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FUSSBALL: Alain Wiss: «Gerardo Seoane war alte Schule»

Der Ur-Luzerner Alain Wiss (27) spielt bereits drei Jahre beim FC St. Gallen. Morgen (20 Uhr, Kybunpark) kommt es zum Wiedersehen mit dem FC Luzern. Dieser drittletzte Saisonmatch könnte vorentscheidend sein im Kampf um Platz 3.
Daniel Wyrsch
Alain Wiss ist vor dem Spiel gegen den FCL optimistisch. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus (Thun, 27. November 2017))

Alain Wiss ist vor dem Spiel gegen den FCL optimistisch. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus (Thun, 27. November 2017))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Der FC St. Gallen steht an vierter Tabellenstelle in der Super League. Allerdings haben die Ostschweizer die letzten vier Partien verloren. Alain Wiss ärgert sich weniger über die 2:4-Heimniederlage vom letzten Sonntag gegen die zweitplatzierten Basler als über die Pleiten gegen Thun (0:1) und in Lugano (1:2). «In diesen beiden Spielen haben wir unnötig Punkte liegen lassen, das hat extrem weh getan», sagt er.

Aus einer guten Ausgangslage im Kampf um die dritte Position im Schweizer Fussball hinter Meister Young Boys und Basel sei eine «schwierigere Situation» geworden, findet der 27-Jährige. Wollen die St. Galler noch eine Chance auf die Rückeroberung von Platz 3 haben, dann müssen sie morgen zu Hause Luzern besiegen. «Ich bin optimistisch, dass wir den FCL bezwingen können», so Wiss. Mit einem Vollerfolg würde das Team von Interimstrainer Boro Kuzmanovic (55) den Rückstand auf die Innerschweizer auf einen Zähler verkürzen. In den anschliessenden letzten beiden Partien müssen die Grünweissen noch gegen die abstiegsgefährdeten Sion (auswärts) und Lausanne (zu Hause) antreten.

Ein Sieg über Luzern ist für St. Gallen ein Muss

Für Alain Wiss, der mit Knieproblemen zu kämpfen hat, ist klar, «dass wir gegen Luzern auf die Siegerstrasse zurückkehren müssen». Die Überlegenheit der Innerschweizer in den bisherigen drei Direktduellen dieser Saison ist ihm egal. 2:0, 3:0 und 3:1 lauteten die Resultate zu Gunsten des FCL. Doch Wiss will nichts davon wissen, dass Luzern der St. Galler Angstgegner sei. «Probleme hatten wir gegen die Luzerner, das stimmt», stellt er fest. «Mindestens zweimal waren sie in den Direktbegegnungen unser Verfolger in der Tabelle, am Mittwoch werden wir sie jagen.»

Das Rennen um Rang 3 ist nach dem Ausgang des Abstiegskampfes die wichtigste noch ausstehende Entscheidung. Bekanntlich würde der Platz hinter YB und dem FCB bei einem Double-Gewinn des neuen Champions aus Bern zum direkten Start in der Europa-League-Gruppenphase berechtigen. Allein die Antrittsgage der Uefa beträgt 3 Millionen Franken. Nicht einberechnet sind dabei die Einnahmen aus den drei Heimspielen. Je nach Attraktivität der Gegner könnten dort die Gastgeber aus dem Ticketverkauf und aus den TV-Rechten mehrere hunderttausend Franken generieren.

Luzerner Durchmarsch auf Platz 3 hat Wiss überrascht

Wiss, der mit 16 Jahren beim FCL in der Super League debütierte und bis 2015 222 Spiele für seinen Ausbildungsklub bestritt, erklärt das Hauptziel der Ostschweizer: «Für uns Spieler ist wichtig, dass wir die Saison noch gut abschliessen.» Nach einer guten Vorrunde seien sie in der Rückrunde trotz zwischenzeitlich fünf Siegen am Stück einiges schuldig geblieben. Für ihn persönlich habe sich durch die Amtseinsetzung von Kuzmanovic nicht viel verändert. «Zum Trainer habe ich einen guten Draht, er hat in seinen ersten beiden Spielen auch auf mich gesetzt», sagt Wiss, der beim kürzlich entlassenen Giorgio Contini in fittem Zustand immer spielte.

Wie überrascht war Wiss, dass der FCL im Frühjahr von Platz 9 auf 3 durchmarschierte? «Ich wusste, dass Gerardo Seoane in der U21 Toparbeit ablieferte, aber eine solche Steigerung mit dem Team hätte ich nicht gerade erwartet.» Rund zwei Jahre spielte Wiss in Luzern als Youngster sogar mit dem damaligen Captain Seoane zusammen. Einige hatten sich damals über den rüden Umgang von Seoane mit den jungen Mitspielern beklagt. Nicht so Wiss: «Er hat zu mir geschaut, motivierte mich.» Und: «Gerardo Seoane war noch alte Schule, er war schon als Spieler sehr fordernd im positiven Sinn, er wollte das Maximum herausholen.»

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