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FCL-Sportchef Remo Meyer: «Ich bin positiv gestimmt für die Rückrunde»

Beim FC Luzern freuen sich Trainer René Weiler und Sportchef Remo Meyer über eine insgesamt gelungene Vorrunde. Meyer sieht aber auch die Defizite, und sagt, was er mit den drei FCL-Urgesteinen David Zibung, Christian Schwegler und Claudio Lustenberger vor hat.
Daniel Wyrsch
Entspannte FCL-Verantwortliche am Tag nach dem 2:1-Heimsieg über St. Gallen: Trainer René Weiler (links) und Sportchef Remo Meyer. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 17. Dezember 2018))

Entspannte FCL-Verantwortliche am Tag nach dem 2:1-Heimsieg über St. Gallen: Trainer René Weiler (links) und Sportchef Remo Meyer. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 17. Dezember 2018))

Sportchef Remo Meyer (38) und Trainer René Weiler (45) standen am Montag für die Vorrundenbilanz des FC Luzern Red und Antwort. Kurz und prägnant äusserte sich Weiler über Platz 5 zur Saisonhälfte mit 25 Punkten aus 18 Partien: «Wir stehen mit dieser Ausbeute sehr gut da», sagte der zufriedene Coach und blickte zurück. «Die Anfangsphase mit vielen Verletzten war schwierig, da trainierten wir mit nur 15, 16 Spielern.» Zudem hatte der neue Trainer im Vergleich zu den Vorgängern Markus Babbel und Gerardo Seoane nicht mehr auf die Dienste der Leistungsträger, Torhüter Jonas Omlin (zu Basel) und Mittelfeldspieler Hekuran Kryeziu (zu Zürich), zählen können.

Aufgefallen ist in den letzten vier Partien seit dem Basel-Heimspiel (1:1), dass die Handschrift von Weiler immer klarer erkennbar ist: Vorwärtsspiel über die Flügel, schnelles Umschalten, Tempofussball. Der Trainer kitzelt die Qualitäten aus den Spielern heraus, ungeachtet der Tatsache, dass spielerische Rückschläge wie in der letzten halben Stunde im Heimmatch gegen St. Gallen (2:1) möglich sind.

Unsere Zeitung hat mit Sportchef Remo Meyer eine detaillierte Bilanz zur Vorrunde gezogen. Die Antworten erfolgen auf Stichworte, darunter auch solche zu Personalfragen.

Vorrundenbilanz

«Wir dürfen zufrieden sein mit der ersten Saisonhälfte, hatten wir doch einen mittleren Umbruch im Sommer. Wir starteten glück- und erfolglos mit zwei Niederlagen. Nun sind wir eindrücklich zurückgekommen, im zweiten Teil der Vorrunde haben wir stabiler agiert. Defensiv arbeitet die Mannschaft kompakter, offensiv erspielt sie sich zahlreiche Chancen. Die Entwicklung ist offensichtlich, das stimmt mich positiv für die Rückrunde.»

Tendenz

«Wenn wir so weiterschaffen, dann werden wir weitere Siege und Punkte einfahren. Auf einen Tabellenplatz legen wir uns nicht fest. Dazu ist die Liga zu ausgeglichen, ich könnte jeweils keinen sicheren Tipp abgeben, wer gewinnt – ausser wenn die überragenden Young Boys mitspielen.»

Mit Hochgeschwindigkeitsfussball zur 2:0-Führung gegen St. Gallen: FCL-Rechtsaussen Ruben Vargas (Mitte) trifft mit dem linken Fuss. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 16. Dezember 2018))

Mit Hochgeschwindigkeitsfussball zur 2:0-Führung gegen St. Gallen: FCL-Rechtsaussen Ruben Vargas (Mitte) trifft mit dem linken Fuss. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 16. Dezember 2018))

Tempofussball

«Besonders gegen St. Gallen spielte das Team sehr schnell nach vorne. Die ersten 50, 60 Minuten war das ein guter Match von uns, allerdings fehlte es an der Effizienz. Bereits in den vorherigen Partien hatten wir in diesem Punkt ein Manko. Positiv ist, dass wir zu Chancen kommen und dynamisch agieren. In den letzten 30 Minuten mussten wir den 2:1-Sieg quasi in die Winterpause retten. Da fehlt uns noch ganz deutlich die Variabilität im Spiel, um den Ball auch mal in den eigenen Reihen behalten zu können, das Tempo zu variieren. Wichtig für den Kopf ist, dass die Spieler mit einem Erfolgserlebnis in die Ferien gehen konnten.»

Winter-/Sommertransfers

«Wir sind auf beide bevorstehenden Transferperioden vorbereitet. Grundsätzlich sind wir zufrieden mit dem Kader, wir haben uns insgesamt gut verstärkt. Grosse Veränderungen streben wir in der Winterpause nicht an. Fakt ist: Wenn das Transferfenster offen ist (in der Schweiz von Januar bis Mitte Februar; Anm. der Red.), kann immer etwas passieren. Vielleicht können wir etwas optimieren – oder bereiten das für nächsten Sommer vor.»

Goaliediskussion

«Stand heute haben wir drei Torhüter bis Ende Saison unter Vertrag. Voraussichtlich werden wir die Saison mit David Zibung, Mirko Salvi und U21-Goalie Loïc Jacot beenden. Mit Salvi stehen Gespräche an, da er sich verletzt hat und länger ausgefallen ist. Bei seinen Einsätzen konnte er nicht immer wie gewünscht performen. Für Jacot war wichtig, dass er als Ersatzkeeper schon bei den Profis reinschnuppern konnte.»

Ndenge

«Tsiy William Ndenge laboriert immer noch an einer Innenbandverletzung herum. Wir wussten, dass er im November oder bei schlechtem Heilungsverlauf erst für die Rückrunde ins Mannschaftstraining einsteigt. Wir sind überzeugt vom Mittelfeldspieler, der dem Trainer mehr Optionen geben wird.»

Georgier

«Otar Kakabadze hat vor seiner Verletzung in der Defensive ein Manko offenbart, das wurde erkannt. Aber er ist ein Spieler, der zu uns passt und seine Stärken besitzt auf der rechten Abwehrseite. Er wird sich positiv entwickeln. Auch mit Valeriane Gvilia planen wir weiter. Für ihn ist es zurzeit keine einfache Situation, vor seiner Verletzung im Frühling hatte er stark aufgespielt, seither ist er nicht mehr so dominant. Da der neue Trainer René Weiler vermehrt auf andere Aufbauer setzte, fehlt ‹Vako› der Rhythmus. Er muss die Leistung abrufen, sobald er die Chance erhält. Die Ferien werden ihm gut tun.»

Juric

«Tomi Juric war einen Grossteil des Kalenderjahres 2018 verletzt. Der Vertrag läuft Ende Saison aus, ich gehe davon aus, dass er diesen erfüllt. Er nimmt im Januar mit Australien am Asien-Cup teil. Wie es im Sommer weitergeht, werden wir sehen.»

FCL-Urgesteine

«Die Verträge der erfahrenen einheimischen Spieler David Zibung, Christian Schwegler und Claudio Lustenberger laufen Ende Saison aus. Bei allen Dreien ist die Konstellationen ähnlich. Wir werden die Gespräche in der Winterpause führen, eine gemeinsame ehrliche und korrekte Auslegeordnung vornehmen. Es ist noch offen, ob sie weiterspielen oder nicht. Das Ziel ist, alle drei im Verein zu behalten.»

Die Noten der FCL-Spieler in der Partie gegen St. Gallen:

David Zibung, Torhüter, Note 4
Ein Missverständnis zwischen ihm und Lucas Alves führt zum 1:2. Sonst ist er nur wenig beschäftigt. (Bild: Urs Flüeler / Keystone (Luzern, 16. Dezember 2018))
Christian Schwegler, rechter Verteidiger, Note 4,5
Mit generösem Einsatz am Werk. Ab der 70. Minute trägt der Ettiswiler die Captainbinde für Schürpf. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 16. Dezember 2018))
Lucas Alves (Mitte), Innenverteidiger, Note 4,5
Trotz dem Mitverschulden am 1:2 ist er in der Abwehr eine Bank. Oft klärt er mit wuchtigen Kopfbällen. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 16. Dezember 2018))
Lazar Cirkovic, Innenverteidiger, Note 4,5
Er erfüllt seine Aufgabe mit sicheren Aktionen in der Abwehr, das führt zu recht grosser Stabilität. (Bild: Urs Flüeler / Keystone (Luzern, 16. Dezember 2018))
Silvan Sidler, linker Verteidiger, Note 4,5
Der 20-Jährige sieht seinen Schuss von Lopar an den Pfosten (48.) gelenkt. Insgesamt ein sehr solider Auftritt des Abwehrmanns. (Bild: Urs Flüeler / Keystone (Luzern, 16. Dezember 2018))
Simon Grether, defensives Mittelfeld, Note 5
Er ist lange ein Aktivposten: gewinnt Zweikämpfe, spielt gute Pässe. Mitte der 2. Halbzeit muss er taktisch auf die Seite weichen. (Bild: Urs Flüeler / Keystone (Luzern, 16. Dezember 2018))
Marvin Schulz, defensives Mittelfeld, Note 4,5.
Macht seine Sache erneut ordentlich, gibt gute Zuspiele, aber auch unnötige zu Spielern im Offside. (Bild: Urs Flüeler / Keystone (Luzern, 16. Dezember 2018))
Ruben Vargas, rechtes Mittelfeld, Note 5
Das 1:0 erzwungen, das 2:0 erzielt. Als er in der 60. Minute ausgewechselt wird, geht dem FCL das Offensivfeuer aus. (Bild: Urs Flüeler / Keystone (Luzern, 16. Dezember 2018))
Shkelqim Demhasaj, offensives Mittelfeld, Note 5
Er bereitet das 2:0 mit einem Topzuspiel vor, spielt Sidler (48.) frei. Selber lässt er eine Chance aus. (Bild: Urs Flüeler / Keystone (Luzern, 16. Dezember 2018))
Pascal Schürpf, linkes Mittelfeld, Note 4
Die «doppelte Hand Gottes» sieht der Schiri (22.); statt Tor gibt’s die gelbe Karte. Doch der Captain fightet bis zur Auswechslung. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 16. Dezember 2018))
Blessing Eleke, Mittelstürmer, Note 4
Spielt Vargas vor dem 1:0 frei, agiert teils zu eigensinnig – und ist später am Flügel wirkungslos. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 16. Dezember 2018))
Idriz Voca, defensives Mittelfeld, Note 4,5
Eingewechselt für die letzte halbe Stunde, spielt er sehr solide. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Zürich, 9. Dezember 2018))
Valeriane Gvilia, offensives Mittelfeld, Note 3
Er kommt für Schürpf (70.) ins Spiel – und findet keine Bindung zu seinen Mitspielern. Der Georgier ist bemüht, aber wirkungslos. (Bild: Urs Flüeler / Keystone (Luzern, 16. Dezember 2018))
Nicht bewertbar: Oliver Custodio. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Zürich, 9. Dezember 2018))
Marvin Schulz, Yannick Schmid, David Zibung, Pascal Schürpf, Christian Schwegler und Lucas Alves (von links) lassen sich nach dem Spiel von den Fans feiern. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 16. Dezember 2018))
15 Bilder

Die Noten der FCL-Spieler in der Partie gegen den FC St. Gallen

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