FCL-Sportchef vor dem Aus

FC Luzern gegen FC Thun am Sonntag wird für zwei FCL-Chefangestellte zum «Spiel der letzten Chance». Die Investoren um Bernhard Alpstaeg wollen der «Verlotterung» nicht länger zuschauen.

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Für Heinz Hermann, Sportchef des FC Luzern, könnte es ungemütlich werden. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Für Heinz Hermann, Sportchef des FC Luzern, könnte es ungemütlich werden. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

FCL-Hauptaktionär Bernhard Alpstaeg (67) ist wütend über die Leistungen der Luzerner Fussballer. Zum leidenschaftslosen Auftritt am letzten Donnerstag in Zürich bei GC (0:2) sagte der Patron der international tätigen Firma Swisspor in Steinhausen: «Ich habe mich geschämt für den FCL, fühlte mich wie ein Hund gedemütigt.» Alpstaeg verfügt zusammen mit Ehrenpräsident Walter Stierli (64) über die Aktienmehrheit der Löwen Sport und Event AG, der «Hausbank» des FC Luzern. Der in St. Niklausen LU am Vierwaldstättersee wohnhafte Unternehmer, dessen Vermögen auf gegen 1 Milliarde Franken geschätzt wird, spricht im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag» Klartext. Die Investoren würden nicht mehr länger zuschauen. «So geht es nicht weiter, der FCL macht auf mich einen Eindruck der Verlotterung.»

«Spieler zu wenig motiviert»

Alpstaeg ist sehr direkt. Als der inzwischen entlassene Trainer Murat Yakin mit einem Wechsel zu Basel oder YB kokettiert hatte, meinte er: «Falls Herr Yakin einen grösseren Klub findet, soll er gehen.» Für den weiteren sportlichen Niedergang macht Alpstaeg Sportchef Heinz Hermann und den neuen Coach Ryszard Komornicki verantwortlich. Seiner Meinung nach würden sie ihre Jobs vernachlässigen und die Spieler zu wenig motivieren können. Nur falls dem FCL heute (13.45) im Heimspiel gegen Thun eine markante Leistungssteigerung gelingt, dürften Sportchef und Trainer im Amt bleiben.

Daniel Wyrsch

Hinweis:
Luzern-Thun ab 13.45 Uhr im Liveticker auf luzernerzeitung.ch