Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

«Ich könnte auch anderswo arbeiten gehen» – FCL-Trainer Häberli bleibt trotz ungeklärter Zukunft gelassen

Luzerns Traum vom Cupfinal ist mit dem Halbfinal-Aus gegen Thun geplatzt, am Samstag (19 Uhr) erwartet der FCL die Berner Oberländer zur Revanche. Offen bleibt, ob Thomas Häberli Coach der Innerschweizer bleibt.
Daniel Wyrsch
Luzern-Trainer Thomas Häberli am vergangenen Dienstag während dem verlorenen Cup-Halbfinal gegen Thun. (Bild: Claudio Thoma/Freshfocus (Luzern, 23. April 2019))

Luzern-Trainer Thomas Häberli am vergangenen Dienstag während dem verlorenen Cup-Halbfinal gegen Thun. (Bild: Claudio Thoma/Freshfocus (Luzern, 23. April 2019))

Thomas Häberli hat die Analyse des bitteren Cup-Ausscheidens gegen Thun im eigenen Stadion gemacht. Die Ruhe und Cleverness im Abschluss hatten gefehlt, um den Unterschied zu den sehr kompakt in der Defensive stehenden Gästen herbeizuführen. Stattdessen nutzten die Berner Oberländer ihren einzigen Torschuss der zweiten 45 Minuten zum 1:0-Siegtor. Statt Luzern steht Thun am 19. Mai in Bern im Cupfinal.

Am Samstag sind die Thuner schon wieder in Luzern zu Gast. Das erste der sechs restlichen Meisterschaftsspiele steht auf dem Programm. Der FCL hat die letzte Chance, Thun in dieser Saison zu bezwingen. In den vier bisherigen Pflichtspielen gegen die Berner Oberländer setzte es drei Niederlagen und ein Unentschieden ab. Thomas Häberli erwartet eine ähnliche Partie wie am vergangenen Dienstag im Cup-Halbfinal: «Das Spielsystem, das die beiden Mannschaften bevorzugen, bleibt bestehen, egal, ob es sich um einen Cupmatch oder ein Ligaspiel handelt», ist der FCL-Trainer überzeugt.

Unbequeme Thuner fordern vom Gegner enormen Aufwand

Im Umkehrschluss bedeutet das: Die Innerschweizer müssen mit grösster Wahrscheinlichkeit wieder einen grossen Aufwand betreiben, um gegen die robusten Thuner zu Torchancen zu kommen. Zu hoffen ist aus Luzerner Sicht, dass Häberlis Angreifer effizienter sind als im verlorenen Cupspiel.

Der heimschwache FCL braucht Punkte, damit gegen unten in der Tabelle nichts mehr anbrennen kann. Zu Neuchâtel Xamax (trifft am Samstag zu Hause auf Schlusslicht GC) und den Barrage-Platz beträgt der Vorsprung lediglich fünf Punkte. Auf der anderen Seite könnte Luzern das drittplatzierte Thun mit einem Sieg im Direktduell von den Zählern her einholen. Die zwischen Rang 3 und 9 sehr ausgeglichene Zehnerliga führt zu dieser aussergewöhnlichen Konstellation.

Übergangstrainer oder Coach über die laufende Saison hinaus?

Kein Zweifel, Thomas Häberli spielt mit dem FCL in den restlichen Partien gegen Thun, Lugano, GC, Basel, Zürich und YB um seine Zukunft, bekanntlich läuft sein Vertrag Ende Saison aus. Ist er nur ein Übergangstrainer, der nach der Freistellung von René Weiler Ende Februar eingesprungen ist? Oder bekommt er die Chance, die Mannschaft mit seinen Ideen auf die neue Saison vorzubereiten und weiterhin zu führen?

Häberli sagt, er sei ständig am Optimieren, er mache das Beste aus den vorhandenen Möglichkeiten. «Aber ich würde anders spielen lassen», gibt er zu. Die nötige Zeit zum Einüben seines Spielsystems mit seiner Handschrift müsste er also bekommen. Gemäss Häberli finden die Vertragsgespräche über seine Zukunft im Mai statt. Nicht erst Ende Mai, aber auch nicht bereits nächste Woche zu Beginn des Monats.

Familienvater Häberli lässt sich durch die ungeklärte Zukunft nicht aus der Ruhe bringen:

«Ich nehme es locker, weiss um meine Fähigkeiten. Ich könnte auch anderswo arbeiten gehen.»

Für ihn ist nicht der geschaffte Klassenerhalt der entscheidende Zeitpunkt, um dann mit Sportchef Remo Meyer die Vertragsgespräche zu führen. «Wir müssen nicht über die Tabellensituation reden, damit hat es nichts zu tun», erklärt er. Aus Häberlis Optik geht es offensichtlich um die Qualität seiner Arbeit: «Der Verein konnte mich röntgen, ich konnte den Verein röntgen. Jetzt geht es darum, sich zu finden.»

Die Häberli-Bilanz ist ausgeglichen

Übrigens: Die Bilanz von Thomas Häberli als FCL-Coach ist bislang sehr ausgeglichen: drei Siege, drei Unentschieden und drei Niederlagen in der Liga sowie ein Sieg (YB) und eine Niederlage (Thun) im Cup. Der Ballwiler ist kein «Wunderwuzzi», wie die Österreicher einen Alleskönner auf dem Trainerstuhl bezeichnen. Häberli ist ein grundsolider, realistischer und ehrlicher Coach. Er passt zur Innerschweiz.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.