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Häberlis Oktober-Versprechen: Wird sich sein Team weiter steigern?

Für den FC Luzern beginnt am Samstag (19.00) in Thun das zweite Saisonviertel. Gemäss Thomas Häberli wird sich sein Team weiter steigern.
Daniel Wyrsch
Luzerns Cheftrainer Thomas Häberli im St. Jakob-Park bei der Niederlage gegen Basel. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Luzerns Cheftrainer Thomas Häberli im St. Jakob-Park bei der Niederlage gegen Basel. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

FCL-Trainer Thomas Häberli (45) hat bis jetzt mit seinen Prognosen recht behalten. Der Seetaler sagte einen schwierigen Saisonstart mit der Belastung in der Europa-League-Qualifikation voraus. Nach total vier Spielen gegen Klaksvik von den Färöer-Inseln sowie das La-Liga-Team Espanyol Barcelona kam das Aus – und Thomas Häberli versprach bei der Rückkehr zur Trainingsarbeit zu Hause auf der Allmend eine spielerische Verbesserung. «Trainieren hilft einer nicht fertigen Mannschaft», begründete er.

Der FCL schaffte die zwingend notwendige Steigerung, endlich spielte sich Häberlis Mannschaft Ende August in Sion mehrere gute Torchancen heraus, das war das Positive an der 1:2-Niederlage. Doch nach fünf Ligapartien hatten die Luzerner lediglich vier Punkte. Aber dann wurde für die Innerschweizer der September zum Erntemonat: Nach einem 2:2 gegen Meister YB folgte in Lugano ein 1:1 und gegen Neuchâtel Xamax der befreiende 1:0-Heimsieg. Das 0:3 am vergangenen Sonntag beim wiedererstarkten FC Basel, der die Tabelle nach dem ersten Saisonviertel mit drei Punkten Vorsprung auf YB anführt, war zu erwarten gewesen.

Exakt auf Alpstaegs «Budget-Rang»

Fünf Zähler Zuwachs in den letzten vier Partien bringen den FCL auf ein aktuelles Total von neun Punkten in ebenso vielen Runden. «Wir müssen Punkte sammeln wie das Eichhörnchen Nüsse», hatte Häberli kürzlich gefordert. Platz 7 führt natürlich nicht zu einer Euphorie, obwohl Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg vor wenigen Jahren seine strengen neuen Budgetvorgaben mit der kontroversen Aussage erklärte: «Ehrlich gesagt ist mir ein siebter Platz mit wenig Verlust lieber, als Zweiter zu werden, mit einem grossen Verlust.»

Das Budget des FCL für die Super-League-Mannschaft inklusive Trainer und Staff liegt inzwischen bei etwas über 7 Millionen Franken. Darum dürfen die bescheidenen Leistungen und das teilweise biedere Niveau des Häberli-Teams nicht überraschen. Nichtsdestotrotz sind die Erwartungen andere. Noch immer hängt man den Erinnerungen an bessere Zeiten nach, singen die Fans vom Sommer 1989. Damals herrschte Euphorie in der Region, der FCL holte unter Friedel Rausch den einzigen Meistertitel.

Viele Tore hat Luzern in der Finalrunde 1989 ebenfalls nicht geschossen (17 in 14 Partien), aber etwas mehr als aktuell waren es schon: 7 Treffer in 9 Spielen sind etwas gar mager. Häberli verspricht erneut Verbesserung. Nimmt man das 0:3 in Basel als Streichresultat, dann ist der FCL auf einem «Steigerungslauf», wie der Coach den Aufwärtstrend bezeichnete. Überzeugt von sich und den Spielern sagte er vor Wochenfrist: «Wir werden im Oktober unsere Ziele erfüllen, und man wird sehen, dass wir uns in der Tabelle dort einordnen, wo wir hin wollen.» Selbstbewusst verspricht Häberli: «Im Oktober werden wir noch besser sein als im September.»

Bezogen auf die Ergebnisse müsste das Versprechen des Trainers bedeuten: Aus den drei Ligaspielen im Oktober in Thun, gegen Sion und in Neuenburg gegen Xamax müssten mindestens sechs Punkte gewonnen werden, vergleicht man mit den fünf Zählern im September gegen Xamax, Lugano und YB plus dem Streichresultat gegen den FCB. Zudem müsste der FCL in den Cup-Achtelfinals das Challenge-League-Spitzenteam GC am 30. Oktober in Zürich bezwingen. Das Oktober-Programm fängt allerdings morgen mit einer hohen Hürde an, wenn man weiss, dass Luzern in der Thuner Arena seit 2011 in 16 Begegnungen nur 2 Siege feierte, dazu 5 Unentschieden errang und nicht weniger als 9 Niederlagen bezog. Derzeit stehen die Berner Oberländer auf dem letzten Platz, die Chance auf den ersten FCL-Vollerfolg seit Ende November 2016 (2:1) beim unbequemen Auswärtsgegner ist sicher grösser auch als schon. Ein positives Resultat ist eminent wichtig, um mit einem guten Gefühl in die zweiwöchige Länderspielpause zu gehen.

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