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FCL vor unangenehmer Pflichtaufgabe in Chiasso

Der FC Luzern trifft am Donnerstag (19.30 Uhr) in den Cup-Achtelfinals auswärts auf den FC Chiasso. Die Südtessiner, die einst in der italienischen Liga spielten, sind bekannt für ihren fanatischen Anhang.
Daniel Wyrsch
FCL-Stürmer Edmond N'Tiamoah (links) erzielt im letzten Pflichtspiel gegen den FC Chiasso im April 2006 die 1:0-Führung, am Ende gewann das spätere Luzerner Super-League-Aufstiegsteam von Trainer René van Eck 2:1. (Bild: Beat Blättler/Luzerner Zeitung (Luzern, 23. April 2006))

FCL-Stürmer Edmond N'Tiamoah (links) erzielt im letzten Pflichtspiel gegen den FC Chiasso im April 2006 die 1:0-Führung, am Ende gewann das spätere Luzerner Super-League-Aufstiegsteam von Trainer René van Eck 2:1. (Bild: Beat Blättler/Luzerner Zeitung (Luzern, 23. April 2006))

Die Klubfarben des FC Chiasso sind Rot-Blau. Gleich wie der FC Basel. Das sind aber schon die einzigen Parallelen mit dem erfolgreichsten Schweizer Club der letzten anderthalb Jahrzehnte. Statt 20 Meistertitel und 12 Cupsiege wie beim FCB stehen bei Chiasso eine Vizemeisterschaft von 1951 und drei Cup-Halbfinalteilnahmen im Palmarès.

Bei dem seit den 1990er Jahren meist in der zweithöchsten Liga spielenden Verein aus der südlichsten Gemeinde der Schweiz hat man nur wenig finanzielle Mittel. Seit jeher ist dort von der Hand in den Mund gelebt worden. Immer wieder steht der FC Chiasso am Rande eines Konkurses, um dann doch zu überleben. Irgendwie. So genau weiss keiner, wie die Geldströme im Grenzort zu Italien fliessen.

Coach Mangiarratti arbeitete zuvor erfolgreich mit Marini

Der Einfluss aus dem südlichen Nachbarland ist von Natur aus gross. Zwischen 1914 und 1923 nahmen die Südtessiner sogar am Meisterschaftsbetrieb in Italien teil. Beim aktuellen Tabellenvorletzten aus der Challenge League haben derzeit zwar nur drei Spieler einen italienischen Pass, aber mit Alessandro Mangiarratti (40) hat auch der Trainer die italienische Staatsangehörigkeit. Wobei der ehemalige Nachwuchstrainer des Teams Ticino U18 ebenfalls Schweizer ist und in der Vorsaison zusammen mit dem Luzerner Headcoach Stefan Marini die Schweizer U17-Nationalmannschaft trainierte. Sie führten das Team an die EM 2018 in England, wo sie den Gastgeber und Israel besiegten. Bekanntlich hatte Marini im Sommer eine Anfrage des FC Luzern als Cheftrainer gehabt, der Meisterspieler von 1989 lehnte die Gespräche jedoch ab.

Weltmeister Zambrotta als Spieler und Trainer in Chiasso

Mit Gianluca Zambrotta hatte der FC Chiasso 2013 sogar einen italienischen Weltmeister in seinen Reihen. Nach wenigen Pflichtspielen übernahm der Mann aus Como 16 Monate lang das Traineramt, ehe er Anfang April 2015 entlassen wurde. In Chiassos Nachwuchs erlebte zudem der langjährige Schweizer Internationale Valon Behrami seine fussballerischen Anfänge. Mit dem Brasilianer Raffael machte ein aktueller Bundesliga-Star von Borussia Mönchengladbach seine ersten europäischen Profi-Erfahrungen in Chiasso. Der FCC ist so wenig bekannt wie kein anderer Verein aus den obersten beiden Ligen der Swiss Football League (SFL). Beobachter erzählen vom fanatischen Publikum im Stadio Comunale. «Die 400 bis 500 Fans auf der Haupttribüne können gegen die Schiedsrichter und die Gegner viel verbales Gift versprühen», sagt der erfahrene Sportjournalist Ruedi Kuhn. Wobei er die Emotionen der Tessiner liebt.

Chiasso pflegt seit einigen Jahren eine enge Zusammenarbeit mit dem FC Lugano. Stürmer Assan Ceesay war an Chiasso ausgeliehen, ehe er zu Saisonbeginn via Lugano an den FC Zürich verkauft wurde. Auch der spanische Jungtrainer Guillermo Abascal (29) war zuerst Coach in Chiasso, ehe er kürzlich ebenfalls von den Luganesi entlassen wurde.

Gute Luzerner Erinnerungen an Vergleiche mit Chiasso

Für die Mannschaft von René Weiler ist es Pflicht, die Cup-Hürde Chiasso zu nehmen. Die Erinnerungen an die letzten Pflichtspiele mit den Rot-Blauen sind gut. Im Februar 2005 gewann der FCL im Cup 4:0 in Chiasso. Das letzte Ligaspiel entschied Luzern im April 2006 auf dem Weg in die Super League daheim 2:1 für sich.

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