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FCL-Trainer Thomas Häberli: «Gegen Xamax müssen wir gewinnen!»

Der FC Luzern empfängt am Samstag (19 Uhr) Neuchâtel Xamax. Gegen den Tabellenvorletzten ist nach zuletzt lediglich zwei Punkten aus vier Spielen ein Sieg gefordert – mit der 10. Heimniederlage würde der Barrage-Platz bedrohlich näher rücken.
Daniel Wyrsch
FCL-Trainer Thomas Häberli (Zweiter von rechts) gibt Mittelfeldspieler Idriz Voca (rechts) Anweisungen, danebenChristian Schwegler (links) und Blessing Eleke. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 10. April 2019))

FCL-Trainer Thomas Häberli (Zweiter von rechts) gibt Mittelfeldspieler Idriz Voca (rechts) Anweisungen, daneben
Christian Schwegler (links) und Blessing Eleke. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 10. April 2019))

Thomas Häberli (45) hat die Anfangseuphorie mit dem FC Luzern nicht in die letzten Spiele mitnehmen können. Aus jenen vier Ligapartien resultierten nur zwei Punkte, wobei seine Mannschaft zu Hause gegen die Spitzenteams Basel (0:1) und YB (1:3) sowie gegen die schwierigen Auswärtsgegner Thun (1:1) und Sion (2:2) antreten musste. Am Samstag folgt mit dem Heimspiel gegen das an zweitletzter Position platzierte Neuchâtel Xamax eine sogenannte Pflichtaufgabe. Das sieht Trainer Häberli ebenso: «Jetzt müssen wir Punkte holen, wenn wir gegen Xamax spielen, erwartet die Innerschweiz, dass wir gewinnen, egal, wie Xamax gerade unterwegs ist. Ich teile diese Erwartungshaltung.»

Gegen den Aufsteiger schon zweimal verloren

Allerdings ist die Saisonbilanz gegen den Aufsteiger vom Neuenburgersee negativ: Der FCL verlor gleich zweimal und siegte nur einmal. In der letzten Direktbegegnung am 10. Februar stand noch René Weiler an der Seitenlinie, bei Xamax gab Stéphane Henchoz seinen Einstand. Der Ex-Internationale, der in der neuen Saison durch Joël Magnin ersetzt wird, fand das richtige Rezept: Xamax besiegte in der Maladière Luzern mit 2:1. Henchoz wird seine Equipe wahrscheinlich auch in der Swisspor-Arena defensiv kompakt und auf Gegenstösse lauernd spielen lassen. Häberli sagt: «Ich erwarte ein Xamax, das tief stehen wird, die Neuenburger werden schnell umschalten und kontern.»

Schon wieder Kritik am erst halbjährigen Rasen

Die Profis des designierten Meisters YB hatten am Mittwoch das Spielfeld in der Swisspor-Arena kritisiert. Erst vor knapp sechs Monaten ist der zuvor ramponierte Rasen im Hinblick auf den Nations-League-Match der Schweiz gegen Belgien (5:2) durch einen neuen ersetzt worden, nun wird bereits die aktuelle Unterlage bemängelt. Auch Luzern-Coach Häberli findet: «Der Platz ist noch immer nicht 100 Prozent in Bestzustand, wir müssen eher mit langen Bällen operieren, und unsere Chancen nutzen.»

Nach einem hervorragenden Start mit dem Unentschieden beim FC Zürich, den Siegen über GC und St. Gallen sowie im Cup gegen YB sind die erwähnten letzten vier Partien mit bloss zwei Zählern dazugekommen. Häberlis Punkteschnitt steht in der Liga bei 1,29 – Vorgänger Weiler hatte 1,19. Wie geht Häberli mit dem aufkommenden Druck um? «Ich verspüre definitiv keinen Druck, bin ziemlich ­locker unterwegs. Abgerechnet wird im Mai, wir spielen gegen alle noch einmal, ausser gegen Sion, im Cup sind wir auch immer noch dabei.» Für Häberli geht es um viel, sein Ende Saison auslaufender Vertrag ist bis dato noch nicht verlängert worden. Sportchef Remo Meyer lässt sich noch mehrere Wochen Zeit, um herauszufinden, ob er mit dem Trainer weiterarbeiten will.

Zehnte Heimniederlage verboten

Häberli kann nicht viel dafür: Die Luzerner Heimbilanz ist in dieser Saison jene eines potenziellen Absteigers, sogar Schlusslicht GC hat im Moment mit einer Partie mehr vor eigener Kulisse einen Punkt mehr als Luzern. Der FCL ist damit zu Hause Letzter mit schon neun Niederlagen in 14 Partien in der Swisspor-Arena und nur 13 Punkten. Weiler stand bei sieben Heimniederlagen in der Coachingzone, «Häbi» gegen Basel und YB. Kommen wegen der vielen Heimpleiten immer weniger Fans? «Ich will nicht dar­über reden, was gewesen ist. Ich schaue es aus meiner Perspektive an. Wer beim 4:0 gegen YB und beim 3:0 gegen St. Gallen im Stadion gewesen ist, hat Positives erlebt. Das Tor zum 0:1-Endstand gegen Basel fiel in der 81. Minute, die Partie war das Eintrittsgeld trotzdem wert. Ein 1:3 gegen den Meister YB dürfte auch niemanden dazu bringen, nicht mehr zu kommen», fasst Häberli seine Heimmatches zusammen und zieht folgendes Fazit: «Aus dieser Sicht gibt es keinen Grund, nicht mehr in unser Stadion zu gehen.»

Trotz der jetzigen Ernüchterung, der FCL hat am 23. April im Cup-Halbfinal zu Hause gegen Thun die Chance, erstmals seit 2012 in den Final einzuziehen. Häberli: «In der Meisterschaft können wir noch Dritter werden, das ist möglich. Und der Cup-Halbfinal ist unser Highlight. Jedoch wissen wir, es wird schwierig, denn Thun plant schon lange alles auf dieses Spiel hin.»

Zuerst heisst es aber am Samstag gegen Xamax: keinesfalls zum 10. Mal zu Hause verlieren. Mit einer Pleite würde der Abstand zu Xamax und den Barrage-Platz auf fünf Punkte schrumpfen.

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