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FUSSBALL: Alex Frei will Besle nach Luzern locken

Wenn sich heute (16.00) Puljic und Stahel gegen Thun vom FCL verabschieden, steht einer ihrer Nachfolger schon bereit: Stéphane Besle (30) vom FC St. Gallen.
Daniel Wyrsch
Stéphane Besle könnte in der nächsten Saison zusammen mit François Affolter die Innenverteidigung bilden. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

Stéphane Besle könnte in der nächsten Saison zusammen mit François Affolter die Innenverteidigung bilden. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

Sie ist das grösste Sorgenkind des FC Luzern, die Verteidigung. In den letzten beiden Partien ähnelte die FCL-Abwehr einem Emmentaler Käse mit vielen Löchern. GC und selbst Absteiger Lausanne bekundeten keine Mühe, je vier Tore zu erzielen. Nächste Saison soll der FCL keine solche Lotterabwehr mehr haben, dafür hat Sportchef Alex Frei zu sorgen. Er bestätigt, «dass wir in Verhandlungen und wichtigen Gesprächen stehen». Mit wem sagt er nicht. Wie unsere Zeitung aber aus Quellen in Luzern und St. Gallen erfahren hat, handelt es sich um Stéphane Besle (30). Der Innenverteidiger spielt seit zwei Jahren für den FC St. Gallen, bei dem der Franzose (früher Xamax, Lens, Metz) noch einen Einjahresvertrag besitzt. Eine Ablösesumme von 200 000 bis 300 000 Franken steht im Raum. Heute ist Besle im Spiel der Ostschweizer bei YB gesperrt, weil er gegen Sion schon zum 16. Mal (!) die gelbe Karte gesehen hat. Klappt der Deal, wäre wohl Tomislav Puljic (31) ein Kandidat für St. Gallen. Der Kroate ist ablösefrei zu haben.

Bernegger riskiert seinen guten Ruf

Für Luzern geht es heute um das Ticket für die Qualifikation zur Europa League. Gegen das punktgleiche Thun muss ein Sieg her, sonst sind statt den Luzernern wie im letzten Jahr die Berner Oberländer im europäischen Geschäft vertreten. Beide Mannschaften verloren ihre letzten Spiele. Thun hat zwei Niederlagen (Sion, YB), Luzern sogar vier Pleiten (Sion, Basel, Lausanne, GC) in Folge hinter sich. Dementsprechend herrscht weder hier noch dort Euphorie.

FCL-Trainer Carlos Bernegger (45) spricht von «gemischten Gefühlen unter diesen Umständen». Vor allem die peinlich schwachen Auftritte in den letzten zwei Partien gegen Lausanne (3:4) und bei GC (1:4) haben den Leuten, denen der Klub am Herzen liegt, aufs Gemüt geschlagen. Sicher auch dem Coach, für den diese Rückrunde mit elf Niederlagen niederschmetternd verlaufen ist. Der erfolgreich ins erste Profitrainer-Engagement gestartete Bernegger riskiert bald, in Luzern seinen guten Ruf zu verlieren. Dieser Mann lässt sich jedoch nicht so schnell unterkriegen, spricht von «Optimismus, um im letzten Spiel mit einem Sieg den internationalen Platz zu erreichen».

Das Fehlen der Stürmer

Vor dem Match in Zürich bei GC hatte Bernegger noch über die Ausfälle von Jahmir Hyka (Meniskusanriss) und Dimitar Rangelov (Knochenprellung im Knie) geklagt. Jetzt sind mit Dario Lezcano und Tomislav Puljic (beide Muskelfaserrisse) noch zwei Verletzte dazugekommen, doch der FCL-Trainer jammert nicht über sein personell geschwächtes Team. Das ist gut so, denn es macht die Aufgabe vor allem im Angriff, wo mit Rangelov, Lezcano und Hyka gleich drei Stürmer fehlen, nicht einfacher.

Immerhin haben auch die Thuner einige gewichtige Ausfälle zu verkraften, allen voran denjenigen von Marco Schneuwly (29). Der 10-fache Saisontorschütze ist gesperrt, weil er sich gegen YB die achte Verwarnung eingehandelt hat. «Er dürfte nicht unglücklich darüber sein, in diesem kapitalen Match gegen den künftigen Arbeitgeber zuschauen zu müssen», mutmasst sein nächster Trainer Bernegger. Marco Schneuwly wird auf der Tribüne sitzen, Bruder Christian (26) für Thun auf dem Platz stehen. In der «Berner Zeitung» sagt er: «Luzern wird kommen wie die Feuerwehr. Wir müssen defensiv wieder so solid auftreten wie vor den letzten beiden Spielen.»

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