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FCL will nach 20 Jahren erstmals wieder jubeln

Der grosse Coup ist dem FCL in dieser Cupsaison mit dem Halbfinal-Erfolg in Sion zwar bereits geglückt. Doch die Luzerner wollen mehr: 20 Jahre nach dem letzten Sieg ist der dritte Cup-Triumph das grosse Ziel einer ganzen Region.
Nach zwei verlorenen Cupfinals soll es für David Zibung und seinem FCL am Mittwoch gegen Basel nun endlich zum Cupsieg reichen. (Bild: Keystone)

Nach zwei verlorenen Cupfinals soll es für David Zibung und seinem FCL am Mittwoch gegen Basel nun endlich zum Cupsieg reichen. (Bild: Keystone)

Die Euphorie in der Stadt Luzern und weit darum herum ist seit der überraschenden Final-Qualifikation am 11. April in Sion stetig gewachsen und förmlich mit Händen spürbar. Eine ganze Region freut sich auf das Endspiel in Bern, die Tickets waren im Nu vergriffen (im Gegensatz zu Basel, das gar Eintrittskarten zurückgeben musste. Diese sind noch im Vorverkauf erhältlich, siehe Kasten unten) und erste Fangruppen haben bereits am Montag früh um 6 Uhr ihren Marsch in die Hauptstadt gestartet. Das lokale Privatradio nahm einen originellen Cupfinal-Song mit dem gesamten Team auf, die Neue Luzerner Zeitung verteilt am Dienstag eine 28-seitige Cupfinal-Beilage, in den Warenhäusern erlebten spezielle Cupfinal-Leibchen und -Fahnen reissenden Absatz und die Stadtbehörden haben für den Fall eines Sieges bereits eine Freinacht bewilligt.

Beat Mutter, Torhüter des FC Luzern, hält nach dem 3:1 Sieg im Cupfinal gegen AC Lugano am 8. Juni 1992 im Wankdorf-Stadion in Bern den Pokal in die Höhe, beklatscht von Spieler Adrian Knup (links) und Bundesrat Flavio Cotti (Mitte). (Bild: Keystone)
Die Spieler des FC Luzern feiern am 8. Juni 1992 im Wankdorf-Stadion den Cupsieg. (Bild: Keystone)
Der FC Luzern ist Cupsieger. Luzern-Trainer Friedel Rausch umarmt 1992 nach dem Cupfinal-Sieg seinen Spieler Peter Nadig. (Bild: Keystone)
Adrian Knup mit Pokal wird am 8. Juni 1992 bei der Rückkehr in Luzern nach dem Cupsieg von begeisterten Fans empfangen. Der FC Luzern gewann in Bern den Cupfinal gegen den FC Lugano mit 3 zu 1 Toren. (Bild: Keystone)
Eine Spielszene im Cupfinal FC Luzern - FC Grenchen am 8. Mai 1960 im Wankdorf-Stadion in Bern. (Bild: Keystone)
Der Captain des FC Luzern Paul Wolfisberg (links) und der Captain vom FC Grenchen Fritz Sidler begrüssen sich vor den Linienrichtern und dem Schiedsrichter P. Wyssling am 7. Mai 1960 im Wankdorfstadion in Bern. (Bild: Keystone)
Zwei Angestellte der Firma Securitas sorgen während des Cupfinals FC Luzern - FC Grenchen am 8. Mai 1960 im Wankdorf-Stadion in Bern bei den Fans, die mit Transparenten wie «Luzern kam, sah und siegte» angereist sind, für Sicherheit und Ordnung. (Bild: Keystone)
Der Captain des FC Luzern Paul Wolfisberg hält nach dem 1:0-Sieg beim Cup-Final zwischen dem FC Luzern und dem FC Grenchen am 7. Mai 1960 im Wankdorfstadion in Bern den Siegerpokal in den Händen. (Bild: Keystone)
Rudi Gutendorf (mitte) Trainer des FC Luzern, freut sich mit seinen Spielern, Beerli, Werner Hofmann und Rudolf Arn (von links) über den 1:0 Sieg im Cupfinal. (Bild: Keystone)
Torschütze Blättler, eingewechselter Spieler beim FC Luzern, wird nach dem Sieg im Cupfinal gegen den FC Grenchen am 8. Mai 1960 im Wankdorf-Stadion in Bern gefeiert. Blättler schoss das einzige Tor zum 1:0 Sieg. (Bild: Keystone)
Die Mannschaft des FC Luzern posiert mit dem Siegerpokal nach einem 1:0 beim Cup-Final zwischen dem FC Luzern und dem FC Grenchen im Mai 1960 im Wankdorfstadion in Bern. Luzern ist mit Kunz im Tor; Glaus, Cerutti, Stehrenberger; Hofmann, Arn; Beerli, Hahn, Luescher, Wolfisberg, Frey und dem Ersatzspieler Blättler, der das einzige und entscheidende Tor geschossen hat, angetreten. (Bild: Keystone)
Die Spieler des FC Luzern werden nach dem 1:0 Sieg im Cupfinal gegen den FC Grenchen am 8. Mai 1960 im Wankdorf-Stadion in Bern von Fans und Funktionären umringt und gefeiert. Sicherheitsleute der Securitas versuchen die Spieler von zu grossem Andrang zu beschützen. (Bild: Keystone)
2005 ging der Cupfinal gegen den FC Zürich verloren, im Bild André Niederhäuser und Pascal Castillo. (Bild: Neue LZ)
Vor dem Spiel war FCL-Trainer René van Eck noch guter Dinge. (Bild: Neue LZ)
FCL-Fans mit einem Riesenplakat. (Bild: Neue LZ)
Ronny Hodel kann sich nicht über die Silbermedaille freuen. (Bild: Neue LZ)
2007 geht der Cupfinal 0:1 gegen den FC Basel verloren. FCL-Trainer Ciriaco Sforza tröstet seinen Torhüter David Zibung. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Mit diesen elf Spielern trat der FCL 2007 im Cupfinal gegen den FC Basel an. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Enttäuschte FCL-Spieler. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
FCL-Präsident Walter Stierli ist die Enttäuschung nach Spielschluss anzusehen. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
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FC Luzern: Cupsieger 1960 und 1992

Nur zwei Luzerner mit Cupsieg-Erfahrung

«Es war extrem viel los in den letzten Wochen, überall werden wir auf das Spiel angesprochen und es ist Zeit, dass nun auch wir uns endlich mit dem Final beschäftigen können. Bisher galt unsere Konzentration stets dem nächsten Meisterschaftsspiel und unserem Ziel, Platz 2 zu sichern», blickt Michel Renggli zurück. Der Hergiswiler ist zusammen mit Daniel Gygax und Florian Stahel der einzige Luzerner, welcher den Cup schon einmal gewinnen konnte. Renggli 2004 mit dem FC Wil, Gygax und Stahel 2005 mit dem FCZ (gegen Luzern!). Mit Goalie David Zibung und Aussenverteidiger Claudio Lustenberger figurieren aktuell nur noch zwei Spieler im FCL-Team, welches 2007 letztmals im Cupfinal stand und gegen den morgigen Gegner FCB durch einen umstrittenen Foulpenalty in der Schlussminute 0:1 unterlag.

20 Jahre bereits – und damit ist auch die grosse Vorfreude in der Innerschweiz erklärbar – ist es her, seit der FC Luzern letztmals (und zum zweiten Mal überhaupt nach 1960) einen Cupfinal gewinnen konnte. 1992 unter Meistertrainer Friedel Rausch wurde Lugano 3:1 nach Verlängerung geschlagen. Die Freude war jedoch getrübt durch die Tatsache, dass der FCL nur eine Woche zuvor in die Nationalliga B absteigen musste. Die heutigen Vorzeichen sind wesentlich erfreulicher: Luzern liegt auf Platz 2 in der Meisterschaft und hat sich bereits für die Europa League qualifiziert.

Yakins erster Trainer-Titel?

Die diesjährige Finalteilnahme ist eng mit einem Mann verknüpft, der weiss, wie man Erfolge erringt. Fünf Meistertitel und drei Cupsiege hat FCL-Trainer Murat Yakin schon gewonnen, als Spieler allerdings und nicht als Trainer. Nun könnte er seinen ersten Titel als Coach erringen und damit den Abschied des zurücktretenden Präsidenten versüssen. Walter Stierli hat in den letzten Wochen stets betont, wie viel ihm dieser Cuptriumph zum Ende seiner überaus erfolgreichen siebenjährigen Amtszeit bedeuten würde.

Die beiden Hauptverantwortlichen im FC Luzern haben diese Saison eine schlagkräftige und taktisch flexible Mannschaft geformt, die absolut fähig ist, auch den letzten Schritt zum Cupsieg zu machen. Bewiesen hat sie dies zum einen mit den beiden Zu-Null-Erfolgen im Viertel- und Halbfinal über GC (3:0) und Sion (1:0), zum anderen aber auch in der Meisterschaft mit ausserordentlich konstanten und soliden Darbietungen. Der FCL stellt aktuell die zweitbeste Equipe der Liga und ist gleichzeitig die letzte Mannschaft, welche den FC Basel in der laufenden Saison besiegen konnte. 3:1 gewannen die Innerschweizer am 20. August 2011 gegen den erfolgreichen Champions-League-Achtelfinalisten, der seither in 26 Meisterschafts- und fünf Cup-Partien ungeschlagen geblieben ist. «Wir haben mit diesem Sieg, einem weiteren Heimremis und zwei knappen Niederlagen in Basel bewiesen, dass wir dem FCB an einem guten Tag ebenbürtig sind», sagt Goalie Zibung, der sich bewusst ist, dass nur eine Topleistung aller Beteiligten über die gesamte Spieldauer eine Überraschung über den Top-Favoriten ermöglichen kann.

Wenig Gegentore

Gefordert ist insbesondere eine hochkonzentrierte Abwehrleistung gegen das Basler Topskorer-Duo Alex Frei und Marco Streller, das in dieser Saison für 37 der insgesamt 76 Meisterschaftstore verantwortlich zeichnete. Die Innerschweizer haben mit 30 Toren nur einen Gegentreffer mehr als die Basler einstecken müssen in 32 Meisterschaftsspielen. Dieser Schnitt von weniger als einem Gegentor pro Partie war das erklärte Ziel von Trainer Yakin. Wenn dieses Bollwerk auch morgen Abend dicht hält, dann könnte die geplante Cupfeier auf dem Hotelbalkon des künftigen FCL-Präsidenten Mike Hauser und die anschliessende Freinacht in der ganzen Stadt Luzern wirklich Tatsache werden.

Si

Es gibt noch Cupfinal-Tickets

Für den Cupfinal am Mittwoch gegen den FC Basel hat es noch Tickets. Wie der FC Luzern am Montag mitteilte können die Tickets im LZ-Corner am Pilatusplatz bis am Mittwochmittag oder im FCL-Fanshop in der Swissporarena bis am Dienstagabend gekauft werden.

pd/zim

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