FUSSBALL: Babbel gibt sich vor Cupspiel siegessicher

Am Mittwoch (19.30 Uhr, Swissporarena) erhält der FC Luzern die Chance vor heimischem Publikum den Schritt in den Cup-Viertelfinal zu schaffen. Am Vortag der Partie mahnt Markus Babbel vor der Spielstärke der Aarauer.

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Markus Babbel an der Pressekonferenz. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Markus Babbel an der Pressekonferenz. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

In seinem zweiten Pflichtspiel als Cheftrainer des FCL kommt es am Mittwochabend zum Cupduell gegen den FC Aarau. Der Deutsche hat die zehntägige, spielfreie Zeit genutzt, um sich intensiv mit dem Gegner auseinanderzusetzen. Er hat mehrere Spiele der Mannschaft von Trainer Sven Christ analysiert und warnt: «Aarau ist ein spielerisch starkes Team. Wir müssen den Gegner möglichst früh unter Druck setzen, damit er sich nicht entfalten und seine spielerischen Mittel gegen uns verwenden kann.» Der FC Aarau steht in der Super League dort, wo man den FCL vor der Saison erwartet hätte. Mit wenig finanziellen Mitteln auskommend, liegt Aarau auf dem sehr guten sechsten Tabellenrang.

Zibung hütet das Tor

Mit welchem Spielerpersonal Babbel das Spiel in Angriff nehmen will, wollte sich Babbel einen Tag vor dem Cupspiel nicht äussern. Lediglich auf der Torwartposition legt er sich fest: «David Zibung steht am Mittwoch im Tor. Er hat gegen Vaduz einen sicheren Eindruck gemacht und ich sehe keinen Grund für einen Wechsel auf dieser Position.» Der Ex-Trainer Carlos Bernegger hatte in den bisherigen Cuppartien gegen Konolfingen und Schaffhausen auf der Torwartposition Lorenzo Bucchi eingesetzt. Dass Babbel gegen Aarau auf Zibung setzt, ist ein deutlicher Vertrauensbeweis an den Hergiswiler, der eine schwierige Phase seiner bisher langjährigen Profikarriere durchlebte und dessen Selbstvertrauen angeknackst war.

Leistung gegen Vaduz reicht nicht

Der FCL-Trainer ist sich bewusst, dass es am Mittwoch eine Leistungssteigerung braucht, wenn die Luzerner im nächsten Frühling noch im Cup mitmischen wollen. Während er mit der Defensivarbeit gegen Vaduz sehr zufrieden war, fordert er von seiner Mannschaft gegen Aarau mehr offensive Impulse: «Wir haben gegen Vaduz zu wenige Chancen kreiert. Dies müssen wir durch mehr Laufbereitschaft ändern. Wenn wir jedoch an die erste Halbzeit gegen Vaduz anknüpfen können, bin ich überzeugt, dass wir gewinnen werden.»

Markus Babbel ist sich bewusst, dass der Cupwettbewerb die einzige Möglichkeit bietet, eine bisher verkorkste Saison noch zu retten.

Das Spiel FC Luzern - FC Aarau können Sie am Mittwoch ab 19.30 Uhr im Liveticker hier mitverfolgen.

pz

Heute droht der Minusrekord

Der Vorverkauf für den Cup-Achtelfinal zwischen Luzern und Aarau ist nicht zufriedenstellend verlaufen. FCL-Medienchef René Baumann musste die Frage nach den bisher abgesetzten Tickets mit dem Hinweis auf die bereits tiefen Zuschauerzahlen in den Cup-Heimspielen der Vorsaison (Sion, Lausanne) beantworten: «Es sieht nach 4000 bis 5000 Leuten aus, die gegen Aarau dabei sein werden.» Somit dürfte es einen Minusrekord in der Ende Juli 2011 eröffneten Swissporarena geben.

Der bisherige Tiefstwert: 6110 Fans am 4. Dezember 2013 im Cup-Viertelfinal gegen Lausanne. Die Erinnerungen sind trotzdem gut: Rangelov und Lezcano schossen damals den FCL zum 2:0-Sieg und in den Halbfinal (wo dann in Basel mit 0:1 das Aus folgte).

Daniel Wyrsch