FUSSBALL: Ajeti für Lezcano zum FCL?

Albian Ajeti (18) ist neben Nationalspieler Breel Embolo (18) das zweite Basler Sturmjuwel. Im hochkarätigen FCB-Angriff bekommt er nur wenig Spielzeit. Das ist die Chance der Luzerner.

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Der Schweizer Albian Ajeti, rechts, im Zweikampf mit dem Norweger Kristoffer Haraldseid im U21 EM-Qualifikationsspiel zwischen der Schweiz und Norwegen am 12. Oktober in der Tissot Arena in Biel. (Bild: Keystone)

Der Schweizer Albian Ajeti, rechts, im Zweikampf mit dem Norweger Kristoffer Haraldseid im U21 EM-Qualifikationsspiel zwischen der Schweiz und Norwegen am 12. Oktober in der Tissot Arena in Biel. (Bild: Keystone)

daniel wyrsch

Längst ist klar: Dario Lezcano (25) will den FC Luzern in der Winterpause verlassen. Sein erklärtes Ziel ist die spanische Primera Division. Im nächsten Meisterschaftsmatch am Sonntag (16.00, SRF info) in St. Gallen sitzt Lezcano seine letzte von insgesamt acht Spielsperren ab. Dann wird er mit dem Cup-Viertelfinal noch fünf Pflichtpartien für den FCL bestreiten, bevor seine Zeit hier wahrscheinlich zu Ende geht. Für den aktuellen Toptorschützen der Super League steht ein fetter Transfererlös in Aussicht. Von mindestens 3 Millionen Franken ist die Rede.

Ein Teil davon könnte in die Mannschaft reinvestiert werden. Seit Monaten wird in der Swissporarena über einen interessanten Jungprofi aus Basel diskutiert: Albian Ajeti (18). Er hat das Potenzial, dem Besitzerverein später ebenfalls eine hohe Ablösesumme in die Kasse zu spülen. Das weiss natürlich auch der FCB, wo Ajetis Vertrag Ende Saison ausläuft. Basel-Sportdirektor Georg Heitz will sich nicht in die Karten blicken lassen, Fragen zu Ajeti beantwortet er nicht. Seine Begründung: «Dazu gibt es im Moment nichts zu sagen.»

Wie unsere Zeitung erfahren hat, dürfte es darauf hinauslaufen, dass der FCB Ajeti eine Vertragsverlängerung offeriert, den Spieler aber in der Rückrunde an einen anderen Klub ausleiht. Denn im hochkarätig besetzten Kader mit den Stürmern Marc Janko, Breel Embolo, Shkelzen Gashi, Yoichiro Kakitani und Jean-Paul Boëtius gibt es für Ajeti nur wenig Spielzeit. In 13 Ligapartien der Vorrunde wurde er lediglich 95 Minuten eingesetzt.

Eine beachtliche Bilanz

Trotz insgesamt erst neun FCB-Spielen hat Ajeti in 289 Minuten bereits drei Tore und zwei Assists in der Super League auf dem Konto. Gemessen an seiner Begabung müsste er viel öfter spielen können. Kein Wunder ist der Angreifer unzufrieden. Beim FCL hätte er in der Person von Chefscout Remo Gaugler eine Vertrauensperson. Ajeti kennt den Baselbieter und früheren FCB-Nachwuchstrainer seit Jahren.

Selbst eine definitive Luzerner Übernahme von Ajeti im nächsten Sommer nach Ablauf des FCB-Vertrags ist nicht auszuschliessen. In diesem Fall muss der FCL jetzt schon auf das ablösefreie Juwel setzen und dem Basler mit kosovarischen Wurzeln einen attraktiven Vertrag vorlegen. Im Wissen, dass er erst am 1. Juli 2016 ablösefrei zu haben ist.

Viel mehr Spielpraxis als am Rheinknie würde Ajeti am Vierwaldstättersee zweifellos bekommen.