FUSSBALL: Alex Frei: «Qualität ist mir sehr wichtig»

Alex Frei nahm als neuer Sportdirektor des FC Luzern seine Arbeit auf. In einem Mediengespräch erklärte er seine Ideen und Sachen, die ihm in Zukunft wichtig sind.

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Erster Arbeitstag von Alex Frei als Sportdirektor beim FC Luzern. (Bild: Keystone)

Erster Arbeitstag von Alex Frei als Sportdirektor beim FC Luzern. (Bild: Keystone)

Das Interesse an der Person Alex Frei war nicht nur am Sonntag bei seinem Abschied beim FC Basel gross, sondern auch am Tag danach: Tag 1 von Alex Frei als Sportdirektor beim FC Luzern. Gleich zu Beginn machte er allen klar: «Es gibt einiges anzupacken. Doch Priorität hat jetzt zuerst ganz klar der Klassenerhalt.» Es sei ein langer Prozess, bis seine Arbeit und auch die des Trainers so richtig fruchte. «In dieser Mannschaft ist viel Potential vorhanden. Davon bin ich überzeugt», so Alex Frei weiter.

Die Sorgenkinder des FC Luzern

Beim Gespräch mit den Medien wurde schnell klar: Dieser Alex Frei hatte sich bereits mit der Mannschaft befasst, die Situation erkannt. So auch die sogenannten Sorgenkinder des Fanionteams. «Ich habe mir Gedanken gemacht um die einzelnen Spieler der Mannschaft. Einer liegt mir besonders am Herzen», so Frei. Gemeint war Dimitar Rangelov, der bisher nicht unbedingt positiv auffiel. Alex Frei findet, dass man dem Spieler noch mehr Zeit und vor allem Vertrauen geben muss. «Wenn Dimi Rangelov Vertrauen spürt kann er pro Saison problemlos 10 bis 15 Tor schiessen», ist sich Alex Frei sicher.

Zu allfälligen Neu-Verpflichtungen wollte Frei dann aber nicht recht Stellung nehmen. Weder zu Spielern noch zur Position des Co-Trainers. Was ihm aber wichtig war: «Wir werden hier in Luzern sicher keine Filiale des FC Basel. Ausserdem stelle ich das Team aufgrund von Qualität zusammen - und nicht nach meinen Freunden.»

«Mit Gesprächen erreicht man viel»

Alex Frei ist sich auch sicher, dass er sich relativ frei bewegen kann beim FC Luzern. «Die finanziellen Möglichkeiten sind mir bekannt», so Frei. Er nahm auch nochmals kurz Bezug zu einem Fernseh-Statement vom Sonntag. Dort gab er zu Protokoll, dass es von ihm beim FCL keine One-Man-Show gäbe und dass er dies auch von anderen erwarte. Von den Individualisten Alpstaeg und Stierli hatte er natürlich schon Notiz genommen. «Ich werde sicher immer das direkte und ehrliche Gespräch suchen. Denn einige Äusserungen waren für die Mannschaft sicherlich nicht förderlich», stellte Alex Frei fest. Er sei überzeugt, dass beide mit Leidenschaft für den Verein dabei sind, doch werde er einige Sachen in Zukunft nicht mehr dulden.

Sara Häusermann / luzernerzeitung.ch