FC Luzern
Pyros, Public Viewing, Mannschaftspräsentation: Die Luzerner Polizei ermittelt wegen Cupsieger-Feier

Am Pfingstmontag haben in der Stadt Luzern rund 10'000 Personen an Feierlichkeiten anlässlich des Cupsiegs des FC Luzern teilgenommen. Die Luzerner Polizei ermittelt nun, ob mögliche Straftatbestände vorliegen.

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Fans des FC Luzern feiern den Sieg nach dem Cup-Finalspiel im Vögeligärtli in Luzern.

Fans des FC Luzern feiern den Sieg nach dem Cup-Finalspiel im Vögeligärtli in Luzern.

Bild: Stringer / KEYSTONE (Luzern, 24. Mai 2021)

(zfo/std) Die unbewilligten Feierlichkeiten in der Stadt Luzern anlässlich des Cupsiegs des FCL haben ein Nachspiel. Die Ereignisse vom Pfingstmontag werden durch die Luzerner Polizei genauer abgeklärt, wie diese in einer Medienmitteilung am Mittwochabend schreibt.

Es gehe darum, zu untersuchen, inwiefern mögliche Straftatbestände vorliegen. Die Polizei nennt als Beispiele das Abfeuern von Pyromaterial (Verstoss gegen das Sprengstoffgesetz) oder die Durchführung einer Veranstaltung, die gemäss Artikel 6 der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie nicht erlaubt sind; also etwa das Public Viewing im Vögeligärtli oder die Mannschaftspräsentation auf der Allmend. Die Luzerner Polizei behält sich vor, entsprechend Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft Luzern einzureichen, wie sie weiter mitteilt.

Wird auch gegen die Stadt und den FCL ermittelt?

Die Verlegung der Feier von der Innenstadt auf die Allmend wurde unter anderem durch Stadtpräsident Beat Züsli ermöglicht. Dies indem er darauf hinwirkte, dass sich der FCL vom Balkon der Messe Luzern aus von den Fans feiern lassen konnte. Heisst das, dass Züsli, die Stadt und auch der FCL ebenfalls Ziel der Ermittlungen sind? «Wir ermitteln gegen unbekannt und können noch keine konkreten Namen oder Institutionen nennen», sagt Christian Bertschi, Mediensprecher der Luzerner Polizei. Aufgenommen habe die Polizei diese Ermittlungen von sich aus. Die Anzeige der Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB) wegen der dortigen Sachbeschädigungen würde in einem separaten Verfahren behandelt.

Im Vorfeld des Cupfinals hatte die Stadt Luzern darauf hingewiesen, dass aufgrund der Pandemie keine Feierlichkeiten erlaubt sind. «Die Luzerner Polizei hat am Montag die Lage laufend beurteilt und aus Gründen der Verhältnismässigkeit entschieden, die Feierlichkeiten an den verschiedenen Standorten nicht aufzulösen», schreibt die Polizei. Das sorgt auch für Kritik. Die Jungen Grünen schreiben, es sei «erschreckend», dass «die Verantwortlichen keine Mittel ergriffen», den Feierlichkeiten vorzubeugen. Lob gibt es dagegen von den Jungfreisinnigen: «Ein Eingriff in die Fanmasse hätte mit grosser Wahrscheinlichkeit zu grossen Tumulten geführt», teilt die Partei mit.

Luzerns Christian Schwegler und David Zibung präsentieren den Pokal den Fans.
29 Bilder
10'000 Fans waren zur Feier auf die Allmend gekommen.
Die Fans auf dem Container geben den Takt an.
Pyros dürfen nicht fehlen.
Der Platz vor dem Stadion ist zum Bersten voll.
Die Mannschaft zeigt sich den Fans.
FCL-Torhüter Marius Müller mit dem Pokal
Fahnen vor der Messe Luzern
Fabio Celestini und Pascal Schürpf mit dem Pokal
Sie feiern ausgelassen den Cupsieg.
Luzern freut sich über den Cupsieg auf der Allmend
Eine Fahne weht in einem Meer von Pyros
Feuerwerk über der Swissporarena.
Fans treffen vor der Swisspor-Arena ein.
Der Pokal ist da
Autocorso in der Stadt Luzern
Autocorso in der Stadt Luzern
Autocorso in der Stadt Luzern
5000 Fans feiern im Vögeligärtli.
Fans verfolgen die Partie vor der ZHB-Bibliothek.
Pyros im Vögeligärtli
FCL-Fans verfolgen das Spiel in der Metzgerhalle.
Feier im Vögeligärtli.
Jubel nach einem Tor in der Stadt Luzern
FCL-Fans jubeln beim Bahnhof Luzern
Fans auf dem Weg ins Vögeligärtli
Schon während dem Spiel wurden Pyros gezündet
Sie feiern auf dem Velo.
Er feiert mit einer Fahne auf der Strasse

Luzerns Christian Schwegler und David Zibung präsentieren den Pokal den Fans.

Bild: Luzerner Zeitung