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FUSSBALL: Alex Frei: «Ich garantiere, wir brechen nicht ein»

Vor dem letzten Vorrundenspiel des FC Luzern heute (19.45) in Basel spricht Alex Frei über seine Rückkehr nach Basel, Pokalerfolge, Überheblichkeit und Pläne.
Interview Daniel Wyrsch
Blindtext Blindtext Blindtext Blindtext Blindtext Blindtext Blindtext Blindtext Blindtext Blindtext Blindtext Blindtext Blindtext Blindtext (Bild Dominik Wunderli)

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Alex Frei, die Rückkehr ins «Joggeli» ist für Sie sicher etwas Spezielles.

Alex Frei: Nein, es war emotionaler im Frühling, unmittelbar nachdem ich aufgehört hatte, beim ersten Match. Ich bin jetzt in einer anderen Funktion, aber klar verbindet mich immer noch etwas mit dem FCB, bei dem ich vier Jahre gewesen bin, das ist auch legitim. Aber für mich ist das nicht mehr relevant.

Können Sie die Gefühle ausblenden?

Frei: Ich habe keine Ressentiments, keine Emotionen, ich komme als sportlicher Leiter des FCL und nicht in einer anderen Funktion. Es war beim ersten Aufeinandertreffen anders, sicher war es damals spezieller, als wir gegen den Abstieg spielten.

Dieses Spiel am 28. April war ein besonderes und ging mit 3:0 für den FCL aus. Jetzt geht es sogar um den Wintermeister-Titel. Haben Sie Tipps für Trainer Carlos Bernegger, die Sie einbringen, um Basel zu bezwingen?

Frei: Ich halte mich da raus. Betreffend Wintermeister-Titel halte ich es so: Das Christkind hat noch nie Pokale gebracht, der Osterhase aber schon. Heisst also, mit dem Wintermeister hast du noch nichts gewonnen. Es wäre eine schöne Momentaufnahme, aber die Tabelle ist für uns jetzt schon schön anzuschauen. Der FC Luzern hat eine hervorragende Vorrunde der Saison 21013/14 gespielt.

Woran liegt es, dass ihr bis jetzt über Erwarten erfolgreich seid?

Frei: Sicher haben wir die Erwartungen mehr als erfüllt. Es zeigt sich, dass sich harte Arbeit in allen Bereichen immer auszahlt. Die Mannschaft wusste, dass sie sich in einer Bringschuld gegenüber dem Verein befand und nicht mehr eine solche Saison wie im Vorjahr hinlegen konnte. Ich glaube, die Mannschaft hat die Neuzugänge so integriert, wie ich mir das von einem Fussballteam vorstelle. Dann haben wir das Glück gehabt, dass wir nicht abhängig sind von einem Spieler, sondern, dass sich die entscheidenden Aktionen in den gewonnenen Spielen auf mehrere Schultern verteilt haben. Wie zum Beispiel im letzten Spiel gegen Aarau, in dem wir nicht die klaren Chancen hatten, machte Sally Sarr das entscheidende Tor. Das hilft einer Mannschaft ungemein.

Ihr Credo zu Saisonbeginn war: Der Anspruch des FC Luzern ist nicht, Stars zu holen, sondern Stars zu machen. Bleibt das auch weiterhin die Devise?

Frei: Selbstverständlich. Wir lassen uns von überragenden sechs Monaten nicht blenden. Wir wissen genau, was wir machen müssen für die Zukunft, für Januar, für Juni und in zwei Jahren. Es wäre fatal, wenn wir uns aus unserer guten Situation dazu verleiten lassen würden, anzugreifen, um in die Champions League zu wollen. Es wäre fatal, falls man das tun würde. Wir wissen, was unsere Mittel sind. Mit diesen Mitteln müssen wir das Optimum herausholen. Und ich sage das in Absprache mit dem Trainer ganz ehrlich: Wir werden in der Rückrunde genau schauen, wer sich hängen lässt oder nicht. Wenn einige das Gefühl haben sollten, dass sie sich zurücklehnen können, dann spielen wir eine Rückrunde mit acht U-21-Spielern. Das wäre uns völlig egal. Es geht nur um die Geschichte und das Wohlergehen des FC Luzern. Einzelschicksale interessieren Ende Saison, aber nicht in den nächsten sechs Monaten.

Hat Ihre klare Ansage mit den negativen Erfahrungen des Klubs zu tun, der vor drei Jahren Wintermeister geworden war und in der anschliessenden Rückrunde einbrach?

Frei: Wir wollen gewissen Dingen vorbeugen und keine Luftschlösser bauen. Wir wissen, wo wir herkommen, und die Mannschaft hat es sich aufgrund der Leistungen auch verdient, dass wir dort stehen. Die Leute erwarten, dass der FCL in der Rückrunde wieder einbricht. Doch wir werden nicht einbrechen, dafür kann ich garantieren. Sollten Einzelinteressen im Vordergrund stehen, dann werden diese Spieler aussortiert.

Gespräche mit den Profis stehen an, die Verträge von zehn Spielern laufen Ende Saison aus. Wie sieht Ihre Planung dabei aus?

Frei: Vereinzelte Gespräche habe ich bereits geführt, aber die entscheidenden Gespräche mit den arrivierten Spielern werde ich im Januar führen nach dem Trainingslager, da ist noch genügend Zeit. Aber ich habe auch gesagt, wer damit nicht zurecht kommt, für den ist meine Bürotür offen für einen früheren Termin.

François Affolter steht bei YB teilweise nicht mehr im Aufgebot. Wie stehen die Chancen, dass man den Innenverteidiger verpflichten kann?

Frei: Die Öffentlichkeit wird das früh genug erfahren, wenn wir Neuzugänge haben werden. Sie wird es dann erfahren, wenn es unter Dach und Fach ist.

Stehen weitere Namen auf Ihrer Liste – zum Beispiel im zentralen Mittelfeld?

Frei: Es gibt vielleicht Positionen, über die wir nachdenken. Aber grundsätzlich habe ich mit der gesamten sportlichen Leitung den Auftrag, den FCL zu stabilisieren. Nicht in einem Jahr, sondern über drei, vier, fünf Jahre. Wir haben einen klaren Plan, den wir umsetzen werden.

Zum Schluss eine private Frage: Wo feiern Sie Weihnachten?

Frei: Im Kreis der Familie. Wir fahren in die Berge nach Grächen. Dort treffe ich mich mit Marco Streller.

Bento bleibt sicher bis zum Saisonende

FC Luzern dw. Sportchef Alex Frei (34) äussert sich im Interview mit unserer Zeitung über Sava Bento (22). «Bei ihm ist die Konstellation so, dass sein Vertrag am 31. Dezember ausläuft, aber Sava Bento wird bis zum Saisonende bei uns bleiben.» Im Herbst ist das FCL-Eigengewächs nach zweieinhalb Jahren zum Comeback im Fanionteam gekommen. Er bestritt unter Carlos Bernegger bisher fünf Pflichtspiele.

Wiss für den gesperrten Puljic
Heute Abend in Basel dürfte allerdings statt Bento der Paraguayer Dario Lezcano eine Chance im offensiven Mittelfeld bekommen. Dazu wird wahrscheinlich Alain Wiss nach über anderthalb Jahren sein erstes Spiel in der Innenverteidigung bestreiten. Den Mittelfeldspieler stellt Bernegger wohl anstelle des gesperrten Tomislav Puljic auf.
Luzern hat im Hinspiel gegen den FCB 1:1 (Torschützen Sio und Rangelov) gespielt. Die letzte Partie in Basel gewann der FCL mit 3:0.

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