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Nach Kreuzbandriss von Knezevic: Wird der FCL aktiv?

FCL-Innenverteidiger Stefan Knezevic fällt nach einem unnötigen Foul von Basels Ricky van Wolfswinkel mit einem Kreuzbandriss lange aus. Nun wird der FC Luzern wohl auf dem Transfermarkt aktiv.
Raphael Gutzwiller
Kurz vor dem folgenschweren Zusammenstoss mit dem Basler Ricky van Wolfswinkel:FCL-Spieler Stefan Knezevic (blaues Dress) gegen FCB-Stürmer Albian Ajeti. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))

Kurz vor dem folgenschweren Zusammenstoss mit dem Basler Ricky van Wolfswinkel:
FCL-Spieler Stefan Knezevic (blaues Dress) gegen FCB-Stürmer Albian Ajeti.
(Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))

Es ist eine Szene, die Stefan Knezevic für immer in Erinnerung bleiben wird. Einen hohen Ball will er volley klären, er trifft ihn aber nicht richtig, er geht in Richtung Eckfahne. Knezevic eilt dem Ball nach, dieser rollt aber aus dem Spielfeld. Unnötigerweise foult ihn Ricky van Wolfswinkel dennoch. Der Basler rammt Knezevic, unglücklich verdreht sich dieser das linke Knie.

Während sich Stefan Knezevic mit Schmerzen am Boden wälzt, kommt es nach der unfairen Aktion van Wolfswinkels zu tumultartigen Szenen zwischen den Spielern von Luzern und Basel. Schliesslich endet die Partie mit 1:1. Für Knezevic ist die Partie nach 27 Minuten zu Ende. Von den Zuschauern wird er mit einem aufmunternden Applaus und lauten Rufen seines Namens verabschiedet.

Wird Remo Arnold von Winterthur zurückgeholt?

Am Dienstag folgte die niederschmetternde Diagnose für den 22-jährigen Seetaler. Er hat einen Kreuzbandriss erlitten. Damit fällt der Schweizer mit serbischen Wurzeln für mindestens sechs Monate aus. In den nächsten Tagen wird er operiert. «Es tut mir unglaublich leid für Stefan», sagt FCL-Sportchef Remo Meyer zur Verletzung. Knezevic selber will sich im Moment noch nicht öffentlich dazu äussern.

Sicher ist, dass die Diagnose für ihn ein bitterer Rückschlag ist. Der Kreuzbandriss ist seine bisher schlimmste Verletzung in der noch jungen Karriere. Doch bereits im Sommer hatte der Hitzkircher mit einer mühsamen Verletzung zu kämpfen. Es hatte sich im Oberschenkelknochen oberhalb des linken Knies Wasser gesammelt, ein Knochenmarködem-Syndrom wurde diagnostiziert. Nachdem Knezevic endlich wieder fit wurde, bestritt er acht Liga- und ein Cupspiel, dabei erzielte er zwei Tore. In diesen Spielen übernahm er als Abwehrchef die Verantwortung in der FCL-Defensive. Viele sehen in Stefan Knezevic den Abwehrchef über mehrere Jahre hinaus, einige wünschen sich gar, dass der Seetaler bald Captain der Innerschweizer werden soll.

Doch nun kommt es anders. Die Problemposition der letzten Saison ist wieder ein Problemfall. Bereits im Frühling fehlten mehrere Innenverteidiger verletzt. Nach dem Ausfall von Knezevic rückt neben dem in dieser Saison überzeugenden Lucas Alves der Serbe Lazar Cirkovic in die Stammelf. Da Marvin Schulz im Mittelfeld überzeugt, steht mit Yannick Schmid nur noch ein weiterer Innenverteidiger bereit. Schmid ist bei Trainer René Weiler ausser Rang und Traktanden gefallen. Zum letzten Mal kam er am 26. August zum Einsatz, in den letzten neun Spielen zählte er nicht einmal mehr zum Kader.

Gut möglich ist deshalb, dass Weiler in der Winterpause für die Innenverteidiger-Position Verstärkung fordert. Finanziell sind Sportchef Remo Meyer wohl die Hände gebunden, ein adäquater Ersatz für Knezevic ist schwierig zu beschaffen. Der an Winterthur ausgeliehene Remo Arnold könnte wohl frühzeitig zurückgeholt werden. Beim Vierten der zweithöchsten Liga ist der 21-Jährige unumstrittener Stammspieler, läuft jedoch jeweils im defensiven Mittelfeld auf. Doch ob Arnold die hohen Ansprüche, die Weiler an seine Spieler stellt, erfüllen kann, darf bezweifelt werden. Stefan Knezevic dürfte mit seiner kämpferischen und gleichzeitig unaufgeregten Spielweise dem FC Luzern in den nächsten Monaten schmerzlich fehlen.

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