FCL verliert erstmals unter Bernegger

Eine hervorragende Serie des FC Luzern riss heute ab: Nach einer ausgeglichenen Partie gewann der FC Zürich dann doch klar mit 4:1. Das einzige Luzerner Tor schoss Sally Sarr.

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Stephan Andrist (rechts) vom FCL kämpft gegen Philippe Koch um den Ball. (Bild: Keystone)

Stephan Andrist (rechts) vom FCL kämpft gegen Philippe Koch um den Ball. (Bild: Keystone)

Seit Carlos Bernegger beim FC Luzern das Zepter übernommen hatte, hat die vorher so formschwache Mannschaft nie mehr verloren. Der FCL war somit eines der stärksten Teams der Rückrunde. Doch auch beim FC Zürich lief in den letzten Spielen alles nach Plan. Beide Teams kamen also mit genügend Selbstvertrauen auf dem Rasen. Dieses merkte man zu Beginn aber vor allem dem FC Zürich an. Bereits in den ersten Minuten nahmen sie das Heft in die Hand und machten das Spiel. Der FCL brauchte einige Minuten um richtig Tritt zu finden.

Der Zürcher Philippe Koch (links) und der Luzerner Stephan Andrist (rechts) kämpfen um den Ball. (Bild: Keystone)
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Der Luzerner Adrian Winter trauert einer verpassten Chance hinterher. (Bild: Keystone)
Der Zürcher Marco Schönbächler (links) freut sich mit Amine Chermiti (rechts) über seinen Treffer zum 2-1. (Bild: Keystone)
Der Zürcher Marco Schönbächler (links) freut sich mit Amine Chermiti (rechts) über seinen Treffer zum 2-1. (Bild: Keystone)
Der Zürcher Trainer Urs Meier lässt seinen Gefühlen freien Lauf. (Bild: Keystone)
Der Zürcher Davide Mariani muss verletzt vom Spielfeld. (Bild: Keystone)
Der Zürcher Josip Drmic (links) umkurvt einen Luzerner Abwehrspieler auf dem Weg zum 3-1. (Bild: Keystone)
Der Zürcher Josip Drmic (zweiter von links) erzielt das 3-1. (Bild: Keystone)
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Der Zürcher Philippe Koch (links) und der Luzerner Stephan Andrist (rechts) kämpfen um den Ball. (Bild: Keystone)

So richtig heiss wurde es dann aber erst kurz vor der Halbzeitpause. Zibung rette mehrmals mirakulös und konnte so das 0:0 halten. Doch irgendwann liess sich das Unausweichliche nicht mehr vermeiden: Kurz vor dem Pausenpfiff traf Gavranovic, der klar beste Spieler des FCZ, zum 1:0.

Sally Sarr gleicht aus

Nach der Pause ging alles ähnlich weiter, wie es nach 45 Minuten aufgehört hatte. Beide Teams zeigten sich sehr engagiert und das Spiel war relativ ausgeglichen. Dann aber die 58. Minute und der grosse Moment von Sally Sarr. Der FCL-Verteidiger kommt von ganz hinten und läuft immer weiter in Richtung FCZ-Strafraum. Die Zürcher schienen von keiner grosser Gefahr auszugehen und liessen ihn gewähren. Sarr wurde nicht richtig angegangen, also beschloss er aus gut 25 Metern einfach mal zu schiessen. Und siehe da: Sein hoher Schlenzer lässt da Costa keine Chance und bringt dem FC Luzern den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Genau zehn Minuten war der FCL wieder voll auf Kurs. Doch dann wieder chaotische Zustände in der Abwehr. Chermiti bekommt viel zu viel Platz, lässt die FCL-Verteidiger uralt aussehen. Schliesslich hat er auch noch das Auge für einen guten Pass, schiebt rüber zu Schönbächler und dieser trifft zum 2:1.

Zwei FCZ-Tore in der Nachspielzeit

In der Folge bewies der FCL grossen Charakter. Keineswegs gaben die Luzerner auf. Nein! Sie kämpften weiter beherzt weiter - mit dem Wissen, dass hier noch nicht alles gegessen war. So kamen Hyka, Kasami und Gygax zu ihren Chancen. Der Ausgleich wäre zu diesem Zeitpunkt hochverdient gewesen. Doch es kam alles anders. Es lief bereits die Nachspielzeit, als der FCL einbrach und der FCZ so richtig aufdrehte. Es folgte ein Doppelschlag: In der 92. Minute traf Drmic zum 3:1 und in der 94. Minute Chikhaoui zum Schlussstand von 4:1.

Fazit: Das Bernegger-Team zeigte auch heute eine sehr ansprechende Leistung. Nach einem ausgeglichenen Match gewinnt der FCZ dann doch etwas zu hoch.

Sara Häusermann / luzernerzeitung.ch

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FC Zürich - FC Luzern 4:1 (1:0)

Letzigrund. - 10'000 Zuschauer. - Schiedsrichter Sébastien Pache

FC Luzern: Zibung; Sarr, Stahel (87. Mouangue), Puljic, Thiesson; Renggli (C), Hochstrasser (77. Muntwiler); Winter, Kasami, Andrist (59. Hyka); Gygax

FC Zürich: Da Costa; Philippe Koch, Djimsiti, Alesevic, Benito; Mariani (61. Kukuzorovic), Gajic; Schönbächler, Gavranovic (83. Henrique), Drmic; Chermiti (73. Chikhaoui)

Tore: 45. 1:0 Gavranovic, 57. 1:1 Sarr, 67. 2:1 Schönbächler, 91. 3:1 Drmic, 94. 4:1 Chikhaoui

Verwarnungen: 55. Schönbächler (Unsportlichkeit), 55. Hochstrasser (Unsportlichkeit), 60. Thiesson (Foul), 83. Muntwiler (Foul). - Bemerkungen: Luzern ohne Lezcano, Rangelov (verletzt), Wüthrich (rekonvaleszent), Siegrist, Kryeziu, Bühler, Urtic, Bento, Sorgic und Adekunle (alle nicht im Aufgebot); FCZ ohne Buff und Raphael Koch (beide gesperrt), Chiumiento und Kukeli (beide verletzt), Gonçalves und Kajevic (beide nicht im Aufgebot)