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Für den FC Luzern rückt der Barrage-Platz bedrohlich näher

Ein lange Zeit sehr harmloser FC Luzern verliert gegen Neuchâtel Xamax das insgesamt 10. Heimspiel dieser Saison. Die Innerschweizer schlittern mit der O:1-Niederlage in eine Krise – aus den letzten fünf Partien resultierten nur zwei Punkte.
Daniel Wyrsch
Blessing Eleke und Pascal Schuerpf (Luzern) gegen Igor Djuric (Xamax). (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 13. April 2019)

Blessing Eleke und Pascal Schuerpf (Luzern) gegen Igor Djuric (Xamax). (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 13. April 2019)

Der Effekt durch den neuen Trainer Thomas Häberli ist mit dieser 0:1-Niederlage gegen den bescheidenen Aufsteiger Neuchâtel Xamax definitiv verpufft. Zum lange Zeit harm- und ideenlosen Auftritt der Luzerner Mannschaft kommt hinzu, dass Häberli in der 76. Minute ausgerechnet den besten Feldspieler auswechselte. Christian Schneuwly nahm der Coach vom Platz, obwohl dieser noch fit und zuvor der einzige Antreiber im Angriffsspiel war. «Wir hatten vor drei Tagen den letzten Match, Pascal Schürpf und Ruben Vargas waren aus meiner Sicht gut unterwegs. Ich wollte mehr Wucht nach vorne entwickeln, darum habe ich Christian Schneuwly ausgewechselt», erklärte Häberli.

Allerdings konnte sich der für Captain und Mittelfeldmann Schneuwly eingewechselte Stürmer Shkelqim Demhasaj nicht wie gewünscht in Szene setzen. Er rieb sich am engformierten Xamax-Abwehrriegel immer wieder auf. Erst zu Beginn der 90. Minute kam Demhasaj zu einer Torchance: Er schoss eine Kopfballvorlage von Schürpf aus vier Metern weit übers Tor der Gäste.

Arbenit Xhemajli (Xamax) gegen Blessing Eleke (Luzern).(Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 13. April 2019)Arbenit Xhemajli (Xamax) gegen Blessing Eleke (Luzern).
(Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 13. April 2019)
Blessing Eleke und Pascal Schuerpf (Luzern) gegen Igor Djuric (Xamax).(Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 13. April 2019)Blessing Eleke und Pascal Schuerpf (Luzern) gegen Igor Djuric (Xamax).
(Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 13. April 2019)
Igor Djuric, 2. von rechts, von Xamax im Spiel gegen Blessing Eleke, rechts, von Luzern. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Luzern, 13. April 2019)Igor Djuric, 2. von rechts, von Xamax im Spiel gegen Blessing Eleke, rechts, von Luzern. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Luzern, 13. April 2019)
Kemal Ademi (Xamax) erzielt das Tor zum 0:1. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 13. April 2019)Kemal Ademi (Xamax) erzielt das Tor zum 0:1. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 13. April 2019)
Mike Gomes, links, von Xamax im Spiel gegen Silvan Sidler, links, von Luzern. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Luzern, 13. April 2019)Mike Gomes, links, von Xamax im Spiel gegen Silvan Sidler, links, von Luzern. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Luzern, 13. April 2019)
Kemal Ademi von Xamax feiert das Tor zum 0:1. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Luzern, 13. April 2019)Kemal Ademi von Xamax feiert das Tor zum 0:1. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Luzern, 13. April 2019)
Geoffroy Serey Die, vorne, von Xamax im Spiel gegen Chrisatian Schneuwly, oben. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Luzern, 13. April 2019)Geoffroy Serey Die, vorne, von Xamax im Spiel gegen Chrisatian Schneuwly, oben. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Luzern, 13. April 2019)
Geoffroy Serey Die, rechts, links, von Xamax im Spiel gegen Idriz Voca, links, von Luzern. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Luzern, 13. April 2019)Geoffroy Serey Die, rechts, links, von Xamax im Spiel gegen Idriz Voca, links, von Luzern. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Luzern, 13. April 2019)
Pascal Schuerpf von Luzern. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Luzern, 13. April 2019)Pascal Schuerpf von Luzern. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Luzern, 13. April 2019)
Arbenit Xhemajli, links, von Xamax im Spiel gegen Pascal Schuerpf, rechts, von Luzern. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Luzern, 13. April 2019)Arbenit Xhemajli, links, von Xamax im Spiel gegen Pascal Schuerpf, rechts, von Luzern. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Luzern, 13. April 2019)
Pietro Di Nardo, links, von Xamax im Spiel gegen Idriz Voca, rechts, von Luzern. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Luzern, 13. April 2019)Pietro Di Nardo, links, von Xamax im Spiel gegen Idriz Voca, rechts, von Luzern. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Luzern, 13. April 2019)
Geoffroy Serey Die, rechts, von Xamax im Spiel gegen Ruben Vargas, links, von Luzern. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Luzern, 13. April 2019)Geoffroy Serey Die, rechts, von Xamax im Spiel gegen Ruben Vargas, links, von Luzern. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Luzern, 13. April 2019)
Mustafa Sejmenovic, rechts, von Xamax im Spiel gegen Blessing Eleke, mitte. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Luzern, 13. April 2019)Mustafa Sejmenovic, rechts, von Xamax im Spiel gegen Blessing Eleke, mitte. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Luzern, 13. April 2019)
Mike Gomes, rechts, von Xamax im Spiel gegen Blessing Eleke, links, von Luzern. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Luzern, 13. April 2019)Mike Gomes, rechts, von Xamax im Spiel gegen Blessing Eleke, links, von Luzern. (Bild: KEYSTONE/Urs Flüeler, Luzern, 13. April 2019)
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Der FC Luzern verliert gegen Neuchâtel Xamax 0:1

Vier Minuten nach Schneuwlys Auswechslung erfolgt das 0:1

Und des Übels nicht genug aus der Perspektive des FCL-Trainers: Vier Minuten nach der Auswechslung von Schneuwly erzielte Xamax mittels eines schnellen Konters das 1:0-Siegtor (80.). Innenverteidiger Lucas Alves unterlief einen weiten, hohen Pass, Raphael Nuzzolo nutzte den freien Raum am linken Flügel zu einer Flanke über Torhüter David Zibung. Der gefühlvoll geschlagene Ball hüpfte auf die Latte und landete schliesslich am hinteren Pfosten auf dem Fuss des eingewechselten Kemal Ademi. Der fast zwei Meter grosse Mittelstürmer netzte ein – wie schon am 10. Februar zu Hause bei der letzten Begegnung mit Luzern, als er einen Treffer zum 2:1-Sieg begesteuert hatte.

Die Luzerner reagierten wütend auf den 0:1-Rückstand. Neben Demhasaj hatte der zweite eingewechselte Spieler, Olivier Custodio, in der Nachspielzeit noch eine gute Gelegenheit zum späten Ausgleich. Doch seinen platzierten Weitschuss konnte Xamax-Goalie Laurent Walthert mit den Fingerspitzen um den Pfosten lenken. Unmittelbar danach wurde der 35-jährige Keeper von einem Gegenstand aus der FCL-Fankurve getroffen. Wie später bekannt wurde, soll es sich dabei um eine Münze gehandelt haben. Walthert blieb zwei Minuten am Boden liegen, nach einer kurzen Behandlung durch den Xamax-Arzt konnte er aber weiterspielen.

Spielerisch ganz schwach war der Auftritt beider Mannschaften in der ersten Halbzeit gewesen. Einzig ein Schuss aus spitzem Winkel von FCL-Stürmer Blessing Eleke in der 37. Minute war aus den ersten 45 Minuten nennenswert. Den hart geschossenen Ball des Nigerianers lenkte Walthert an die Latte. Ansonsten traten beide Teams extrem harmlos auf, Luzern war dazu ideenlos, so konnte die massierte Abwehr der Gäste nicht ausgespielt werden.

Erst ab der 58. Minute wurde die Partie animierter. FCL-Captain Schneuwly leitete mehrere gefährliche Angriffe ein. Auf einen Weitschuss von Idriz Voca (60.) reagierte Walthert ein weiteres Mal glänzend. Afimico Pululu hatte kurz davor auf Konter zweimal Luzerns Torhüter David Zibung geprüft, und auch Nuzzolos Schuss in der 79. Minute hielt der Schlussmann. Doch nur eine Minute später schoss Ademi das erwähnte 1:0 zum Sieg der Xamaxiens, die damit drei von vier Saisonspielen gegen Luzern gewonnen haben. Nur einmal konnte der FCL gegen den Aufsteiger gewinnen.

Luzern ist nach dieser 10. Heimpleite im 15. Spiel in der Swisspor-Arena in eine Krise geschlittert. Aus den letzten fünf Partien resultierten lediglich zwei Zähler, der Vorsprung auf Xamax und den Barrage-Platz beträgt nur noch fünf Punkte. Häberli sagt zur immer bedrohlicher werdenden Lage: «Klar müssen wir nun nach hinten schauen, fünf Punkte auf Xamax sind nicht viel. Im nächsten Match müssen wir auswärts gegen St. Gallen punkten, wenn möglich alle drei Zähler mit nach Hause nehmen.»

Die Saison können die Innerschweizer wohl nur noch mit dem Einzug in den Cupfinal retten. Am 23. April empfängt der FC Luzern den FC Thun im Halbfinal. In der Liga muss Häberlis Mannschaft alles dagegen tun, um nicht noch in die Barrage gegen den Zweiten aus der Challenge League zu geraten.

Luzern – Xamax Neuchâtel 0:1 (0:0)

8080 Zuschauer. – SR Hänni. Tor: 80. Ademi (Nuzzolo) 0:1.

Luzern: Zibung; Schwegler, Lucas, Cirkovic, Sidler; Schulz, Voca (83. Custodio); Schneuwly (76. Demhasaj), Vargas, Schürpf; Eleke.

Neuchâtel Xamax: Walthert; Sejmenovic, Xhemajli, Djuric, Kamber; Gomes, Serey Die, Di Nardo (71. Corbaz); Doudin; Nuzzolo (90. Ramizi), Pululu (65. Ademi)

Bemerkungen: Luzern ohne Knezevic, Juric und Schmid (alle verletzt), Neuchâtel Xamax ohne Oss (gesperrt). 37. Lattenschuss von Eleke. 80. Lattenschuss von Nuzzolo (Ademi trifft im Nachschuss) Verwarnungen: 30. Sidler (Foul). 95. Serey Die (Unsportlichkeit). 97. Walthert (Spielverzögerung).

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