Fringer entmachtet Captain Hakan Yakin

Eklat beim FC Luzern: Trainer Rolf Fringer hat Hakan Yakin wegen untolerierbaren Verhaltens als Captain abgesetzt.

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Der ehemalige FCL-Captain Hakan Yakin verlässt nach dem Spiel gegen Basel enttäuscht das Spielfeld. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Der ehemalige FCL-Captain Hakan Yakin verlässt nach dem Spiel gegen Basel enttäuscht das Spielfeld. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Nach der erbärmlichen Vorstellung der Luzerner beim 1:2 gegen GC erteilte Fringer am Sonntag seinem wichtigsten Einzelspieler die Höchststrafe: Er nahm Yakin die Captainbinde weg. «Sein Verhalten war negativ und nicht mehr tolerierbar. So konnte es nicht mehr weitergehen», begründete der Trainer sein klares Signal an die Mannschaft.

Der Eklat hat eine längere Vorgeschichte: Yakin, der sich schon bei früheren Arbeitgebern einen Ruf als Problemspieler gemacht hat, fing mit Beginn der Rückrunde an, sich gegen den Trainer des Wintermeisters aufzulehnen. Zweimal habe er Yakin unter vier Augen auf seine Unzufriedenheit aufmerksam gemacht, sagt Fringer. Doch genützt hat es offensichtlich nichts. Ein Teamkollege wirft Yakin vor, er habe eine Larifari-Einstellung und sei kein Teamplayer.

Team in zwei Lager gespalten

Nun ist ein Machtkampf zwischen dem Erfolgstrainer und dem Liebkind von FCL-Präsident Walter Stierli entbrannt, der die Mannschaft in zwei Lager gespalten hat und aller Voraussicht nach in eine Entlassung münden wird. Der Verwaltungsrat wird sich heute Mittag zu einer Sitzung treffen.

Stierli, der sich am Samstagabend nach Spielende einen lauten Disput mit Fringer geliefert hat, sagt im Interview: «Der Trainer muss uns zeigen, wie er den Umschwung schaffen will.»

Andreas Ineichen

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