkungen: «Einen Stürmer und einen Aussenverteidiger.» Die Fans unterstützen Weilers Forderung mit Applaus.

Schürpf feiert Geburtstag und dankt für sein Fanlied

Grossen Zuspruch erntet auch Pascal Schürpf. Der Goalgetter schoss in der Rückrunde zehn Tore, am Sonntag feierte er den 29 Geburtstag, und er hat einen eigenen Fansong. «Die Fans pushen mich mit diesem Lied.» Gelegenheit zum Dankeschön sagen hatten er und die anderen Spieler bei der Autogrammstunde. Viele Anhänger kauften das neue Dress oder das Fanshirt «Luzern international». Der FCL spielt bekanntlich im August um die Europa-League-Qualifikation.

Hinweis: Ein grosses Interview mit René Weiler lesen Sie am Dienstag in der «Luzerner Zeitung». 

FCL-Coach Weiler: «Eine Nummer 1 bestimme ich nie»

René Weiler ist seit knapp drei Wochen im Amt. Der neue Luzern-Trainer spricht über die personelle Situation nach den Abgängen von Hekuran Kryeziu und Jonas Omlin sowie dem bisher einzigen Zuzug Mirko Salvi.
Daniel Wyrsch