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Für den FCL geht es um den Europa-Platz

Der 3. Rang bedeutet dank Basels Cupsieg die direkte Qualifikation für die Europa League. Darauf hoffen fünf Teams – darunter auch der FCL. Am Mittwoch (20.00/SRF 2) kommt es zum Direktduell gegen Zürich.
Raphael Gutzwiller
Will gegen den FCZ einen Schritt Richtung Europa machen: FCL-Mittelfeldspieler Idriz Voca (links). (Bild: Walter Bieri/Keystone (Zürich, 23. September 2018))

Will gegen den FCZ einen Schritt Richtung Europa machen: FCL-Mittelfeldspieler Idriz Voca (links). (Bild: Walter Bieri/Keystone (Zürich, 23. September 2018))

Endlich geht es für den FC Luzern auch offiziell um «Europa». Lange wartete man beim FCL, ehe man kommunizierte, dass man tatsächlich den dritten Schlussrang anstrebt. In dieser Saison reicht der 3. Rang sicher zur direkten Qualifikation für die Europa League, weil Basel am Sonntag den Cupsieg holte. Auch wenn Basel als klarer Favorit in jenen Final gegen Thun stieg, wollte sich der FCL im Vorfeld lange nicht zu «Europa» bekennen. Stattdessen versicherte Trainer Thomas Häberli wochenlang, dass er sich zunächst ganz auf die Vermeidung des Sturzes in die Barrage konzentrieren möchte. Erst vor dem heutigen Duell gegen den FC Zürich sagt Häberli endlich, was sich viele Fans schon länger sehnlichst gewünscht hatten:

«Wir wollen unbedingt nach Europa!»

Noch nie in der Vereinsgeschichte hat sich der FCL für die Gruppenphase eines europäischen Wettbewerbs qualifiziert. In diesem Jahrtausend scheiterte man schon sechsmal in der Qualifikation. «Deshalb wäre es für den FCL wunderschön, wenn wir in die Europa League kämen», so Häberli.

Auch Mittelfeldspieler Idriz Voca (22) träumt von der Europa League, dennoch relativiert er: «Die halbe Liga hat noch eine Chance auf den dritten Rang. Es wird schwierig. Doch wir wissen, was möglich ist, und versuchen alles, dass wir diese Gruppenphase erreichen können.»

Aus eigener Kraft kann der FC Luzern den gewünschten dritten Schlussrang jedoch nicht mehr erreichen. Stattdessen muss er auf einen Ausrutscher von Lugano und Thun hoffen. Das Restprogramm für die fünf Kandidaten für den dritten Rang sieht wie folgt aus:

FC Lugano, 44 Punkte

Xamax (auswärts), GC (heim)

FC Thun, 43 Punkte

Basel (h), Sion (a)

FC Luzern, 43 Punkte

Zürich (h), YB (a)

FC Zürich, 43 Punkte

Luzern (a), St. Gallen (h)

FC St. Gallen, 42 Punkte

YB (h), Zürich (a)

Für den FCL ist die Ausgangslage also schwierig. Klar ist: Ein Sieg heute gegen den FC Zürich ist Pflicht. Häberli sagt:

«Wir müssen siegen, und dann können wir schauen, was auf den anderen Plätzen passiert ist.»

Am Samstag geht es in Bern gegen den Schweizer Meister Young Boys, der nach der Partie den Pokal erhält. «Ich bin mir daher sicher, dass YB unbedingt gewinnen will», sagt Voca. «Aber wir haben schon zweimal in dieser Saison gezeigt, dass wir YB schlagen können. Und ich bin überzeugt, dass wir das auch ein drittes Mal können.»

Der Optimismus der Luzerner ist vor dem Auftritt gegen den FC Zürich spürbar. Mit dem Konjunktiv wolle man sich lieber nicht beschäftigen – auch wenn Idriz Voca zugibt, dass man einige Punkte unnötig liegen liess – und man schon jetzt in einer besseren Position stehen könnte:

«Klar, ärgern wir uns darüber, dass wir in einigen Spielen nicht das herausgeholt haben, was möglich gewesen wäre.»

Das trifft insbesondere auch auf das Auswärtsspiel in Lugano vor zweieinhalb Wochen zu, als der FCL 0:1 verlor. Auch deshalb könnte es erneut dazukommen, dass Lugano den dritten Rang holt – und in der Swisspor Arena die Europa-League-Gruppenphase bestreitet, so wie dies bereits vor zwei Jahren der Fall war.

Als Vierter oder Fünfter könnte der FCL dann derweil lediglich Qualifikationsrunden bestreiten. Das wäre sicher weniger attraktiv für die Fans, aber auch sportlich eine grosse Herausforderung. Auch deshalb hat Trainer Thomas Häberli in einem Interview mit «Zentralplus» geäussert, dass die Qualifikation anstrengend und belastend sein könnte. Die Fans würdigten diese Aussage vor dem GC-Spiel mit einem Spruchband und der Bitte, man solle Häberlis Vertrag nicht verlängern. Der angesprochene Trainer hat nach dieser kritischen Aussage dazugelernt und sagt nun: «Wir wollen nach Europa und nehmen alles, was wir bekommen können. Auch die Qualifikation.»

Europa League würde drei Millionen bringen

Dennoch hat sich beim FCL noch immer nichts getan bezüglich der erwarteten Vertragsverlängerung von Häberli. Er sagt selber, dass es für ihn erst mal wichtig gewesen sei, den Sturz in die Barrage zu verhindern. «Das hätte mich sonst in eine schlechte Position gebracht.» Aber so oder so habe diese Vertragsverhandlung keinerlei Einfluss auf die Planung der nächsten Saison. «Ich plane so, als würde ich für die nächsten zehn Jahre hierbleiben», so Häberli. Gemeinsam mit Sportchef Remo Meyer plane er bereits für die nächste Saison.

Wobei auch für die Kaderplanung die «Europa-Frage» von grosser Bedeutung ist. Denn: Die Teilnahme an der Europa League bringt rund drei Millionen Franken. Diese könnte man in neue Spieler investieren. Zudem wäre die Chance, dass man Spieler wie Marvin Schulz, Ruben Vargas oder Blessing Eleke halten kann, deutlich höher. Dafür braucht es zunächst drei Punkte gegen den FCZ.

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«Europa ist greifbar nahe für den FC Luzern» – der LZ-Fussballtalk vor dem letzten Heimspiel der Saison gegen den FCZ

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