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FCL verliert auf dem neuen Rasen gegen Thun 0:2 und bezieht bereits die vierte Heimniederlage

Der neue Rasen hat dem FC Luzern kein Glück gebracht: Trotz klarem Chancenplus verlieren die Innerschweizer gegen den FC Thun 0:2 (0:0). Torhüter David Zibung patzt beim ersten Gegentor.
Daniel Wyrsch
Ruben Vargas (Luzern) gegen Nuno Da Silva (Thun). (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Ruben Vargas (Luzern) gegen Nuno Da Silva (Thun). (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

David Zibung (34) sprach nach der unglücklichen 0:2-Heimniederlage Klartext. Er sagte ohne Umschweife: «Das 0:1 war mein Fehler, es tut mir leid für die Mannschaft, die bis zu diesem Zeitpunkt auf Sieg gespielt hat.» Der langjährige Stammgoalie war erst vor der Länderspielpause am 6. Oktober beim 3:2-Überraschungssieg auswärts gegen YB nach 19 Monaten Unterbruch wieder ins FCL-Tor zurückgekehrt. Nun wurde er von zwei ehemaligen Kriens-Spielern im Thuner Dress düpiert: Chris Kablan schoss aus 20 Metern, der bis zu dieser 64. Minute ungeprüfte Zibung liess den Aufsetzer nach vorne abprallen – Dejan Sorgic netzte den Nachschuss souverän zur Führung der Gäste ein. Für den in Unterägeri aufgewachsenen und in Luzern fussballerisch gross gewordenen Sorgic war es bereits das siebte Tor in seinem zehnten Saisonspiel.

Schürpf trifft beim Stand von 0:0 nur den Pfosten

Der FCL war geschockt. Nach zähem Beginn hatten die Innerschweizer die Partie ab der 35. Minute dominiert. Nur liessen sie zu viele hochkarätige Chancen aus. So schon vor der Pause, als Mittelstürmer Blessing Eleke und im zweiten Versuch Rechtsaussen Ruben Vargas an Goalie Guillaume Faivre und Mittelfeldspieler Basil Stillhart, der auf der Torlinie für die Gäste rettete, scheiterten. Hervorragend hatte sich in der 58. Minute Pascal Schürpf durch die Thuner Abwehr gespielt, doch der Schuss des Linksaussen prallte vom Innenpfosten zurück ins Feld. «In dieser Aktion habe ich alles richtig gemacht, nur das Quäntchen Glück im Abschluss fehlte mir», analysierte der Captain.

Luzern-Trainer René Weiler vor dem Spiel (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 20. Oktober 2018))
Luzerns Christian Schwegler (links) gegen Thuns Basil Stillhart. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 20. Oktober 2018))
Luzerns Ruben Vargas mit letztem Einsatz. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 20. Oktober 2018))
Choreo der Fans vor dem Spiel. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 20. Oktober 2018))
Luzerns Ruben Vargas trauert einer vergebenen Chance nach. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 20. Oktober 2018))
Schiedsrichter Lionel Tschudi zeigt Luzerns Christian Schwegler die rote Karte. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 20. Oktober 2018))
Dennis Hediger, rechts, von Thun im Spiel gegen Marvin Schulz, mitte, von Luzern. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler)
Dejan Sorgic, links, von Thun feiert das Tor zum 0:1. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler)
Thun jubelt nach dem Tor zum 0:1. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Blessing Eleke (Luzern) gegen Basil Stillhart (Thun). (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Dejan Sorgic, links, von Thun schiesst das 0:1 gegen Torhüter David Zibung, mitte, von Luzern. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler)
David Zibung. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler)
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FC Luzern - FC Thun 0:2

Überhaupt gaben die Luzerner eine unglückliche Figur ab – Christian Schwegler sah in der 84. Minute zudem die gelb-rote Karte. Keine erfolgreiche Premiere auf dem neuen Rasen. Zum frischen Grün meinte Thun-Coach Marc Schneider: «Wir haben den schönen neuen Rasen zu wenig benutzt. Das war ein solider Auftritt, mehr nicht – ein spielerisches Feuerwerk keineswegs.» Dafür lobte er sein Team fürs Resultat: «Wir waren extrem effizient.» Schneider tat aber auch offen kund, dass die glücklichere Mannschaft gewiss sein Team war. «Schliesslich mussten wir eine schwierige Phase überstehen.»

Pyro-Unterbruch keine Entschuldigung für das 0:1

Ausgerechnet in jenem Abschnitt, als das Heimteam mit viel Elan am Werk war, zündeten einige unverbesserliche «Fans» hinter dem Tor Pyros. Wegen des Rauches musste die Partie direkt nach der Pause und noch einmal in der 60. Minute für total neun Minuten unterbrochen werden. Alles andere als gut war das für den Spielrhythmus. FCL-Coach René Weiler fand aber, dass das 0:1 direkt im Anschluss «keine Erklärung» dafür sein könne. Der eingewechselte Dennis Salanovic schoss in der notwendig gewordenen Nachspielzeit den 2:0-Endstand (96.) für die Berner Oberländer. Während die Innerschweizer bereits die vierte Heimniederlage kassierten – und die Torhüterdiskussion um David Zibung und Mirko Salvi neuen Stoff bekommen hat.

Luzern - Thun 0:2 (0:0)

8250 Zuschauer. - SR Tschudi. - Tore: 64. Sorgic (Kablan) 0:1. 96. Salanovic 0:2.

Luzern: Zibung; Kakabadse, Lucas (81. Demhasaj), Knezevic, Schwegler; Grether, Schulz; Vargas, Gwilja (65. Schneuwly), Schürpf; Eleke.

Thun: Faivre; Glarner, Rodrigues, Sutter, Kablan; Hediger; Tosetti, Stillhart (91. Gelmi), Da Silva (62. Fatkic); Sorgic, Spielmann (72. Salanovic).

Bemerkungen: Luzern ohne Voca (gesperrt), Ndenge, Rodriguez und Lustenberger (beide verletzt). Thun ohne Karlen, Righetti, Joss, Costanzo und Schwizer (alle verletzt). 58. Pfostenschuss Schürpf. 93. Pfostenschuss Sorgic. Gelb-rote Karte: 84. Schwegler (Foul). Verwarnungen: 5. Schulz (Foul), 31. Kakabadse (Foul), 66. Schwegler (Foul), 68. Sorgic (Foul), 70. Hediger (Hands), 83. Tosetti (Foul), 92. Kablan (Foul).

Das sind die Noten der FCL-Spieler

David Zibung, Torhüter: 3

Er lässt einen Aufsetzer von Kablan nach vorne abprallen, Sorgic erzielt im Nachschuss das wegweisende 1:0 für Thun.

Otar Kakabadze, Rechter Verteidiger: 4

Der georgische Internationale macht ein solides Spiel, defensiv wie offensiv zeigt er eine ziemlich ansprechende Leistung.

Lucas Alves, Innenverteidiger: 4

In der Abwehr ist der Brasilianer gegen lange Zeit harmlose Thuner ein sicherer Wert.

Stefan Knezevic, Innenverteidiger: 4

Der gebürtige Hitzkircher macht defensiv vieles richtig, lässt Sorgic keinen Raum. Gegen dessen Abstaubertor kann er nichts tun.

Christian Schwegler, Linker Verteidiger: 4

Er ist ein kämpferischer Antreiber. Die gelb-rote Karte (84.) ist recht hart, aber dennoch seinem aggressiven Spielstil geschuldet.

Simon Grether, Defensives Mittelfeld: 3,5

Der nominelle Verteidiger hat sich im zentralen Aufbau mit bestem Willen eingesetzt. Er überzeugt aber nur bei der Abwehrarbeit.

Marvin Schulz, Defensives Mittelfeld: 4,5

Balleroberungen, Pässe und Schüsse – vom Deutschen geht Gefahr aus. Wegen 4. gelber Karte ist er gegen Xamax gesperrt.

Ruben Vargas, Rechtes Mittelfeld: 4

Der 20-jährige Youngster bringt viel Tempo ins Spiel. Doch im Abschluss fehlt ihm noch immer die Kaltblütigkeit (42. gegen Stillhart).

Valeriane Gvilia, Zentrales Mittelfeld: 4,5

Das Tor für Georgien hat ihm Selbstvertrauen gegeben: Er spielt mit viel Elan, ist bei den guten Offensivaktionen beteiligt.

Pascal Schürpf, Linkes Mittelfeld: 4,5

Er liefert ein gutes Spiel ab, diesmal ist das Glück nicht auf seiner Seite: Trifft nur den Pfosten (58.).

Blessing Eleke, Mittelstürmer: 3

Scheitert in der 42. Minute aus guter Position an Faivre, spielt über weite Strecken zu ungelenk.

Christian Schneuwly, Zentrales Mittelfeld: 4

In der 64. Minute eingewechselt, versucht er mit viel Schwung, den 0:1-Rückstand wettzumachen.

Nicht bewertbar: Shkelqim Demhasaj.
6 Matchwinner 5 Leistungsträger 4 Normalform 3 Mitläufer 2 Schwachpunkt 1 Totalausfall
(Benotet von Daniel Wyrsch)

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