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FCL-Verteidiger Knezevic über die Heimpleite gegen Lugano: «Das tut weh»

Die 1:2-Heimniederlage gegen Lugano ist für die FCL-Profis schmerzhaft. Ausgerechnet zwei Ex-Luzerner machten den Unterschied.
Daniel Wyrsch

Eines ist den Spielern des FC Luzern nicht anzukreiden: Dass sie die 1:2-Heimniederlage gegen den FC Lugano auf die leichte Schulter nehmen würden. Mittelfeldspieler Simon Grether sprach gestern Montag von einer schlechten Nacht, die hinter ihm liege. Er sei wie so oft nach Spielen erst sehr spät eingeschlafen. Noch später als üblich, weil die Pleite gegen Lugano offenbar sehr schwer verdaulich ist.

Direkt nach der Partie hatte der 23-jährige Abwehrmann Stefan Knezevic am Sonntag den Medien Auskunft gegeben. Das FCL-Eigengewächs aus dem Seetal war verärgert, ihn störte vor allem das Resultat: «Einen Punkt hätten wir verdient.»

Zwei Gegentore nach fast gleichem Muster

Nach der blamablen 0:2-Niederlage am vorherigen Wochenende beim Abstiegsanwärter Neuchâtel Xamax und der Wiedergutmachung mit einem 1:0-Sieg im Cup-Achtelfinal bei GC am Mittwoch hatte sich das Team von Thomas Häberli gegen Lugano viel vorgenommen. «Nun, am Ende eines solchen Spiels, mit leeren Händen dazustehen, das tut weh», klagte Knezevic.

Verärgert: Luzerns Stefan Knezevic. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Luzern, 3. November 2019)

Verärgert: Luzerns Stefan Knezevic. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus, Luzern, 3. November 2019)

Die Niederlage ist für den Innenverteidiger besonders bitter, weil die Luganesi die beiden Tore mit dem fast identischen Muster erzielten – und auch die Protagonisten der Bianconeri waren jeweils die gleichen. Sowohl beim 1:0 wie beim 2:0 flankte Olivier Custodio, und vor dem Tor nickte Mijat Maric die Bälle ohne grossen Aufwand ein.

Brisant ist aus Luzerner Sicht zudem, wer für die «Big Points» der Tessiner zuständig war: Aufbauer Custodio gehörte die letzten zwei Jahre zum Kader des FC Luzern. In 54 Ligaspielen für die Innerschweizer konnte er sich aber weder ein Tor noch einen Assist gutschreiben lassen. Ebenso nicht in sechs Cup- und zwei Qualifikationsspielen für die Europa League. Ausgerechnet bei seiner ersten Rückkehr in die Swisspor-Arena brillierte er mit zwei Massflanken auf Maric.

Schlitzohr Maric spielte vor zwölf Jahren für Luzern

Mijat Maric absolvierte im Herbst 2007 als Leihspieler des FC St. Gallen zwölf Pflichtpartien für Luzern. In seinem letzten FCL-Ligamatch in Basel (2:3) sah er die gelb-rote Karte.

Inzwischen 35-jährig, gelang dem erfahrenen Schweiz-Kroaten aus Minusio gegen Knezevic ein Meisterstück: Maric gehörte zu den Luganesi, die den FCL-Verteidiger bei Custodios Eckball blockten. Den Vorsprung nutzte Maric, indem er vors Tor rannte und die Flanke ungestört zum 1:0 einköpfelte. «Die Luganesi haben mich ausgeblockt», nervte sich Knezevic. Die Luzerner waren so geschockt über den Rückstand, dass bei ihnen 20 Minuten lang nichts mehr ging. Schlitzohr Maric nutzte ein weiteres Blackout der FCL-Abwehr zum 2:0 – Grether (1,79 m) statt Lucas Alves (1,92 m) stand beim 1,88 Meter grossen Lugano-Innenverteidiger.

Stefan Knezevic hielt seine Gefühle nicht zurück, forderte: «Wir müssen aufhören, ständig in Rückstand zu gehen. Das geht mir auf den Sack!» Luzerns 1:2-Anschlusstor von Ibrahima Ndiaye (83.) kam zu spät.

Knezevic wollte nichts davon wissen, dass die zwei aufeinanderfolgenden Liga-Niederlagen gegen Xamax und Lugano mit den vier Rücktritten im Verwaltungsrat zu tun haben: «Wir haben uns keinen Moment mit dem Verwaltungsrat befasst!»

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